Die Beurteilung der Reaktionen in der Offline-Welt

Nachstehend folgt die weitere Fortsetzung des Abschnittes „Die bisherigen Ergebnisse unseres Gedankenexperiments“
aus der Dokumentation vom Mai 2009: G. O. Mueller „Das Gedankenexperiment“:

Zitat:

Die Beurteilung der Reaktionen in der Offline-Welt

Wenn man die Summe unserer Postsendungen an die Adressaten (In- u. Ausland):

mit Einzelanschreiben bis April 2005: 820, abzüglich
          der 251 Sendungen an Bibliotheken                                               569
Offener Brief, Bundestagsabgeordnete                                                     614
          dasselbe an 63 Printmedien                                                           63
Offener Brief, Journalisten bei FAZ-SPIEGEL-SZ-TAZ                                234
First Open Letter                                                                                    290
Offener Brief, 200 Prof. HU Berlin u. TU Dresden                                       200
          dasselbe an 46 Medien und Publizisten                                           46
Brief an Bundespräsident Horst Köhler                                                         1
Offener Brief, Wissenschaftsrat / Frau Lochte                                               1
Offener Brief, FAZ                                                                                     66
Offener Brief, Staatsrechtslehrer                                                               639

   
                                                                                               Summe: 2723

und die Summe aller Antworten (3 Abgeordnete, 2 Journalisten, 1 Professor aus Maryland, 1 HU-Professor, 1 Staats- rechtslehrer, 1 Bundespräsidialamt – 9 Antworten) betrachtet, so kommt man für die Antworten auf einen Prozentsatz von (9 : 2723 = 0,0033) – genau ein Drittelprozent! Dieses Ergebnis ist quantitativ nicht nur mager, es ist niederschmetternd.

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Die bisherigen Ergebnisse unseres Gedankenexperiments

Es folgt ein weiterer Abschnitt aus der Dokumentation vom Mai 2009: G. O. Mueller „Das Gedankenexperiment“:

Zitat:

Die bisherigen Ergebnisse unseres Gedankenexperiments

Die Ergebnisse unseres Gedankenexperiments sind differenziert nach Offline-Welt und Online-Welt zu betrachten, weil in beiden Welten für Boykott- und Zensurkartelle wie die Spezielle Relativitätstheorie völlig unterschiedliche Entfaltungsmöglichkeiten bestehen.

Die Offline-Welt wird durch die Printmedien und die Audiovisuellen Medien effektiv von der Wirklichkeit abgeschottet; was in diesen Medien nicht vorkommt, existiert nicht. Die Medien sind Kontroll- und Ausschlußinstrumente der Herrschenden.

Die Online-Welt des Internets dagegen ist ihrem Wesen nach chaotisch frei und von keiner einzelnen Instanz mehr beherrschbar, wenn auch von verschiedenen Seiten Kontrollen versucht werden, die jedoch bisher regelmäßig fehlschlagen.
   

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Was will uns der Dichter damit sagen?

G. O. Mueller schreibt auf Seite 32 seiner Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009:

Zitat:

Was will uns der Dichter damit sagen?

Eine der interessanten Stellungnahmen zu den landesüblichen Skandalen sehen wir in der sibyllinischen Äußerung des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz zu Asse, immerhin von jemandem, der weiß, wovon er spricht (seltener Fall!): „Wenn wir unsere Glaubwürdigkeit nicht zurückgewinnen, werden wir das Problem niemals auf demokratischem Weg lösen“ (s. oben, S. 28; TS, 7.7.08). Da geraten die Deutschlehrer ins Nachdenken: „Was will uns der Dichter damit sagen?“

Wenn ein Endlager für unsere strahlenden Kostbarkeiten nicht auf demokratischem und rechtsstaatlichem Weg zustande kommt, weil niemand es haben will („niemals“), dann werden wir eines Tages in Deutschland aufwachen, und die Bundeswehr und die Polizei haben alle wichtigen öffentlichen Einrichtungen besetzt, ein Notstandskommitee verkündet über alle Medien seine Beschlüsse. Der Atommüll nimmt überhand, er muß in ein Endlager möglichst tief unter der Erde, und die Bevölkerung der Landschaft des Endlagers muß evakuiert werden, weil auf längere Sicht alles, was wir verbuddeln, wieder hoch ins Grundwasser kommen kann. 

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Lehren aus dem Vergleich der Skandale

Eine weitere Leseprobe von den Seiten 30 bis 31 der Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009:

Zitat:

Welche Lehren sind aus dem Vergleich der Skandale zu ziehen?

Wir erkennen an den betrachteten Skandalen insgesamt fünf wichtige Charakteristika: (1) alles ist seit langem bekannt, (2) lange Zeit wagt kein Presseorgan zu berichten, (3) die Täter erleiden einen Realitätsverlust und glauben, daß die Sache nie auffliegen wird, (4) in vielen Fällen kommt den Tätern sogar das Rechts- und Unrechtsbewußtsein abhanden, und (5) nach dem Bekanntwerden des Skandals melden sich keine Verantwortlichen, sie lassen sich vielmehr nur widerstrebend und mühsam ans Licht zerren.

Alle Skandalfälle sind jahrelang im Umfeld der Betroffenen bekannt, bevor sie die Öffentlichkeit erreichen. Der Start unseres Projekts in die Öffentlichkeit im Jahre 2001 und der für die Publizität entscheidende Auftritt im Internet seit 2004 liegen erst 7 und 4 Jahre zurück. Damit befindet sich das Gedanken­experiment vergleichsweise erst im Anfangsstadium. Angesichts der Dimensionen der von unserem Projekt ans Tageslicht beförderten Problematik wird es bis zur Aufklärung in der Öffentlichkeit also wohl noch ein paar Jahre dauern. Es besteht daher kein Grund zur Ungeduld.

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Das Ergebnis der Vergleiche

Mit folgender Textstelle seiner Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 zieht G. O. Mueller eine kleine Zwischenbilanz zu seinem „Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen“:

Zitat:

Das Ergebnis der Vergleiche
Die Vergleiche liefern interessante Ergebnisse für die Beurteilung der Relativitäts-Katastrophe. Viele strukturelle und inhaltliche Parallelen zu den anderen landesüblichen Skandalen sind offensichtlich:
(1) Bruch von Gesetzen und Verletzung von Verordnungen.
(2) Lange Geheimhaltung vor der Öffentlichkeit.
(3) Bei den Regierungsbehörden Desinteresse bis zur schlichten Verweigerung der Ausübung ihrer Kontrollfunktionen; stattdessen Paktieren mit den Rechtsbrechern bis zum allerletzten Augenblick.
(4) Die schiere Unglaublichkeit der Betrugsfälle schützt die Betrüger vor der Aufdeckung, weil gewisse Betrugsfälle niemand für möglich hält.
(5) Das Muster des Doppelbetrugs oder Mehrfachbetrugs, weil der erste Betrug durch einen zweiten Betrugs abgesichert werden muß. Dabei kann sich der zweite Betrug als der für den Skandal entscheidende erweisen.
(6) Eine Parallele ist überraschend: Die Skandalmaterie ist gewöhnlich schon jahrelang einem begrenzten Personenkreis von Betroffenen bekannt! Es gibt in allen Fällen ein informiertes Umfeld. Wer sich für die Zustände in einem Tätigkeitsfeld interessiert, muß sich nur umhören. Es brauchte daher gar keine besonders anonymen Informanten, die sich als „Whistleblower“ am Telefon melden oder sich mit den Investigativen in Parkhäusern treffen. Alle wissen jahrelang Bescheid – und die Öffentlichkeit wird nicht informiert.

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Regierungshandeln im atomaren Forschungsendlager Asse

Es folgt nachstehend die 4. Fortsetzung des Abschnittes
„Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen“
aus der Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 von G. O. Mueller:

Zitat:

4. Vergleich der Relativitäts-Katastrophe mit dem Regierungshandeln in dem atomaren Forschungsendlager Asse 

Das ehemalige Kalibergwerk Asse (Landkreis Wolfenbüttel) beherbergt das „Forschungsbergwerk“ Asse II als erstes deutsches Endlager für radioaktiven Abfall. Als Quellen liegen uns drei Berichte vor: TAGESSPIEGEL v. 7.7.08; FAZ v. 29.7.08; WELT v. 1.8.08. Der Fall Asse wird nur bei strikt chronologischer Darstellung verständlich.

1965: Das Bonner Forschungsministerium läßt durch die Gesellschaft f. Strahlen- u Umweltforschung GSF das stillgelegte Bergwerk kaufen. Das Bergwerk unterliegt nur dem Bergrecht, nicht der Atomaufsicht!

1967: Ein Gutachten von Forschern versichert, ein Wasser- oder Laugeneinbruch von außen sei in der Schachtanlage Asse mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ auszuschließen. Forschungszweck von Asse II: Eignung des Salzgesteins für die Endlagerung atomarer Abfälle.

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Relativitätskatastrophe und Schmiergeldaffäre bei Siemens

Es folgt nachstehend die 3. Fortsetzung des Abschnittes
„Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen“
aus der Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 von G. O. Mueller:

Zitat:

3. Vergleich der Relativitätskatastrophe mit der Schmiergeldaffäre bei Siemens 

Siemens hat – mindestens – seit 2002 jahrelang Bestechungsgelder gezahlt, um Aufträge hereinzuholen. So etwas gilt als Korruption und kann eine Straftat sein. Die Firma hatte einen Antikorruptionsbeauftragten. Er hat dem Vorstand mitgeteilt: „Es stehen Straftaten im Raum“ (FAZ, 18.7.08).

Technisch wurden die Bestechungsgelder als Honorare an „Berater“ mit Scheinverträgen geleistet. Quelle der Gelder waren um 20 oder 30 Prozent überhöhte Preise (FAZ v. 29.7.08): „Es wurden Mondpreise verlangt, um die Verantwortlichen zu schmieren.“ Die Gelder wurden in „schwarzen Kassen“ geführt. Konten zur Durchführung der Zahlungen wurden im Ausland und auch von Siemensmitarbeitern privat eingerichtet. Teilweise wurde Bargeld auch kofferweise ins Ausland transportiert, um auf den Konten keine Spuren zu hinterlassen. Die beauftragte Wirtschaftsprüfungs­gesellschaft hatte schon 2003 Bargeldzahlungen ohne Nachweise festgestellt und mit Finanzvorstand und Aufsichtsrat besprochen. Bestimmte andere Zahlungen  hat sie als ordnungsgemäß bestätigt. Die Prüfungsgesellschaft fühlt sich getäuscht.

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Relativitätskatastrophe und Abhöraffäre der Telekom

Es folgt nachstehend die 2. Fortsetzung des Abschnittes
„Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen“
aus der Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 von G. O. Mueller

Zitat:

2. Vergleich der Relativitätskatastrophe mit der Abhöraffäre der Telekom 

Die Deutsche Telekom hatte in ihrem zerstrittenen Vorstand Probleme mit Verstößen gegen die Pflicht zur Verschwiegenheit. Wiederholt ist es zu Indiskretionen gekommen. Der Vorstand ist verpflichtet, diese Brüche der Verschwiegenheit zu unterbinden. Anstatt die Staatsanwaltschaft einzuschalten, hat der Vorstand der Telekom den Weg eigener Ermittlungen gewählt. Dabei hat er unter Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften die bei der Telekom anfallenden telefonischen Verbindungsdaten ausgewertet. Damit beginnt der Skandal. Die FAS v. 1.6.08 faßt zusammen:

„In der Telekom wurde geschnüffelt und beschattet, spioniert und intrigiert. Ehemalige Top-Manager haben sich ehemaliger Stasi-Spione bedient. Zu besichtigen ist der moralische Verfall in einem Staatskonzern, einem ehemaligen Monopolisten, der bis zum heutigen Tag von der Regierung als Großaktionär kontrolliert wird. Das gibt der Sache die Würze. Der Skandal sei „schlimmer als die Spiegel-Affäre“, sagen Politiker in Berlin. Von einem Saustall reden sie, der schleunigst ausgemistet gehört.“

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Vergleich der Relativitätskatastrophe mit dem Banker-Skandal

Es folgt nachstehend die 1. Fortsetzung des Abschnittes
„Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen“
aus der Dokumentation Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 von G. O. Mueller:

Zitat:

1. Vergleich der Relativitätskatastrophe mit dem Banker-Skandal der betrügerischen Kredite

Der Kern des Skandals: als unsicher geltende Hypothekarkredite werden von Prüfagenturen als besonders sicher mit der Höchstnote AAA bewertet, damit alle Banken und Kapitalsammelstellen sie sorglos kaufen und handeln können.

Der Betrug ist fein eingefädelt und allgemein so unvorstellbar, daß sogar manche Banker-Profis den Betrug nicht durchschauen und von dem Risiko in ihren Büchern nichts ahnen  –  Profis!

Die intelligenteren Banker durchschauen den Betrug mit den Krediten und organisieren vorsorglich einen weiteren Betrug: sie gliedern diese Kredite in spezielle Gesellschaften aus, die in den Bilanzen der Banken als Eigentümer nicht mehr vorkommen sollen: die Auslagerung von Bankgeschäften aus der Bilanz ist der zweite Betrug zum späteren Schutz vor dem ersten. Man wird sehen, wie er funktioniert.

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Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen Skandalen

Es folgt eine weitere Leseprobe aus der Dokumentation
Das Gedankenexperiment vom Mai 2009 von G. O. Mueller:

Zitat:

Vergleich der Relativitätskatastrophe mit anderen landesüblichen Skandalen 

Um das Wesen der Relativitätskatastrophe unseren Zeitgenossen eindringlich vor Augen zu stellen und verstehbar zu machen, wollen wir die Katastrophe durch Vergleich mit einigen jüngsten in der Öffentlichkeit erörterten Skandalen näher charakterisieren. Manche Strukturen, ihr Funktionieren und die Dimensionen verschiedener Skandale und typische Entwicklungen bei ihrer Aufarbeitung in der Öffentlichkeit werden für den Fall der Relativitätskatastrophe interessante Parallelen und Erkenntnisse liefern.

Denken ist Vergleichen, Prüfen, Urteilen und Erwidern.

Die Publizistik unseres Landes verhängt gern Vergleichsverbote, um das unabhängige, selbständige Denken und seine unerwünschten Urteile zu verhindern.

Gegen diese Denkverbote verstoßen wir permanent, denn Vergleichen ist unsere Hauptbeschäftigung. Wir vergleichen grundsätzlich alles mit allem und prüfen alle Aspekte auf Unterschiede und Übereinstimmungen und bilden dann unser Urteil ohne Rücksichten auf Personen und Interessen.

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