Über das Wesen und die Konstitution der Strahlung

In meinem Beitrag: Wurde Albert EINSTEIN das Opfer der Wissenschaftler seiner Zeit?  habe ich unter anderem auf folgenden Vortrag von Albert Einstein aus dem Jahre 1909 hingewiesen:

Über die Entwicklung unserer Anschauungen über das Wesen und die Konstitution der Strahlung
Dieser Vortrag ist auch in „The Collected Papers of Albert Einstein“, Volume 2, „The Swiss Years: Writings, 1900 – 1909?, zu finden. Im Anschluß an diesen Vortrag fand eine Diskussion statt, die ebenfalls in „The Collected Papers of Albert Einstein“ abgedruckt ist. Der Diskussionsbeitrag von Max Planck beginnt mit folgenden Worten: 

„Wenn ich mir erlaube, einige Worte zu dem Vortrage zu bemerken, so kann ich mich zunächst nur dem Danke der ganzen Versammlung anschließen, welche mit größtem Interesse das, was Herr Einstein vorgebracht hat, angehört hat und auch da, wo vielleicht ein Widerspruch auftauchte, zu weiterem Nachdenken angeregt wurde. Ich werde mich naturgemäß auf das beschränken, worin ich anderer Meinung bin als der Vortragende. Das meiste, was der Vortragende ausgeführt hat, wird ja nicht auf Widerspruch stoßen. Auch ich betone die Notwendigkeit der Einführung von gewissen Quanten. Wir kommen mit der ganzen Strahlungstheorie nicht weiter, ohne dass wir die Energie in gewissem Sinne in Quanten teilen, die als Wirkungsatome zu denken sind. Es fragt sich nun, wo man diese Quanten suchen soll. Nach den letzten Ausführungen von Herrn Einstein wäre es notwendig, die freie Strahlung im Vakuum, also die Lichtwellen selber, als atomistisch konstituiert anzunehmen, mithin die Maxwellschen Gleichungen aufzugeben. Das scheint mir ein Schritt, der in meiner Auffassung noch nicht als notwendig geboten ist.“ 

Hier wird  –  zusätzlich zu den detaillierten Ausführungen Einsteins in seinem o. g. Vortrage  –  deutlich, dass Einstein schon damals erkannt hatte, dass die Maxwellschen Gleichungen fehlerhaft sind und zu verwerfen sind.

Schon in seiner Arbeit von 1905 hatte er dies mit folgenden Worten angedeutet:
„Daß die Elektrodynamik Maxwells – wie dieselbe gegenwärtig aufgefaßt zu werden pflegt – in ihrer Anwendung auf bewegte Körper zu Asymmetrien führt, welche den Phänomenen nicht anzuhaften scheinen, ist bekannt. Man denke z. B. an die elektrodynamische Wechselwirkung zwischen einem Magneten und einem Leiter. . . .“ 

Inzwischen hat eine Reihe von Wissenschaftlern ebenfalls die Unhaltbarkeit der Maxwellschen Gleichungen aufgezeigt. Ich verweise z. B. auf Walter Ritz (1908 bis 1909) und Ivor Catt (1982 bis 2001). Es wird jetzt endlich Zeit, daß diese Grundlage der Relativitätstheorie eingehend aus erkenntniswissenschaftlicher Sicht analysiert wird, statt sie ungeprüft als „gottgegeben“ anzusehen. Man sagt nämlich, Ludwig BOLTZMANN habe den Ausspruch getan: „War es ein Gott, der diese Zeilen schrieb?“, womit die Maxwellschen Gleichungen gemeint waren.

Beste Grüße Ekkehard Friebe

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