Peter Rösch: I. Die Tücken der Materie
Es folgt jetzt ein weiterer Abschnitt aus dem bereits als Buchempfehlung genannten Buch: Peter Rösch: “Ich war Einstein”.
Zitat:
I. Die Tücken der Materie.
Um 1910 hatte Jean Henri Fabre . . ,…………………………………………..
. . . versucht, die Gedanken der Relativitätstheorie auf kosmische Kreisbewegungen anzuwenden. Der allgemeine Befund ist: Bei Zentralbewegungen ergibt sich ein unbehebbarer Widerspruch. Es kann allenfalls eines von beiden Postulaten gelten: entweder der beliebige Wechsel des Standpunktes nach dem Relativitätsprinzip, oder aber Konstanz und Unübertrefflichkeit der Lichtgeschwindigkeit nach den relativistischen Formeln.
Möglicherweise ist aber nicht nur eines davon, sondern sogar beides falsch. Das würde zurückführen zur Physik lange vor Einstein. Sie hat weder das eine noch das andere als Prinzip vorausgesetzt.
Die fiktiven Bewegungen der Relativitätstheorie.
Es kann keine Ausflucht für die Anhänger Einsteins sein, daß es des astronomischen Maßstabes bedurfte, um den Widerspruch zu erkennen. Betroffen ist ebenso das Verständnis der im Zyklotron wirbelnden Subatomarteilchen. Das Versagen der relativistischen Logik zeigt sich durch Fabres Szenario gewissermaßen in astronomischer Fernrohrvergrößerung.
Die Übertragung auf den lebensweltlichen Maßstab des Mesokosmos bringt keinen prinzipiellen Unterschied. Eine im Großräumigen falsche Theorie kann unterwegs zum Mittel-, Klein- und Kleinsträumigen nicht richtig werden.
Ingenieure, denen Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit am Herzen liegt, gehen deshalb unbeeindruckt an den mathematisch aufgeblähten Formeln vorbei und konstruieren nach der Physik aus dem 19. Jahrhundert.
Umso mehr Mißtrauen ist angebracht wenn führende Physiker die Formeln der Relativitätstheorie auf Bewegungen im Bereich des Allerkleinsten und Unsichtbaren anwenden wollen.
Die fiktiven Erfolge der Relativitätstheorie.
Arnold Sommerfeld hatte an der Albertus-Universität in Königsberg bei seinem Lehrer und späteren Kontrahenten Ferdinand Lindemann über Willkürliche Funktionen in der mathematischen Physik gearbeitet. Er startete als Erster den Versuch, eine relativistische Atomphysik zu entwickeln.
Damals hatte der Positivist Ernst Mach noch jedem, der von Atomen sprach, in breitem böhmisch-wienerischem Dialekt die unerbittliche Frage gestellt: „Ham’s scho mal oins g’sehne?“ Die Antwort ist auch heute noch klar . . .
Zwischen 1905 und 1910 war den Anhängern der Atomvorstellung klar geworden, daß die Materiebausteine als kleine Planetensysteme zu betrachten seien.
Sommerfeld tat den zusätzlichen Schritt und behandelte die fraktalen Objekte relativistisch. Er beschrieb die Bahnen der rasch umlaufenden atomaren Elektronen nicht mit den herkömmlichen Bewegungsformeln, sondern bezog den Korrekturterm sqr[1-(v/c)?2] ein. Heraus kamen die Bahnverzerrungen des Sommerfeldschen Atommodells.
Aus Sommerfeld-Atomen bestehende Substanzen würden ein besonderes Licht aussenden.
Glühend heißes Wasserstoffgas läßt durch den Regenbogeneffekt vereinzelte rote, blaue und violette Leuchtstreifen erkennen. Weitere Vergrößerung zeigt, daß jeder Farbstreifen aus noch schmaleren Linien besteht. Diese Feinstruktur der Farbstreifen betrachtete Sommerfeld als die gesuchte Besonderheit. Die relativistisch berechnete Feinstrukturkonstante wird bis heute in den Lehrbüchern angegeben und dabei oft als besonders tiefgründiges Naturgeheimnis dargestellt.
Aber schon Sommerfelds Münchener Fakultäts-Kollege Professor Leo Graetz sprach von
„zweifelhaften Folgerungen der Relativitätstheorie inbezug auf die Spektra“.
Andere namhafte Experimentalphysiker schlössen sich an.
Die nachgewiesenen Unstimmigkeiten konnte „der Husarenoberst“, wie Sommerfeld genannt wurde, noch hochmütig als Meßfehler abtun.
Sommerfelds Hoffnungen auf den Nobelpreis schwanden trotzdem.
Schwächelnde internationale Einflußmöglichkeiten des Deutschen Reiches nach dem 1918 endgültig verlorenen Weltkrieg mögen ein Grund gewesen sein. Der andere Grund war, daß die von Sommerfeld eingesetzten Formeln schlicht nicht aufrechterhalten werden konnten. Das Fabre-sche Szenario hatte Sommerfelds Vorgehensweise als Husarenstück entlarvt.
Die Anwendung der Relativitätstheorie auf die atomare Zentralbewegung mußte von vornherein zu Widersprüchen führen.
(Zitatende)
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Beste Grüße Ekkehard Friebe