Peter Rösch: „H. Äther macht träge“
Es folgt jetzt ein weiterer Abschnitt aus dem bereits als Buchempfehlung genannten Buch: Peter Rösch: “Ich war Einstein”.
Zitat:
H. Äther macht träge.
1910 sollte Einstein . . . . . . . . . . . . .
. . . nach dem Willen seiner Förderer den Nobelpreis erhalten. Als preiswürdige Leistung wurde die theoretische Erklärung der Kaufmannschen Elektronenversuche vorgestellt. Dabei war der Äther als “überflüssig“ bezeichnet worden.
Spätestens zu dem Zeitpunkt muß aber schon klar gewesen sein, daß der Ansatz der Relativitätstheorie verfehlt ist. Das zeigt ja gerade die Analyse des Bewegungsphänomens Massenveränderlichkeit.
Die elastische Äthertheorie hatte die Lösung des Rätsels in der Tat schon bereitgehalten, bevor sich das Phänomen überhaupt bemerkbar machte. Sie setzt eine fast reibungsfreie hyperfiuide Substanz, gleich dem feingasigen Newtonium, voraus.
Die Ernst-Mach-Zahl nach E = mc2.
Um 1800 untersuchte der Mathematiker Pierre Simon de Laplace die Ausbreitung von Gaswellen. Sie entstehen, wenn irgendeine Stelle eines Gasvolumens durch einen Schwingvorgang erregt wird. In der Luft genügt es, mit dem Finger zu schnippen. Es kommt zu einem Druckstoß. Auf der Steile breiten sich die Schallwellen in der Luft räumlich aus und tragen das Geräusch zum lauschenden Ohr.
Laplace entdeckte einen Zusammenhang zwischen der Wellengeschwindigkeit, die sich einstellt, und bestimmten Zustandseigenschaften des Mediums.
Die rechnerische Ausarbeitung führt zur Formel für die massenspezifische Energie, E/m = c2. Ihr zufolge breiten sich Wellen mit einer charakteristischen Geschwindigkeit c aus. Diese hängt also von der Energiemenge E ab, die eine bestimmte Gasmenge m von einem Schwinger aufnimmt.
Bei der Luft bringt zum Beispiel eine klingende Glocke oder der schnippende Finger die Energie ein. Es gelangt stets die Energiemenge 111 Joule in jeweils ein Gramm der Substanz. Die Rechnung führt auf die Schallgeschwindigkeit 1200 Kilometer pro Stunde oder 0,33 Kilometer pro Sekunde. Ihr kommt die Rolle einer Grenzgeschwindigkeit in der Luft zu.
Ein Objekt dieser Geschwindigkeit hat die Machzahl 1. Sie markiert die Schallmauer. Bei „Mach 1“! kommt es in der Tat zu einer schlagartigen Verhärtung der Luft vor dem sausenden Objekt.
Besonders geformte energiereiche Geschosse können freilich die Barriere zur Überschallgeschwindigkeit durchbrechen. Geschützprojektile erreichen das Ziel vor dem Knall.
1895 ermittelte der Physiker Violle in den Kanalrohren von Argenteuil bei Paris abweichende Schallgeschwindigkeitswerte. Sein Fachkollege Mach benutzte für seine Messungen keine Kanal-, sondern Kanonenrohre. In diesen konnte Mach stärkere Pulverexplosionen auslösen. Er fand, daß die Machzahl nicht erst von den abgefeuerten Projektilen, sondern bereits von den Schallwellen im Kanonenrohr übertroffen werden kann.
Durch den hochenergetischen Druckstoß der Explosion erleiden die Gasteilchen extrem starke Versetzungen, was zu anomalen Wellungen in der hocherhitzten Luft führt. Ihr Energieaufnahmepotential nach E/m steigt dabei kurzzeitig über den gewöhnlichen Sättigungswert von 111 Joule pro Gramm an. Schall ist dann gewissermaßen schneller als Schall.
(Zitatende)
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Beste Grüße Ekkehard Friebe