Peter Rösch: „G. Die Gewichtsprobleme der Relativisten“

Aus dem bereits als Buchempfehlung genannten Buch: 
 Peter Rösch: “Ich war Einstein” bringe ich nun einen weiteren Abschnitt:

Zitat:

G. Die Gewichtsprobleme der Relativisten.

Seit 1901 kümmerte sich………………………………………………………….
. . .der Experimentalphysiker Walter Kaufmann in Göttin­gen um die schnellen Elektronen. Er untersuchte Teilchen bei über 200.000 Kilometer pro Sekunde.

Um ihre gefährliche Strahlungsenergie hatten sich kürz­lich Forscher im Nachbarland bemüht. Die in Frankreich verheiratete Polin Marie Curie sollte für die Untersuchung radioaktiver Substanzen ihren ersten Nobelpreis erhalten.

Das von Curie gerade eben entdeckte Element Radium lieferte Kaufmann die starken Betastrahlen, die er für seine eigenen Forschungen brauchte.

Die Waage des Kaufmanns,

Das Radium schleudert unterschiedlich schnelle Elektronen aus. Bei seinen Experimenten ließ sie Kaufmann allesamt dieselbe Lochblende passieren. Dann traf die Teilchensalve auf eine dahinter angeordnete Photoplatte, die dabei elek­trochemisch geschwärzt wurde. Aber ohne weitere Beein­flussung können die ausgeschleuderten Elektronen unter­schiedslos nur einen unscharfen, nichtssagenden Fleck er­zeugen.

Mit einem experimentellen Geniestreich vermochte Kauf­mann die Teilchen zu sortieren. Hinter der Lochblende er­zeugte er querliegend zum Elektronenstrahl sowohl ein Elektro- als auch ein Magnetfeld. Das bewirkt ein Auseinan­derziehen der durchschießenden Elektronen je nach Ge­schwindigkeit und massenspezifischer Ladung. Fachleute sprechen von der e/m-Bestimmung. Die Schwärzung der Photoplatte erfolgt nicht mehr auf einem Fleck, sondern längs einer gekrümmten Linie.

Aus der Kurve ergab sich der Befund, daß schnellere Elektronen eine größere Masse haben müßten. Die Mei­nung eines Professor Weinstein vom Amt für Maße and Gewichte in Berlin, der stattdessen eine abnehmende Elek­tronenladung vermutete, wurde ohne nähere Prüfung ausge­schlossen. Nur der Grad, in dem die Masse mit der Elektro­nengeschwindigkeit zunimmt, wurde noch einige Jahre als fraglich angesehen.

Ende 1905, kurz nach Veröffentlichung der relativistischen Masseformel, sah sich Kaufmann veranlaßt, die geschwärzte Kurve, die sein Elektronenstrahlexperiment auf die Photo­platte gezeichnet hatte, abermals zu untersuchen. Der For­scher kam zum Schluß, daß der Kurvenverlauf mit den For­meln der Lorentz-Einsteinschen Theorie keineswegs korrekt beschrieben sei.

Andere Physiker hatten alternative Formeln vorgeschlagen. Es standen auch mathematische Ausdrücke von Abraham, Bucherer, Thomson zur Diskussion.

Kaufmann fand, daß die Masse sich am ehesten nach der gut begründeten Theorie von Max Abraham verhalte. Die komplizierten Rechnungen Abrahams berücksichtigen die elektrische Ladung der bewegten Teilchen und sind mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie unvereinbar.

Gerade ein Vierteljahr nach der ersten Veröffentlichung war   die   Relativitätstheorie   von   Kaufmann   anscheinend schon erledigt worden. Sie taugt nichts. Die kurze Frist ist nichts Ungewöhnliches, wenn es um neue Ansätze der theoretischen Physik geht. Ungewöhnlich ist, was dann folgte.

(Zitatende)

Lesen Sie bitte hier weiter!

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

Kommentare

  1. Reiner Bergner 7. Juni 2010 (15:13 Uhr)

    Einfach herrlich!
    Ich weiß nicht warum Menschen immer noch an die RT glauben? Merken sie nicht, dass sie dem Dauer-Hagel der Kritik nichts entgegensetzen können? Hagel so groß wie Fußbälle die jeden normalen Menschen unter das Dach der Wirklichkeit flüchten lassen! Warum bestehen sie darauf, dass dieser Hagel ihnen nichts anhaben kann? Einzige Erklärung sie wurden schon getroffen!

    Reiner Bergner

Einen eigenen Kommentar schreiben

Hinterlassen Sie eine Antwort

Erlaubter XHTML-Code: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>