Peter Rösch: „F. Die Hochgeschwindigkeitsphysik“

Aus dem bereits als Buchempfehlung genannten Buch:
 Peter Rösch: “Ich war Einstein” bringe ich nun einen weiteren Abschnitt:

Zitat:

F. Die Hochgeschwindigkeitsphysik.

Der Hammer ist . . . . . . . . . . . . . .
… die wohl älteste technische Errungenschaft der Mensch­heit. Das aus Stiel und Kloben montierte Schlaginstrument nützte seit jeher als Werkzeug genausogut wie als Waffe.

Wer sich zum Beispiel das Gemälde Der Mann mit dem Goldhelm aus der Meisterschule Rembrandts an die Wand hängen mag, kommt um den Gebrauch eines Hammers mit einem Kloben aus angelassenem Hartstahl nicht herum. Das zum Eintreiben des Bilderhakens geeignete Werkzeug wird man mittels der Einprägung auf dem Hammerkloben aussu­chen. 

Massive Körper sind träge und schwer.
Man wählt zum Beispiel einen 200g-Hammer oder einen 500g-Hammer. Der angegebene Zahlenwert spiegelt gleich zwei physikalisch wesentliche Gesichtspunkte wider.

Erstens geht es um einen Unterschied in der Handhabung. Schwingt man den 500g-Hammer, ist dieser viel mühsamer zu beschleunigen und abzubremsen. Unter Anstrengung wird der Hammer auf die notwendige Geschwindigkeit be­schleunigt. Einmal in Gang gesetzt, behält er die Bewegung bei.

Erst eine Gegenkraft, wie sie ein auf die Wand gesetzter Nagel erbringen mag, hält die Bewegung des Hammers auf. Die Bremsung erfolgt unter kraftvoller Stauchung und Ver­schiebung des Materials. Der Physiker spricht von der Träg­heit. Sie macht die Schlagwirkung des Hammers aus. Letzt­lich treibt die Trägheit den Nagel in die Wand.

Zweitens wird der Bastler schon vor dem Schwingen des Hammers feststellen, daß das 500g-Werkzeug schwerer in der Hand liegt. Diese Wahrnehmung ist unabhängig von je­der Bewegung. Sie verweist auf eine zweite Eigenschaft, wel­che mit den Angaben 200g und 500g ausgedrückt wird: die Schwere.

Es handelt sich in Wahrheit um das Auftreten gegenseiti­ger Attraktion. Im Beispiel wirkt sie zwischen Hammer und Erdkugel Sie kann als Kraft angegeben werden. Wenn der Hammer entgleitet, scheint eine unsichtbar gespannte Gum­mischnur kräftig daran zu ziehen. Er bewegt sich aus der Bastlerhand mit steigendem Tempo lotrecht zu Boden. Dabei wird die größere Trägheit des 500g-Hammers, welche Beschleunigen so schwierig macht, durch die größere Attraktion – im Beispiel: eine kräftigere Gummischnur – exakt ausgeglichen. Obwohl der 200g-Hammer weniger träge und deshalb leichter zu beschleunigen ist, könnte er den 500g-Hammer beim gleichzeitigen Herabfallen nicht überholen.

Attraktion und Trägheit stellen sich als zwei Seiten ein- und derselben Münze heraus. Die Physiker denken sich beide im Begriff der Masse vereinigt. Lediglich zur Präzisierung der jeweils gewählten Betrachtungsweise sprechen sie bisweilen von schwerer und träger Masse. 

Eine Falschmünze zum Beispiel verrät sich der prüfenden Hand meist noch nicht durch die Abweichung der schweren Masse. Jedoch bei spielerischem Auf- und Abbewegen des Geldstücks kommt seine träge Masse hinzu. Nun zeigt das Handgefühl einen deutlich wahrnehmbaren Unterschied zur echten Münze an.

(Zitatende)

Lesen Sie bitte hier weiter!

Siehe auch:  Peter Rösch: „E. Das Phantom aus der Mathematik“

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

Kommentare

  1. Gerhard Klose 28. Mai 2010 (14:36 Uhr)

    Ja, wenn heute unsere Super-Beschleuniger am Cern – 7 Terra eV—endlich zugeben würden, dass Elektronen (e-) und Positronen (e+) oder die Protonen (p+) und die künstlichen negativen Protonen (p-) ÜBERLICHTGESCHWINDIGKEIT erreichen, dann wäre endlich der Spuk mit der Massezunahme in Richtung Lichtgeschwindigkeit als Grenze zu Ende. Die Anregungsfelder der
    e-/e+ haben aber keine große Reichweite und kennen keine Grenzgeschwindigkeit, siehe Tunneleffekt-Uni Zürich und G.Nimtz. Die Lichtgeschwindigkeit C kommt erst durch die Verzögerung
    durch Umladung im Äther (EPOLA, M.Simhony) zustande und ergibt die Signalgeschwindigkeit und weite Sicht in den Weltraum sowie die herrliche Wärme von der Sonne.

    Noch wichtiger für eine NEUE PHYSIK wäre, dass das POSITRON nicht mehr als Antimaterie dargestellt wird. Das Positron ist genauso wichtig wie das Elektron und ist Teil unserer Materie oder Äther (M.Simhony – EPOLA-THEORIE). Die e- und e+ aus dem ß-Zerfall geben nur ihre gewaltige Bindungsenergie ab, wie bei der Atomspaltung.

    DAS STANDARD-MODELL MUSS FALLEN. Es gibt keine märchenhafte Wandlung von e-/e+ in Photonen und umgekehrt . Die Photonen als masselose Teilchen sind ein Märchen.

    Die Anziehung zwischen ELEKTRON und POSITRON ist die Kraft ( Gravitation), was die Welt
    zusammen hält und die elektrische Ladung zwischen beiden ist die elektrische Spannung, die uns
    den elektrischen Strom liefert. –ohne dem, was wäre unserer Welt ?

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