Wigbert Winkler: DIE WAHRHEIT UND DIE WISSENSCHA“FFER“

Es folgt jetzt eine weitere Studie aus der Zeitschrift Abenteuer Philosophie, Nr. 120/Ausgabe 2/2010, Seiten 14 bis 15.

Internet: http://www.abenteuer-philosophie.com/ 

Zitat:

DIE WAHRHEIT UND DIE WISSENSCHAFFER
Von Wigbert Winkler

„Das ist wissenschaftlich erwiesen!“ „Die Wissenschaft hat nachgewiesen, dass …“ Solche Sätze hat wohl jeder schon verwendet oder zumindest gehört. Sätze wie diese dienen dazu, die Wahrheit einer Aussage oder Haltung zu belegen.

Andererseits hat wohl jeder schon gehört, dass vor etwas mehr als hundert Jahren ein angesehener Wissenschafter behauptet hat, dass nie etwas, das kein Vogel ist, in der Lage wäre zu fliegen. Dieser Wissenschafter wurde in den letzten hundert Jahren eindrucksvoll widerlegt.
Andere Wissenschafter „wissen“ genau, was sich schon ab einer Milliardstelsekunde nach dem Urknall abgespielt hat. Und gleichzeitig haben die Astrophysiker bisher nur vier Prozent der für ihre Theorien notwendigen Materie im All tatsächlich „gefunden“. Der Rest von 96 Prozent wird durch Schwarze Löcher, Dunkle Materie und Dunkle Energie abgedeckt.
Angesichts solcher Beispiele – man könnte noch viele ähnliche anführen – stellen sich sofort Fragen nach der Wahrheit. Was ist wahr in den Wissenschaften?  

Warum sind wir so wissenschaftsgläubig?
Der Grund für unsere Wissenschaftsgläubigkeit liegt wohl zum größten Teil an dem technischen Fortschritt, der in den letzten Jahrhunderten geradezu atemberaubend war. Gerade da ich dies schreibe, wird in Dubai das höchste Gebäude der Welt mit mehr als 160 Stockwerken und mehr als 800 m Höhe eingeweiht. Technik ist Anwendung von Wissen. Angesichts der großen technischen Leistungen ist die Wissenschaftsgläubigkeit der Weltöffentlichkeit verständlich.

Wie sieht aber die Wissenschaft ihr Verhältnis zur Wahrheit? Sie ist wesentlich bescheidener. Wer wissenschaftlich arbeitet, trifft ganz natürlich auf ungelöste Fragen und dies macht eben bescheidener.

Auch der Vorgang des wissenschaftlichen Arbeitens ist nicht auf „absolute“ Wahrheiten gerichtet. Der Ausgangspunkt in der Wissenschaft sind üblicherweise Beobachtungen. Um die Ursachen für die beobachteten Phänomene zu erhellen, werden Hypothesen gebildet, deren Stichhaltigkeit dann überprüft wird. Da aber jede Theorie nicht mehr als eine Annäherung an die Wahrheit darstellen kann, bleibt sie nur so lange gültig, bis eine bessere an ihre Stelle tritt. Wissenschaftliche Wahrheitsfindung bleibt damit immer subjektiv. Die Objektivität der reinen Wissenschaft existiert nicht.

Natürlich ist das Wissenschaftstheorie. Einzelne Wissenschaftler mögen von ihrer jeweiligen Theorie jedoch sehr stark überzeugt sein und es ist somit verständlich, dass sie diese Überzeugung auch oft klar ausdrücken werden. Auch dies dürft e zur Überschätzung der Wissenschaft beitragen.

(Zitatende)  

Lesen Sie bitte hier weiter!

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

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