Ungültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie: Nur eine Frage der Logik
Auf folgenden Beitrag vom 9. August 2010 im Blog von Jocelyne Lopez möchte ich besonders aufmerksam machen.
Zitat:
Ungültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie: Nur eine Frage der Logik
Ich verweise auf meine Anfrage vom 28.04.10 an das Albert Einstein Institut Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel, sowie auf meinen Eintrag Dr. Markus Pössel bricht die Korrespondenz ab über die materielle oder nicht-materielle Natur der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie und gebe weitere Austausche aus dem MAHAG-Forum wieder:
25.07.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:
Wenn ich die einzige, einmalige materielle Länge l eines Stabes ermitteln möchte, geht es mir nicht darum zu bestimmen, wo im Raum die beiden Enden x1 und x2 des Stabes sich gerade befinden, weil die Orte immer variieren können, sondern geht es mir darum, den materiellen Abstand zwischen den beiden Enden zu bestimmen. Das ist ja auch sinnvoll, weil der materielle Abstand zwischen den beiden Enden sich nicht verändert, wobei die Positionen der beiden Enden im Raum dagegen immer unterschiedlich sein dürfen, ohne dass es eine Auswirkung auf den materiellen Abstand zwischen den beiden Enden hat. Einverstanden?
Wenn also Einstein die beiden Längen l und l’ (ruhende Länge und bewegte Länge eines Stabes) misst und vergleicht, und dabei „findet“, dass sie verschieden sind, handelt es sich eindeutig um einen Messfehler aufgrund eines ungeeigneten Messverfahrens, da es klar ist, dass l und l’ als materieller Abstand zwischen den beiden Enden des Stabes jederzeit gleich bleiben: Es gibt ja keine Ursache, die die materielle Länge verändern könnte. Einverstanden?
Hier bin ich aber nicht einverstanden. Die Ursache ist die Relativität der Gleichzeitigkeit. Diese lässt sich direkt aus der angenommenen Invarianz der Lichtgeschwindigkeit folgern.
Ist diese scheinbar? Wenn nicht, dann ist auch der ganze Rest nicht scheinbar.
25.07.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:
Es ist überhaupt nicht nötig die Relativität der Gleichzeitigkeit zu untersuchen, um die logische Schlußfolgerung zu ziehen, dass die Längenkontraktion scheinbar ist. Die Relativität der Gleichzeitigkeit ist hier völlig überflüssig, sie spielt in der logischen Schlussfolgerung keine Rolle, es ist eine unnötige Ablenkung von der behandelten Frage. Es ist eine ausreichende Erkenntnis zu wissen, dass die Längenkontraktion nicht materiell ist, sprich dass die Ruhelänge und die bewegte Länge eines Stabes in der Realität gleich sind, um ein ungleiches Messergebnis als scheinbar bzw. als Meßfehler zu erkennen. Mehr braucht man nicht zu wissen um zu verstehen, dass die Längenkontraktion ein Schein- bzw. Meßeffekt ohne Realisierung und ohne Auswirkung in der Realität ist. Was die Relativität der Gleichzeitigkeit sagt oder nicht sagt ist für die Klärung dieser Frage völlig irrelevant.
Na, wenn du meinst. :- (
Blöderweise hat die Relativität der Gleichzeitigkeit ziemlich viel mit Synchronisation und Messung zu tun. Ist aber auch Wumpe.
26.07.10 – Zitat von Harald Maurer:
Die Relativität der Gleichzeitigkeit ist nur die Ursache für die unterschiedliche Messung! Sie ist nicht die Ursache für eine konkrete Änderung der Objektlänge. Die gibt es nämlich nicht. Schon aus der unveränderten Eigenlänge des gemessenen Objekts (in seinem Ruhesystem) ersieht man, dass es sich um eine veränderte Messung handelt, und nicht etwa um irgendwelche materiellen Vorgänge in der Struktur des Objekts, welche es schrumpfen ließe. Eine derart fasche Auffassung der Längenkontraktion trägt nicht gerade zum besseren Verständnis der Speziellen Relativitätstheorie bei. […]
26.07.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:
Genau, das ist völlig Wumpe womit die Relativität der Gleichzeitigkeit zu tun hat um richtig zu folgern, ob die Längenkontraktion von Objekten scheinbar oder real (im Sinne von materiell) ist. Wenn es keine physikalische Ursache für die behauptete materielle Kontraktion von Objekten gibt, und es gibt sie in der Speziellen Relativitätsthoerie nicht, dann kann diese Kontraktion nicht real (im Sinne von materiell) sein. Physik ist keine Magie und es gilt auch in der Speziellen Relativitätstheorie das Prinzip actio-reactio von Newton, Einstein hat es nicht aufgehoben, ganz im Gegenteil hat er ausdrücklich vorausgesetzt, dass die Gesetze Newtons für seine Theorie gelten.
Das ist also eine Frage der Logik:
Wenn es für ein Objekt nur eine Wahl zwischen Zustand A oder Zustand B gibt, reicht es aus nachzuweisen, dass es nicht den Zustand B haben kann. Dann hat es den Zustand A. Punkt fertig aus.
Die Kontraktion ist also ohne physikalische Ursache notwendigerweise nur ein Messeffekt. Wie dieser Messeffekt zustande kommt ist ein anderes Paar Schuhe und das interessiert überhaupt nicht für die Klärung der Frage, ob die Kontraktion real ist oder nicht. Für die Klärung dieser Frage genügt nur der Nachweis einer physikalischen Kraft, die die bewegten Objekte verkürzen könnte.
————————————————————————–
Siehe auch:
Längenkontraktion: Die Relativisten in der Klemme
Was meint Dr. Markus Pössel mit “real” und “materiell”?
Länge eines Stabes gemäß Einstein: Was nun?
Die Natur der Längenkontraktion soll nicht eindeutig geklärt werden
In diesen Zug würde auch kein Relativist einsteigen wollen…
Zitatende)
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 13. August 2010
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
- Kommentare (1)
Die Behauptung von Frau Lopez, dass eine Längenkontraktion ohne physikalische Ursache notwendigerweise nur ein Messfehler (und auch ein Denkfehler, sage ich) sein kann, ist völlig richtig, weil sie auch streng logisch ist.
Zu der darauffolgenden Behauptung, dass zur Klärung der Kontraktionsfrage nur der Nachweis einer physikalischen Kraft genügt, wäre folgendes zu sagen.
Dass bei einer relativen Bewegung etwas Physikalisches geschehen kann, ist so sinnlos, dass es keine weitere Beachtung verdient. Bei einer wirklichen, raumbezogenen Bewegung ist es aber sehr wohl möglich. Und tatsächlich ist es auch so. Da spielen Kräfte doch eine wesentliche Rolle. Ihre Fernwirkung bzw. Ausbreitung ist aber, wegen der Trägheit der Energie, nicht unendlich schnell, sondern verzögert (retardiert).
Das hat zur Folge, dass bei einer absoluten Ortsänderung der Kraftquellen, ihre Kraftfelder sich räumlich dauernd neueinstellen müssen. Die Verzögerung bewirkt nach dem Domino-Effekt eine räumliche Schrumpfung der Kraftfelder und damit auch ein Zusammenrücken der Gleichgewichtsorte der entgegengesetzten Kräfte, die die Länge eines materiellen Körpers bestimmen. Der wirklich bewegte Körper erfährt somit eine der Kälteschrumpfung ähnliche Verkürzung ohne jede äussere Krafteinwirkung.
Dieser Umstand wird schon in der klassischen Physik durch die Maxwellschen Feldgleichungen sehr gut, genau und folgerichtig, physikalisch begründet. Die materielle Längenkontraktion nicht relativ, sondern wirklich bewegter Körper ist also nicht bloss eine Annahme, oder eine denkbare Möglichkeit, sondern gerade eine notwendige Folgeerscheinug der bekannten physikalischen, noch vollgültigen Gesetze, die interferometrisch, also experimentell, glänzend bestätigt worden ist.
Damit sollte der von Frau Lopez sehr vernünftig verlangte, objektive Nachweis einer tatsächlichen, physikalischen Kraft(verlagerung) und damit auch die endgültige rationale Klärung der äusserst wichtigen Kontraktionsfrage zugunsten der wirklichen, materiellen Verkürzung wirklich bewegter Körper gegeben sein.
Nach den Maxwellschen Differentialgleichungen, die bisher noch voll gültig sind, und nach deren Lösungen, den retardierten Potentialen, erfahren, wie gesagt, alle Kraftfelder und deren Quellen eine absolute Verkürzung in Bewegungsrichtung, wenn die Quellen sich absolut bewegen. Infolgedessen verkürzen sich auch materiell alle Systeme deren Dimensionen in jedem Augenblick durch das Gleichgewicht entgegengesetzter Kräfte bestimmt werden.
Das heisst, alle materiellen Körper erfahren eine materielle Kontraktion, wenn sie sich relativ zum einheitlichen, gemeinsamen Raum aller wahrnehmbaren Objekte bewegen. Dazu kommt ein auch durch die Trägheit der Energie bedingter Massenzuwachs und ein langsamer Ablauf energieabhängiger Vorgänge (z.B. Uhrengang).
Die tatsächliche, materielle Lorentz-FitzGerald-Kontraktion, zusammen mit den anderen, oben genannten, auch materiellen Änderungen, haben zur Folge, dass ein absolut bewegter Beobachter, mit seinen veränderten Messgeräten, bei einem absolut ruhenden Beobachter genau alle die Veränderungen falsch misst und falsch berechnet, die er selbst aufweist. Dieser Umstand verhindert, wie man leicht einsehen kann, dass diese relativen, gegenseitigen und offensichtlich unvereinbaren Messergebnisse die wirkliche, absolute Bewegung beider Beobachter angeben können.
Also, zusammenfassend: Die absolut bewegten Körper erfahren materielle Veränderungen, die ihrerseits scheinbare Veränderungen bei den anderen relativbewegten Systemen vortäuschen. Als Folgeerscheinung ergibt sich die als relativistische Physik bezeichnete, experimentelle Erfahrung.
Was relative Bewegungen sind, ist jedem von uns klar, Es sind relative Abstandsänderungen zwischen zwei ausgewählten Punkten, ohne jede Angabe über die wirkliche Bewegung dieser beiden Punkte. Was ist aber die wirkliche Bewegung und warum muss man sie doch rational berücksichtigen?
Die menschlichen Raum-, Zeit-, Existenz- und Widerspruchsvorstellungen sind, wie auch selbst Kant richtig erkannte, aprioristische Kategorien der Vernunft, die jedem Gedankengang voran- oder vorausgehen. Sie sind durch die Vernunft weder prüfbar noch beschreibbar. Im Gegenteil, sie bilden das Grundgerüst jeder rationalen Überlegung und Vorstellung. Deshalb konnte uns Einstein unmöglich offenbaren, was wir über den Raum und über die Zeit denken sollen.
Als Physiker durfte er uns höchstens nur auf gewisse Messvorgänge und auf das besondere Verhalten von Messeinrichtungen unter gegebenen Umständen aufmerksam machen. Im Widerspruch mit der gleichzeitigen Behauptung, dass alles eigentlich nur eine Frage unseres Verständnisses von Raum, Zeit und Gleichzeitigkeit ist, versuchte er es trotzdem auch mit der materiellen Erklärung der falschen Uhrensynchronisierung als physikalische Grundlage des Relativitätsprinzips.
Wie aber Poincaré, schon einige Jahre zuvor wiederholt betonte, muss man immer, zusätzlich zu einer möglichen räumlichen Phasenverschiebung von periodischen Vorgängen (z.B. Uhren), stets auch eine materielle Verkürzung und ein Massenzuwachs der absolut bewegten Körper hinzurechnen, wenn zwei relativbewegte Beobachter das widersprüchige, gleiche Ergebnis bei der Messung der relativen Lichtgeschwindigkeit erhalten sollen (siehe seine Anrede anlässlich der Internationalen Messe in St.Louis, USA, im Jahre 1904). Allein mit einer Phasendifferenz der Uhren genügt es also keineswegs, und noch viel weniger, wie es sich Einstein so schön vorstellte, durch die Einwirkung des Beobachters.
Der leere Raum als einziges, gemeinsames, physikalisches Volumen, das die Gesamtheit von allem Wahrnehmbaren beinhaltet, ist nicht nur auch selbst etwas unmittelbar Wahrnehmbares, sondern auch ein von unserem Verstand unzertrennbares, intuitives Grundelement. Und das Gleiche kann man von den wirklichen Bewegungen und der tatsächlichen Gleichzeitigkeit von Ereignissen in getrennten Orten dieses gemeinsamen Volumens sagen. Diese Behauptung braucht man nicht mit irgend welchen Quellen zu vergleichen, denn sie stellt keine persönliche Ansicht, sondern eine allgemeine Erkenntnis über das normale, menschliche Denkvermögen dar.
An dieser Stelle dürfte es angebracht sein, daran zu erinnern, dass selbst Einstein, zur tiefen Enttäuschung und sogar zur erklärlichen Entrüstung vieler seiner Anhänger, in seiner Anrede in der Leidener Universität im Jahre 1920, nach reiflicher Überlegung seiner ursprünglichen Ideen, ausdrücklich die Existenz des absoluten Raumes und des darin ruhenden Äthers zugab und unmissverständlich behauptete. Die Quellenangabe ist im vorstehenden Satz selbst enthalten.
Dass Einstein die relativistische Physik vom Kopf auf die Füsse stellte, darüber kann wirklich kein Zweifel bestehen. Er übernahm von Lorentz, und zwar mit dem gleichen Namen “Über die Elektrodynamik bewegter Körper”, eine mathematisch und physikalisch einwandfrei begründete Theorie, verwarf davon leichtfertig, zusammen mit dem Äther, auch den absoluten Raum und die absoluten Bewegungen, sowie den ganzen konstruktiven Teil, und machte damit aus einer guten physikalischen Theorie, von der er nur die Transformationsgleichungen behielt, eine hinkende, unvollständige und irrationale Philosophie über Raum und Zeit. Der unglaublich naive Versuch sie durch die Uhrensynchronisierung irgendwie zu erklären, machte die Theorie nur noch vernunftwidriger.
Jedenfalls möchte ich die Annahme der Existenz eines absoluten Raumes und einer absoluten Zeit nicht als die Kernbehauptung meiner Ansicht betrachten, sondern vielmehr als ein intuitiver, unmittelbarer Bestandteil der Vernunft, der geradezu durch die logische Notwendigkeit meiner wirklichen Kernbehauptung indirekt als physikalische Realität voll bestätigt wird.
Meine Kernbehauptung, sowie alle ihre Schlussfolgerungen, über die prinzipielle Unmöglichkeit einer tatsächlich gleichen, relativen Lichtgeschwindigkeit bei relativbewegten Beobachtern sind alle rein logischer Natur, bedürfen also keiner Quellenangabe, und lauten folgendermassen:
1. Die Fehlergebnisse bei der Messung der offensichtlich ungleichen Lichtgeschwindigkeiten relativ zu relativbewegten Beobachtern können logischerweise niemals prinzipiell, sondern nur experimentell sein.
2. Da sie rational keineswegs prinzipiell sein können, aber doch experimentell feststellbar sind, können sie physikalisch nur von einer Ungleichheit der von den relativbewegten Beobachtern verwendeten homologen Messgeräten verursacht werden.
3. Da die Messgeräte bei verschiedenen Geschwindigkeiten des Beobachters relativ zum Licht (z.B. beim Erdumlauf um die Sonne) die erwartete Änderung überhaupt nicht anzeigen, müssen sie logischerweise, bei ihren Geschwindigkeitsänderungen relativ zur Lichtausbreitung, auch gewisse, genau ausgleichende, materielle Veränderungen erfahren, die das erwartete Ergebnis offensichtlich verfälschen.
4. Da die materielle Veränderung der Messgeräte logischerweise bewegungsabhängig und bei relativbewegten Beobachtern auch entsprechend ungleich sein soll, um dadurch eine falsche, gleiche Geschwindigkeit relativ zum Licht vortäuschen zu können, muss die bei beiden gleiche Relativbewegung ausgeschlossen und, statt dessen, ihre ungleichen, absoluten Bewegungen angenommen werden. Dadurch wird aber indirekt die zunächst nur intuitive Vorstellung des wahrgenommenen, absoluten Raumes nun auch gerade durch das relativistische Verhalten der Materie und der Energie messtechnisch als physikalische Realität deduktiv bestätigt.
5. Aus den vorstehenden Überlegungen zur Rationalisierung einer experimentell beobachteten Naturerscheinung geht hervor, dass die Existenz des absoluten Raumes und der absoluten Zeit nicht nur ein intuitiver Grundbestandteil der Vernunft, sondern auch eine echte rationalisierende Annahme zur vernünftigen Interpretation der beobachteten Erscheinungen ist. Und zweifellos ist jede rationalisierende Annahme schon allein dadurch genug rechtfertigt, vor allem, wenn sie, wie in diesem Fall, durch die Rationalisierung von unvernünftigen Messergebnissen, -sich also im Endeffekt durch Messungen-, ganz klar als physikalische Realität erweist.
6. Hinzu kommt schliesslich mein Hinweis auf die Tatsache, dass die bewegungsabhängigen, materiellen Erscheinungen der relativistischen Physik, wie die Längenkontraktion, die Zeitdauer
innerer Vorgänge, die planetarische Periheldrehung usw. sich nicht etwa als zwingende Folge eines vermuteten Relativitätsprinzips, sondern als physikalische Konsequenz der retardierten Potentiale der Maxwellschen Feldgleichungen ergeben, die gerade eine als Prinzip bezeichnete experimentelle Erfahrung nun physikalisch und rational erklären. Dieser Hinweis bedarf auch keiner Quellenangabe, da er eine Fachkenntnis jedes minimal informierten Physikers betrifft.
Die Existenz des absoluten Raumes, und damit auch der absoluten Zeit, kann übrigens sehr wohl als physikalische Realität betrachtet werden, da sie eben durch Messergebnisse aller Art eindeutig nachgewiesen wird, die nur durch die Annahme ihrer Existenz und der absoluten Bewegungen in einem solchen, von jedem Menschen sehr gut vorstellbaren Raumvolumen, voll rationalisiert werden können.
Der absolute Raum wird eben durch rationalisierbare Messergebnisse, also durch Messungen, nachgewiesen und dürfte somit als physikalische Realität betrachtet werden. Er stellt eine notwendige Voraussetzung für die Existenz absoluter Bewegungen dar, die ihrerseits unbedingt notwendig für die Rationalisierung der beobachteten Erscheinungen sind.
Die im Interferometer gemessene, kompensierende Kontraktion eines kleinen Bruchteils der Lichtwellenlänge; die bei den hochbeschleunigten Myonen gemessene Verlängerung ihrer mittleren Lebensdauer; der leicht messbare Massenzuwachs hochbeschleunigter Teilchen; die Synchrotronstrahlung und die Doppler-Dipolanisotropie der richtungsabhängigenTemperatur der Hintergrungstrahlung u.A.. stellen doch unverkennbare, absolute, bewegungsabhängige, materielle Veränderungen dar, die in sehr überzeugender Weise von der Existenz nicht relativer, sondern absoluter Bewegungen, und somit auch des absoluten Raumes und der absoluten Zeit, messtechnisch indirekt zeugen.
Dass alle diese materiellen, bewegungsabhängigen Veränderungen, nach der Einsteinschen Erklärung, einfach und allein durch eine irrtümliche Uhrensynchronisierung verursacht werden, kann man wirklich nicht ernst nehmen.
Zu den materiellen, bewegungsabhängigen Veränderungen, die das relativistische Verhalten bedingen, gehört freilich auch die Fehlsynchronisierung von getrennten Uhren, doch nicht durch die irrtümliche Manipulation der Beobachter, sondern durch die, nach der Synchronisierung im gleichen Ort, nachfolgenden Trennung und die dadurch auftretenden materiellen Einwirkungen.
Bei der Trennung durchlaufen beide Uhren im Raum, trotz der gleichen Relativgeschwindigkeit, entweder ungleich lange oder ungleich schnelle absolute Wege, was deren Gang auch ungleich schnell macht und ihre Phasen materiell versetzt. Entgegen der Einsteinschen Erklärung, ist diese Beschreibung mit den oben aufgeführten, materiellen Erscheinungen der physikalischen Relativität vollkommen verträglich und vernunftmässig verständlich. Dabei wird aber ganz klar ersichtlich, dass hierbei die bewegungsabhängige Phasenverschiebung eine physikalische und nicht eine durch die Messvorschrift gegebene Rolle mitspielt.
Da bei der Einsteinschen Auffassung die Uhren bewegungsunveränderlich sind, brauchen die Beobachter ihre lichtsynchronisierten Uhren nur zusammenzubringen, um durch die dann leicht feststellbare Zeitdifferenz beider Uhren ihre absolute Geschwindigkeit zu berechnen. Damit wäre aber das Prinzip der Relativität nicht erfüllt. Man sieht hier leicht ein, wie haltlos Einsteins Erklärung ist.
Was in der Tat geschieht, ist dass die lichtsynchronisierten Uhren beim Zusammenbringen ihren Gang materiell so ändern, dass sie ihren Phasenunterschied genau kompensieren, sodass sie im gleichen Ort synchron erscheinen und dadurch ihre relative Geschwindigkeit zum Licht nicht verraten. Es ist also gerade die materielle Veränderlichkeit des Uhrengangs mit der absoluten Bewegung, und nicht die Einsteinsche Synchronisierung durch die Beobachter, die eigentlich für die experimentelle Erhaltung der physikalischen Relativität sorgt.
Die Lorentzschen Gleichungen beschreiben ganz richtig diese plausiblen Zusammenhänge. Sie sagen aber etwas mehr, und zwar, dass bei der Trennung und anschliessenden Vereinigung der Uhren doch ein Phasenunterschied übrigbleibt. Von den zwei Uhren geht nämlich diejenige nach, die während der Trennung und Wiedervereinigung sich durchschnittlich in einem absolut höheren Energiezustand befunden hat. Dadurch wird aber Einsteins Behauptung, dass nur Relativbewegungen eine physikalische Bedeutung besitzen, und dass dabei keine materiellen Effekte stattfinden, klar widerlegt. Und die physikalische Wirklichkeit der absoluten Bewegung, und damit auch des absoluten Raumes, macht sich hier wieder deutlich bemerkbar.
Ein weiterer Beweis gegen die irrtümliche Ablehnung Einsteins des absoluten Raumes und der absoluten materiellen Veränderungen der Körper mit der absoluten Bewegung ist der bekannte relativistische Doppler-Effekt. Dass er relativistisch ist, hängt nur damit zusammen, dass beim absolut bewegten Beobachter alle zeitabhängigen Vorgänge effektiv und materiell langsamer ablaufen als beim absolut ruhenden. Das kann man mathematisch sehr leicht beweisen.
Zu den vorangehenden Ausführungen muss man hinzufügen, dass alles was dabei über Uhren behauptet wird, auch sinngemäss für alle Energieumwandlungen und damit auch für das Altern von Zwillingen gilt.
Mit freundlichen Grüssen
Herbert Sommer