Kurt Gerhardt: „Der Begriff Geschwindigkeit“

Auf die Homepage von Kurt Gerhardt  möchte ich besonders hinweisen.
Nachstehend bringe ich eine Leseprobe hieraus:

Zitat:

9.  Der Begriff Geschwindigkeit 

Die allgemein gültige Definition der Geschwindigkeit lautet: 
>Die Geschwindigkeit V ist eine vektorielle Grösse. Sie ist der Quotient aus dem zurückgelegten Weg (s) und der dafür erforderlichen Zeit t, also V =ds /d t. < 

Selbstverständlich kann diese Definition nur für eine (1) Relativgeschwindigkeit gelten. Sie bezieht sich immer auf einen(1) Punkt mit der Relativgeschwindigkeit 0. Wie also könnte eine Geschwindigkeit für einen rotierenden Körper definiert werden, wenn sein Mittelpunkt selbst sich um einen anderen Mittelpunkt ausserhalb des Körpers bewegt? Der Körper bewegt sich in einer exakt definierten Zeit und zu seinem Bezugspunkt gleichzeitig über zwei Strecken! 

Zwei Geschwindigkeiten in der Zeit sind zwei Ereignisse. Da sie aber sich auf nur einen(!) Körper beziehen, finden sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort statt. Der Körper bewegt sich z.B. in zwei Richtungen mit gleicher Zeit und gleicher Strecke simultan. Somit sind Strecke 1 und Strecke 2 als s1 bzw. s2 zu bezeichnen. Die Geschwindigkeit ist eine vektorielle Grösse und damit ergibt sich die resultierende Geschwindigkeit aus vektorieller Addition? 

Da  s1 =  -s2 ist folgt daraus:                   

                                          V = s1 + (- s2) / t und somit V = 0!

Jedoch klar für jeden Beobachter sichtbar rotiert das Laborsystem mit jeder beliebigen Drehzahl! Wie also kann eine real resultierende Geschwindigkeit definiert werden? Sie steht offensichtlich mit den Dimensionen im Zusammenhang. Was ist eine Dimension? 

Es ist zwischen geometrischen und physikalischen Dimensionen zu unterscheiden. Geometrische Dimensionen sind Länge, Breite und Höhe (kartesische Raumachsen). Sie stehen für die räumliche Grösse bzw. Ausdehnung eines Raumes. Physikalische Dimensionen sind Weg, Zeit, Masse und Ladung etc. Die TP definiert den Raum mit 3 Raum- und 1 Zeitachse. Der Widerspruch besteht darin, dass die Geschwindigkeit 2-dimensional ist! In der Physik ist eine Dimension die Kennzeichnung einer physikalischen Grösse durch Verknüpfung der Grundgrössen. Die Geschwindigkeit ist die Verknüpfung von Weg und Zeit! Damit ergibt sich für die Masse-Energie-Relation das Problem E zu definieren. Da nach vektorieller Addition die resultierende Geschwindigkeit 0 ist, bedeutet dies: In diesen Fall ist E = 0!  

Wenn man eine beliebig grosse Masse mit einer resultierenden Geschwindigkeit 0 multipliziert, ist E und die Masse ebenfalls 0 und damit nicht existent? Demzufolge stimmt sie manchmal und manchmal nicht? Die Grundgleichung der Masse-Energie-Relation definiert E bekanntermassen mit E = mc(V)2! Der Körper bewegt sich eindeutig aber mit einer resultierenden Geschwindigkeit von 0!? Sieht da die Grundgleichung nicht einigermassen seltsam aus? Es ergibt sich also ein Paradoxon, dass die Grundgleichung zu widerlegen scheint. Dies wäre allerdings eine falsche Schlussfolgerung. Nicht die Grundgleichung ist damit widerlegt, sondern das Newton’sche Kraftsystem. 
  

Begründung:

Zunächst ist zwischen geometrischen und physikalischen Dimensionen zu unterscheiden. Die Geschwindigkeit als eine Grösse bedeutet Bewegung. Diese Bewegung findet im Raum statt. Nun legt der Körper real aber zwei Wege zurück und für beide(!) gilt s/t! Also haben wir auch zwei Zeiten? Wir haben nur die eine Zeit. Wenn man nun als beide Geschwindigkeiten vektoriell addiert ergibt sich trotz beliebig grosser Winkelgeschwindigkeit Null!? Das System bewegt sich, also kann die resultierende Geschwindigkeit nicht Null sein. Muss man nun also beide Geschwindigkeiten vektoriell multiplizieren?

Nun dann  ergibt sich V2 und damit eine Beschleunigung. Das System beschleunigt sich also selbst und damit haben wir ein perfektes PM? Wohl kaum, denn diesen Gefallen tut uns der doppelt rotierende Körper mit Sicherheit auch nicht. Bleibt nur noch die vektorielle Division? Dann ergibt sich (ds/dt) / (ds/dt) = Winkelgeschwindigkeitsverhältnis! Dies ist lediglich das Verhältnis der beiden Einzelgeschwindigkeiten zueinander. Mit einer resultierenden Relativgeschwindigkeit hat dieser Wert noch nicht einmal entfernte Ähnlichkeit!

Und wie bitte könnte man das ganze mit den realen Raumdimensionen in Einklang bringen? Da die Geschwindigkeit sich aus Weg und Zeit definiert und wir real zwei simultane Wege haben ergibt sich:  Weg1 + Weg2 + die Zeit + 3 geometrische Dimensionen = 6 dimensionale Raumzeit!? Könnte man auf dieser Basis eine 6-dimesionale Gravitationstheorie entwickeln? Auch dies kann man sicher ausschliessen. Hier hat der Körper lediglich zwei simultane rotatorische Freiheitsgrade. Andere Körper im Universum haben je nach Bezugssystem jedoch bis zu 6 simultane Freiheitsgrade, womit der Raum je nach gewählten Bezugssystem unterschiedliche Dimensionen hätte?  
  

Genau hier liegt das für die TP unlösbare Problem und damit die Grenze ihrer Möglichkeiten. 

Wie also könnte dieses Problem gelöst werden? Gar nicht! Es muss nicht gelöst werden weil es dieses Problem nicht gibt! Was es jedoch gibt ist eine Zeit, die eine menschengemachte Grösse ist! Im Universum gibt es keine Zeit, es ist zeitlos! Die Zeit als solche ist imaginär und exakt dies geht schon auf H.Minkowski zurück! Bis heute kann die TP mit seiner Definition der imaginären Zeit nichts anfangen! Sie ist simpel nicht in der Lage eine zeitliche Konstante zu definieren die objektiv und richtungsunabhängig (invariant!) für ausnahmslos alle simultanen Winkelgeschwindigkeiten gleichzeitig gilt. 

Den Ansatz der imaginären Zeit kann die TP nicht folgen und weil dem so ist macht sie praktisch das Gegenteil des logisch richtigen. Anstatt die weder absolute (Newton) noch relative (Einstein) Zeit völlig aus ihren Gleichungen der Masse-Energie-Relation zu eliminieren, fügten sie der Zeit auch noch eine Richtung hinzu! Die real gleichzeitigen Rotationsbewegungen laufen jedoch in nur einer (1) Zeit ab!! Damit läuft die Zeit also auch gleichzeitig in verschiedenen Richtungen? Und in welche Richtung läuft nun die Raumzeit, wenn man sie auf die Erde bezieht?

Um nun die Masse-Energie-Relation korrekt darzustellen, muss die resultierende Geschwindigkeit eines Körpers aus einer rotatorischen Doppel- bzw. Mehrfachbewegung errechnet werden. Aber deshalb ist die Grundgleichung der Masse-Energie-Relation nicht falsch, sie gilt aber in dieser Form nur für Lineargeschwindigkeiten (translatorisch)! Sie hat jedoch bei jeder Bewegungsart eine spezielle Form, die dazu im Zusammenhang mit Gravitation noch die Expansions- bzw. Kontraktionsbewegung repräsentieren muss. Wie also definieren sich die von der TP postulierten Zeitpfeile des Universums? (siehe  Kap.3)

Da sie in nur eine Richtung zeigen, sind die simultanen Eigen- und Umlaufrotationen der Planeten absolut auszuschliessen. Dass die Realität anders ist, muss man wohl kaum erklären.  Doppelbewegungen haben auch eine Doppelgeschwindigkeit und damit muss E mit der aus beiden Geschwindigkeiten Resultierenden dargestellt werden. Diese Resultierende kann mit einer Zeitrichtung überhaupt nicht dargestellt werden. Legt man dem Ganzen jedoch das Konzept der imaginären Zeit zugrunde wird alles exakt darstellbar und die Probleme lösen sich. 

Die vektorielle Addition setzt voraus, dass es eine Zeitrichtung gibt, die in der Realität nicht existiert. Somit kann man die resultierende Geschwindigkeit nicht mit vektorieller Addition sondern nur mit  vektorieller Multiplikation bzw. Division der Winkelgeschwindigkeiten berechnen. Die resultierende Geschwindigkeit ist je nach positiver oder negativer Krümmung der Umlauftrochoiden und dem Radius grösser oder kleiner 1m, jeweils das Produkt bzw. der Quotient aus den Geschwindigkeiten der beiden simultanen Freiheitsgrade. Es muss  hier erneut auf den schon genannten Spiegel hingewiesen werden (siehe Kap. 13.3 Das dynamische Gleichgewicht).  

(Zitatende)

Lesen Sie bitte hier weiter!

Beste Grüße Ekkehard Friebe

Kommentare

  1. Gerhard Kemme 12. November 2009 (10:20 Uhr)

    Zitat: „Wie also könnte eine Geschwindigkeit für einen rotierenden Körper definiert werden, wenn sein Mittelpunkt selbst sich um einen anderen Mittelpunkt ausserhalb des Körpers bewegt? Der Körper bewegt sich in einer exakt definierten Zeit und zu seinem Bezugspunkt gleichzeitig über zwei Strecken!“

    Die Frage lässt sich vermutlich einfach beantworten, indem man von dem rotierenden Körper einen ruhenden (Kugel-)Umfang annimmt und dessen Umfangsgeschwindigkeit darauf bezieht. Jetzt käme die Frage, wie man wiederum den ruhenden Punkt auf dem Umfang festlegen soll – doch dies wäre eine Frage, die im Verdacht stände, dass sie nur zum Zwecke des Theoretisierens gestellt würde, denn man könnte z.B. einen Punkt auf dem Erdumfang festlegen, der sich in Opposition zur Sonne befindet oder wem dies zu praktisch wäre, könnte auch einen Punkt zu irgendeinem Fixstern festlegen. Physik sollte auf Spitzfindigkeiten verzichten, wo es möglich ist, sondern Aussagen im Rahmen einer notwendigen Genauigkeit machen und nicht in jedem Falle eine Toleranz von +/- 0 anstreben.
    Auch, wenn es nicht populär ist, so hätte man Nahbereich und Fernbereich zu unterscheiden und in mindestens 99% der Fälle die physikalische Problemlösung und Erklärung eines Phänomens im Nahbereich zu suchen. Wenn man zwei Geschwindigkeiten hat, z.B. die Erdrotation und die Rotation der Galaxie „Milchstraße“ um ihren Mittelpunkt, dann wird man diese zweite Geschwindigkeit der Galaxie vernachlässigen können.

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