In den Darstellungen der Relativistik wimmelt es von Aussagen „ruhend“ und „bewegt“ ohne Angabe eines Bezugskörpers oder Bezugssystems
Es folgt nun Fehler Nr. 6 aus dem Abschnitt Darstellungen zur Relativitätstheorie aus Kapitel 2, Fehler-Katalog der Dokumentation der Forschungsgruppe G. O. Mueller.
Zitat:
S: Darstellungen / Fehler Nr. 6
In den Darstellungen der Relativistik wimmelt es von Aussagen „ruhend“ und „bewegt“ ohne Angabe eines Bezugskörpers oder Bezugssystems
Nach dem Relativitätsprinzip der SRT kann es grundsätzlich nur relative Bewegung und relative Ruhe geben, weshalb ausnahmslos alle Aussagen über Ruhe und Bewegung, seien sie durch Substantive oder Adjektive ausgedrückt, angeben müssen, in bezug worauf etwas ruht oder sich bewegt.
Der Bezug kann ausdrücklich angegeben werden oder auch, wenn der Sachzusammenhang eng und eindeutig ist, über eine längere Passage hin gelten, muß jedoch für jeden Leser zweifelsfrei zu erkennen sein; auf keinen Fall jedoch dürfen beziehungs- und bezugslos stehende Angaben über „Ruhe“ oder „Bewegung“ toleriert werden.
Über diese Forderung nach eindeutigem Bezug für jede Ruhe-/Bewegung-Aussage hat sich bereits Albert Einstein in seiner ersten Veröffentlichung 1905 häufig hinweggesetzt, wie in den Fehlern des Abschnitts E – Bewegung nachgewiesen. In fast allen Darstellungen der Relativistik findet sich ein mehr oder weniger undisziplinierter Gebrauch von Aussagen über „Ruhe“ und „Bewegung“, die jeder Leser selbst rot anstreichen kann und zum Schluß auszählen kann, wenn er will. Jede rot angestrichene Stelle stellt einen Fehler in der Darstellung und folglich in der Argumentation dar. — AE 1905.
(Zitatende)
Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie hier (Seite 168).
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 30. März 2010
- Projekt G.O. Mueller
- Kommentare (1)
Allerdings sollen mit dem verwendeten Instrumentarium dann physikalische Realitäten beschrieben werden – und dies mit neuen Erkenntnissen. Denn so weit waren andere bereits gewesen, dass mit Hilfe von Bezugssystemen Bewegungsvorgänge beschrieben werden – und dies gelangt selbst dann, wenn das Bezugssystem bewegt war. Irgendwie war es erforderlich, eine physikalische Grundlegung zu schaffen. Gut wäre ein postulierter Äther gewesen, wie es Lorentz zumindest ins Gespräch gebracht hatte – doch auf diesen Fixpunkt verzichtete Einstein. Dann die Überraschung für jeden ernsthaften Studenten von seiner Theorie: Er nahm die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Lichtstrahls als Grundlage seines Theoriegerüstes und versah diesen Lichtstrahl mit der Eigenschaft, dass dieser sich in allen Bezugssystemen mit gleicher (Licht-)Geschwindigkeit bewegt. Allerdings wird man in der physikalischen Realität zwischen unterschiedlich schnell bewegten Bezugssystemen und einem Lichtstrahl unterschiedliche Relativgeschwindigkeiten messen. So hat man dann das mathematische Instrumentarium von aufeinander bezogenen Koordinatensystemen und ein unrichtiges Zweites Postulat, wonach die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von den Bezugssystemen immer gleich sein soll. Doch wird selbst die Übertragung der miteinander verbundenen Bezugssysteme hinein in die physikalische Realität schwierig, da der Nahbereich zu einem Objekt immer relevanter ist als entfernte Bedingungen.