Günther Wehr: „Neue Relativitätstheorie“
Kapitel 4 der Dokumentation von G. O. Mueller enthält folgenden Eintrag:
Wehr, Günther 1980
Neue Relativitätstheorie: das Prinzip der Äquivalenz von Masse und Energie als 2. Postulat einer neuen RT. Eine Widerlegung der Speziellen RT aufgrund experimenteller Ergebnisse an Kanalstrahlen /
Günther Wehr. – Frankfurt a. M. (usw.): Lang 1980. 115 S. (Europäische Hochschulschriften. R. 12 (= Physik), 6.) – Status: Kritik. – Quelle: Autopsie.
Nachstehend bringe ich eine Textprobe aus diesem Buch:
Zitat:
VORWORT
Bei einer Betrachtung über Vorgänge in bewegten Bezugsystemen ergab sich rein zufällig eine Feststellung, die sich im Verlauf der weiteren Durcharbeitung als so gravierend herausstellte, daß die zunächst auf nur zwei Heftseiten stehende Überlegung zu einem grundlegenden Baustein der Physik heranwuchs.
Die eigentliche Feststellung war zunächst die, daß bei der formalen Anwendung des Prinzips der Relativierung auf die Zeit, nicht nur eine, sondern zwei relative Zeiten zu definieren sind, die formal in derselben Weise wie die Dopplersche Frequenz- und Wellenlängenänderung zusammenhängen und ebenso streng wie diese von einander zu unterscheiden sind.
Es wäre an sich nichts weiter zu sagen gewesen, wenn sich nicht bei der Anwendung dieser neuen Zusammenhänge auf bekannte Erfahrungsbeispiele gezeigt hätte, daß im Falle der Lichtausbreitung der in heutigen Darstellungen allgemein übliche lineare Dopplerausdruck für die Wellenlängenänderung, nicht nur nach relativistischen, sondern auch nach klassischen Gesichtspunkten falsch ist. Aus dieser Feststellung ist nun der unvermeidliche Schluß zu ziehen, daß das Einsteinsche Prinzip der Äquivalenz von Masse und Energie nicht als eine Konsequenz der Relativitätstheorie zu folgern, sondern als ein Postulat aufzustellen ist. Unter Beibehaltung des Relativitätsprinzips als erstes Postulat ergibt sich damit eine Neue Relativitätstheorie, die alle Erfahrungen auf einfachste Weise erklären kann.
In einer überaus überzeugenden Weise bestätigen denn auch die Meßergebnisse der berühmten Kanalstrahl-Experimente von Ives, Stilwell und Otting diese neue Theorie. Die Überprüfung der theoretischen Aussagen durch die experimentellen Meßergebnisse der Kanalstrahl-Experimente ist so beeindruckend, daß dieser Sachverhalt alleine schon Grund genug ist, dieses Buch zustande kommen zu lassen. Ebenso ausschlaggebend für den Grund einer Veröffentlichung ist jedoch das Finden der wahren Naturgesetze im Falle der Lichtausbreitung, was dem exakt denkenden Naturwissenschaftler in seinem weiteren Suchen und Nachdenken über die physikalischen Zusammenhänge auf diesem Gebiet eine große Erleichterung sein wird. Das vorliegende Buch will ganz im Sinne exakt naturwissenschaftlichen Denkens und Handelns verstanden sein und darüber hinaus das Einsteinsche Prinzip der Äquivalenz von Masse und Energie als eine der großen Leistungen von Albert Einstein würdigen, indem es diesem grundlegenden Prinzip auch den Platz in der Physik einräumt, der seinem fundamentalen Charakter zukommt.
1. EINLEITUNG
Eines der bedeutendsten von Albert Einstein aufgestellten Prinzipien ist das Prinzip der Äquivalenz von Masse und Energie, welches bereits vielmals bestätigt worden ist und heute zum gesicherten Bestand bewiesener physikalischer Erkenntnisse gezählt werden muß. Ein weiterer experimenteller Gültigkeitsbeweis dieses wichtigen Einsteinschen Prinzips kommt mit den Ausführungen des vorliegenden Buches in Form einer exakten Interpretation der berühmten Kanalstrahl-Experimente von Ives, Stilwell und Otting hinzu.
Aus dem Einsteinschen Prinzip der Äquivalenz von Masse und Energie folgt, daß elektromagnetische Wellen in ihrer Eigenschaft als Energie auch die Eigenschaft von Masse besitzen und genau wie jede andere Masse dem Trägheitsgesetz gehorchen müssen:
Eine Masse bleibt solange in Ruhe oder
behält ihre gleichförmige Bewegung bei,
als keine beschleunigende Kraft auf sie
ausgeübt wird.
Man weiß heute sehr genau, daß zur Ausbreitung einer elektromagnetischen Welle kein Medium, welches eine Kraft auf die Welle ausüben könnte, als Träger der Welle erforderlich ist. Nach dem Trägheitsgesetz behalten daher die emittierten Lichtwellen einer in einem Inertialsystem befindlichen Lichtquelle ihre gleichförmige Bewegung gemeinsam mit der Lichtquelle bei. Daraus folgt weiter, daß sich die Lichtwellen einer in einem Inertialsystem S’ befindlichen, allseitig strahlenden Lichtquelle Q, welches sich mit der Geschwindigkeit v gegenüber einem Bezugsystem S bewegt, kugelsymmetrisch ausbreiten müssen (Bild 1. 1). Diese Vorstellung einer Lichtausbreitung entspricht allein klassischen Aspekten und stimmt mit dem Relativitätsprinzip, welches als erstes Postulat einer Relativitätstheorie aufzustellen ist, voll überein.
(Zitatende)
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Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 30. September 2009
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
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