Die Gruppe der Bibliotheken
Nachstehend folgt eine weitere Fortsetzung des Abschnittes „Die bisherigen Ergebnisse unseres Gedankenexperiments“
aus der Dokumentation vom Mai 2009: G. O. Mueller „Das Gedankenexperiment“:
Zitat:
Die Gruppe der Bibliotheken
Eine eigene Gruppe von Adressaten sind die Bibliotheken, von denen das Forschungsprojekt nur erwartet, die als Geschenk zur Benutzung durch die Allgemeinheit zur Verfügung gestellten Veröffentlichungen in ihren Katalogen nachzuweisen und zur Benutzung bereitzustellen. Veröffentlichungen des Projekts wurden bisher an 138 Bibliotheken in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien und den USA versandt.
Keine Bibliothek ist verpflichtet, unaufgefordert zugesandte Geschenke in ihren Bestand aufzunehmen. Jede Bibliothek entscheidet darüber selbständig und unabhängig. Normalerweise werden Bibliotheken ein Geschenk daraufhin prüfen, ob es thematisch zu ihrem Erwerbungsprofil gehört, und ob sie eine vergleichbare oder bessere Veröffentlichung bereits im Bestand haben. Wir wissen, daß es zu unserer Dokumentation der kritischen Literatur zur Speziellen Relativitätstheorie weltweit keine Alternative gibt. Seit 2001 haben 66 Bibliotheken Veröffentlichungen des Projekts in ihre Kataloge aufgenommen: das ist eine Erfolgsquote (66 : 138 = 0,48) von 48 %. Damit haben sich die Bibliothekare ganz entscheidend objektiver verhalten als unsere anderen Adressaten.
Dennoch stellt sich die Frage, warum die übrigen 52 % der Bibliotheken sich nicht zur Aufnahme unserer Veröffentlichungen entschlossen haben. Eine bessere Informationsquelle zur kritischen Literatur über diese Gegenstand gibt es nicht. Also dürfen wir wohl annehmen, daß die Kritik dieser Theorie als nicht erwünscht oder als uninteressant oder überflüssig gilt. Die Bibliothekare gerieren sich als die Gouvernanten ihrer Leser.
Die Ablehnung durch Universitätsbibliotheken scheint besonders stark zu sein; so haben z. B. in der Schweiz und in Frankreich zwar die Nationalbibliotheken katalogisiert, aber keine der Universitätsbibliotheken. In der Schweiz hat die ETH-Bibliothek in Zürich die Dokumentation sogar in den Katalog aufgenommen – und nach zwei Monaten den Katalogeintrag wieder gelöscht.
In Deutschland haben vor allem eine Reihe von Universitätsbibliotheken bisher sämtliche ihnen zugesandten Exemplare offensichtlich in die Papierkörbe entsorgt, in Klammern geben wir die Zahl der Exemplare an: Bayreuth (1); Berlin: Bibliothek des Dt. Bundestages (1); Berlin: FU (5); Berlin: HU (5); Berlin: TU (4); Bremen (1); Dortmund (2); Düsseldorf (2); Erfurt (2); Frankfurt/O. (1); Halle (2); Karlsruhe: Zentralbibliothek der Forschungszentrum Karlsruhe GmbH (1); Kassel (1); Köln (5); Leipzig (3); Magdeburg (1); Mainz (2); Mannheim (1); Marburg (4); München: TU (2); Münster (2); Paderborn (2); Saarbrücken (4); Trier (2); Wuppertal (1). Insgesamt 47 Ex. unserer Veröffentlichungen sind also offensichtlich als Müll entsorgt worden.
Allgemein führen die Bibliothekare Klage, sie hätten nicht genug Geld für den Kauf von Büchern. Da wäre es interessant zu erfahren, welches die Gründe dieser Bibliotheken sind, die weltweit einmalige Dokumentation der Theoriekritik ihren Benutzern vorzuenthalten. Geldmangel kann es nicht sein. Vielleicht verfügen sie heimlich doch über eine noch bessere Dokumentation der kritischen Literatur, die wir nicht kennen?
(Zitatende)
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 4. Juli 2009
- Projekt G.O. Mueller
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