Di Trocchio: „Newtons Koffer“
Newtons Koffer
von Federico Di Trocchio
Newtons Koffer
Verlag: Rowohlt Tb. (2001)
Kurzbeschreibung von Amazon:
In seinem gradlinigen und lockeren Erzählstil durchschreitet Di Trocchio die Galerie der Entdeckergenies auf der Suche nach deren Macken und schildert die Intoleranz, die den "Wirrköpfen" von ihren Kollegen entgegengebracht wurde. Das Credo des Autors: Toleranz für Außenseiter und etwas mehr Skepsis gegenüber dem wissenschaftlichen Establishment.
Als Newton starb, hinterließ er einen Koffer voller Papiere – die meisten davon behandelten Fragen der Theologie und Alchemie. Ein komischer Kauz, dieser berühmte Physiker, ein Magier und Esoteriker, der Erkenntnisse der Himmelmechanik mit der korrekten Interpretation der Heiligen Schrift begründete. Und beileibe kein Einzelfall ! Di Trocchio macht es dem Laien leicht, sich über die Größen der Wissenschaft zu amüsieren und dennoch deren gewagte Denkwege nachzuvollziehen.
Federico Di Trocchio, geboren 1952, ist Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität von Lecce, Casanova-Experte, Chefredakteur der "Encyclopedia Italiana" und Mitarbeiter der italienischen Wochenzeitung "L’Espresso".
Eine Kurzrezension von Harald Maurer:
Eine unterhaltsame populärwissenschaftliche Abhandlung über die "Wissenschafts-Mafia" und ihre Angst um Pfründe, Forschungssaläre und Reputation. DiTroccio beschreibt, wie ganze Theorien aufrechterhalten werden, obwohl es begründete Zweifel an ihnen gibt oder brauchbare Theorien von "Hobby-Wissenschaftlern" verworfen werden, weil man Angst um den Verlust eigener Forschungsgelder hat und gibt dafür Beispiele quer durch die Jahrhunderte.
Eine Rezension von SPIEGEL-Online
- 18. August 2011
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
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