Der stille Protektor W. Röntgen

Es folgt ein weiterer Abschnitt aus dem Buch:
„Der gigantische Betrug mit Einstein“ von Gotthard Barth.

Zitat:

Der stille Protektor W. Röntgen

Schon der Anfang von Einsteins wissenschaftlicher Laufbahn war wunderbar. Die ehrwürdigen „Annalen der Physik“ brachten 1901 die erste Arbeit des einundzwanzigjährigen Fachlehrers. A. F. Joffe, Röntgens Assistent, nannte Einstein einen „ungeschickten Schullehrer“. Joffe, durch seine Arbeiten zur Halbleitertechnik bekannt, wurde später Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

Bis 1905 erschienen in den Annalen 13 Arbeiten des jungen Fachlehrers. Zu seiner berühmten Arbeit „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ schrieb N. Rudakov, Geelong, 1981: „Es ist schwer zu verstehen, warum dieser Artikel, der nur die rohen Umrisse von Ideen enthält, von dem erst später erklärt wur­de, er enthalte die Substanz der speziellen Theorie, als eine der höchsten Leistungen der Wissenschaft angesehen werden konnte, als ein Eckpfeiler der modernen Physik. Und gerade das ist es, was die Physikbücher und die Historiker und Philo­sophen des Establishments uns sagen, und was die Einstein­biographen nie unterlassen, nachdrücklich zu betonen.“

Früher hatte ich die Meinung vertreten, M. Planck sei das trojanische Pferd gewesen, das dem jungen Schullehrer den Zugang zu den Annalen ermöglichte. Diese Meinung war sicher falsch. Planck hat zahlreiche mathematische Fehler in den ersten Arbeiten des großen Mathematikers korrigiert, und zwar rücksichtsvoll nur brieflich. Hätte Planck die Arbeiten Einsteins zur Veröffentlichung angenommen, so hätte er sicher Einstein vor der Veröffentlichung auf diese Fehler aufmerksam gemacht. Er hätte ihm damit die wiederholten, gewiß sehr peinlichen Berichtigungen erspart: „Eine briefliche Mitteilung von Herrn Planck veranlaßt mich dazu, zur Vermeidung eines nahe liegenden Mißverständnisses eine ergänzende Bemerkung beizufügen.“ Etwas weiter heißt es dann: „Bei Durchsicht der Korrekturbogen der genannten Arbeit ist mir leider eine ganze Anzahl Fehler entgangen, die ich berichtigen muß, weil sie das Lesen der Arbeit erschweren.“ Sozusagen Setzfehler des Druckers, die das Lesen erschweren. Es folgen 9 Berichtigungen, im Jahrbuch für Radioaktivität und Elektronik 1907.

Als Einstein als Dozent an die Universität in Zürich kom­men sollte, war das Professorenkollegium dagegen. Erst über Intervention von Planck wurde Einstein akzeptiert. Zu dieser Zeit war, wie Planck selbst in seiner Nobelpreisrede berich­tet, noch keine Rede von einer Quantentheorie. Auch Laue, der 1905 als Assistent Plancks nach Berlin kam, hatte, wie er in seiner Autobiographie erzählt, noch nichts von einer solchen Theorie gehört. Erst in diesem Jahr erfand Einstein die Lichtquanten. Konnte der kaum bekannte Berliner Professor dem Professorenkollegium in Zürich seinen Willen aufzwingen?

Lange hatte ich angenommen, daß hinter diesen Zusammenhän­gen, hinter Einstein, Planck, Laue und Röntgen eine graue Eminenz stand, ein bayrischer Vertreter der katholischen Zentrumspartei. Die zersetzende Aufklärung des 19. Jahrhunderts, der verhängnisvolle Einfluß der „Welträtsel* von E. Haeckel, die monistischen Sonntagspredigten des physika­lischen Chemikers W. Ostwald, hatten unter den Gläubigen großen Schaden angerichtet. Da kam Einstein, der mit dem lieben Gott auf du und du stand, wie uns in zahlreichen Anekdötchen erzählt wird. An die Stelle rationaler Klarheit trat wieder geheimnisvolle, paradoxe Weisheit. Credo, quia absurdum: Das Unverstehbare ist der Urgrund des Glaubens. „Suchen, sogar Beurteilen geschieht in der Hauptsache gefühlsmäßig“, sagte Einstein zu seinem 50. Geburtstag.  

(Zitatende, Link-Einfügung durch Friebe)

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Beste Grüße Ekkehard Friebe

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