Chronologie: „1887 W. Voigt: Transformationsgleichung“
4. Fortsetzung der Chronologie zur Relativitätstheorie von G.O. Mueller
(Kapitel 3 der Arbeit: „Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie“).
Sie finden diesen Beitrag ab Seite 210 unter: http://www.ekkehard-friebe.de/kap3.pdf
Zitat:
1887 W. Voigt: Transformationsgleichung
Bereits 17 Jahre vor H. A. Lorentz (1904) hat W. Voigt die später als Lorentz-Tranformationen bekanntgewordenen und auch von Albert Einstein verwendeten Gleichungen aufgestellt:
VOIGT, WOLDEMAR:
Über das Dopplerische Prinzip.
In: Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Math.-phys. Kl. Nachrichten. 1887, S. 41.
Wieder abgedruckt, mit aufschlußreicher Fußnote, in: Physikalische Zeitschrift. 16. 1915, S. 381-386.
Lorentz selbst hat die Priorität von W. Voigt anerkannt, in einer Fußnote zum Wiederabdruck seiner eigenen Arbeit (von 1904) im Sammelband „Das Relativitätsprinzip / Lorentz, Einstein, Minkowski. 1913“ (S. 10): die von Voigt 1887 gefundene Transformation ist seiner eigenen Transformation von 1904 äquivalent.
Galeczki / Marquardt 1997 (S. 61-63).
1898 P. Gerber: Merkur-Perihel
GERBER, PAUL:
Die räumliche und zeitliche Ausbreitung der Gravitation.
In: Zeitschrift für Mathematik und Physik. 43. 1898, H. 2, S. 93-104.
Stellt 14 Jahre vor der Veröffentlichung von Albert Einsteins ART 1916 eine Formel zur Berechnung der Perihelbewegung des Merkur auf. Damit ist die Erklärung des Merkur-Perihel unabhängig von der Relativistik Albert Einsteins mit der angeblichen Äquivalenz von Gravitation und Beschleunigung gegeben; aus der Ableitung durch die ART ist kein Schluß auf die Richtigkeit ihrer Prämissen möglich.
1902 P. Gerber: Merkur-Perihel
GERBER, PAUL:
Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Gravitation. – Programmabhandlung, Städt. Realgymnasium Stargard in Pommern, 1902. – Abgedruckt in: Annalen der Physik. Ser. 4, Bd. 52. 1917, S. 415-441. – Eingehende Ausarbeitung des Aufsatzes von 1898.
1902/03 Morley / Miller: Ätherdrift = 10 km /sec
Bei Interferometer-Versuchen zwischen August 1902 und Juni 1903 in der Case School of Applied Science, Cleveland, wurde eine Ätherdrift von 10 km/sec beobachtet. Entnommen aus dem erst mit großer Verspätung erschienenen Übersichtsartikel:
MILLER, DAYTON CLARENCE:
The ether-drift experiment and the determination of the absolute motion of the earth.
In: Reviews of modern physics. (USA). 5. 1933, Nr. 3, S. 203-242; darin: S. 207-208.
1904 Morley / Miller: Ätherdrift = 7,5 km/sec
Ort der Beobachtungen: Cleveland Hights, 285 m über Meereshöhe; Quelle: Miller 1933, S. 217.
1904 Hasenöhrl: E = mc²
HASENÖHRL, FRITZ:
Zur Theorie der Strahlung in bewegten Körpern.
In: Annalen der Physik. F. 4, Bd. 15. 1904, S. 344-370. Berichtigung: 16. 1905, S. 589-592.
Hasenöhrl ist nur der letzte Autor vor Albert Einstein 1905 (Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energiegehalt abhängig? In: Annalen der Physik. 18. 1905. S. 639-641), der die Masse-Energie-Beziehung abgeleitet hat.
Theimer 1977 behandelt ausführlich (S. 84-92) die vorausgehende historische Entwicklung: Thomson 1881, Wien 1900, Poincaré 1900 u. 1904, Kaufmann 1901-1905.
Gut 1981 (S. 66-90) liefert eine vorzügliche sorgfältige Studie der ca. 6 verschiedenen Herleitungen samt ihren Fehlern.
Damit ist auch die Masse-Energie-Beziehung als unabhängig von Albert Einsteins Theorien erwiesen.
1904 Lorentz: Transformationsgleichung
LORENTZ, HENDRIK ANTOON:
Electromagnetic phenomena in a system moving with any velocity smaller than that of light.
In: Koninklijke Akademie van Wetenschappen, Amsterdam. Proceedings. 6. 1904, S. 809-831.
Dt. Übersetzung abgedruckt in: Das Relativitätsprinzip. H. A. Lorentz, A. Einstein, H. Minkowski. 1913. – 5. Aufl. 1923, S. 6-25.
(Zitatende) Fortsetzung folgt
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 11. August 2010
- Projekt G.O. Mueller
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