Behauptungen der SRT von realen Längenverkürzungen und Zeitverzögerungen in nur einem von zwei Inertialsystemen widersprechen dem Relativitätsprinzip der SRT, das eine vollständige Reziprozität und Symmetrie zwischen allen Inertialsystemen behauptet
Die Forschungsgruppe G. O. Mueller hat in ihrer Dokumentation Kapitel 2, Fehler-Katalog zahlreiche Fehler der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) zusammengestellt. Nachstehend eine weitere Stellungnahme zum Grundbegriff Bewegung.
Zitat:
E: Bewegung / Fehler Nr. 2
Behauptungen der SRT von realen Längenverkürzungen und Zeitverzögerungen in nur einem von zwei Inertialsystemen widersprechen dem Relativitätsprinzip der SRT, das eine vollständige Reziprozität und Symmetrie zwischen allen Inertialsystemen behauptet
Nach AE 1905 (S. 895) besagt sein Relativitätsprinzip, daß für zwei relativ zueinander geradlinig-gleichförmig bewegte Koordinatensysteme („in gleichförmiger Translationsbewegung befindlich“) dieselben physikalischen Gesetze gelten. Daraus folgen die vollständige Reziprozität und Symmetrie der Verhältnisse beider Koordinatensysteme zueinander; in jedem System wird dieselbe relative Bewegung zum anderen System festgestellt.
Nach v. Laue 1913 (S. 34) gibt es sogar „eine dreifach unendliche Mannigfaltigkeit gleichberechtigter Systeme, welche sich gegeneinander mit gleichförmigen Geschwindigkeiten bewegen“; Laue nennt sie kurz „berechtigte Systeme“. S. 38 führt v. Laue auf zwei Himmelskörpern zwei Astronomen ein, die sich jeder für ruhend halten: „Nach dem Relativitätsprinzip ist dies unentscheidbar, beide Annahmen sind völlig gleichwertig“, wozu die Kritik fragen muß, wo Himmelskörper in inertialer Bewegung existieren sollen, wenn die Gravitation das Geschehen im Weltraum beherrscht.
Mit diesen Aussagen der völligen Gleichberechtigung aller Inertialsysteme (aller: dreifach unendliche Mannigfaltigkeit) stehen alle Behauptungen über reale Kontraktionen von Körpern und reale Zeitverzögerungen in nur einem Inertialsystem in Widerspruch. Diese Unsymmetrie kann aus der SRT nicht begründet werden.
Eine konsequente Anwendung des Relativitätsprinzips würde ergeben, daß diese Effekte, wenn sie real sein sollen, dann in beiden Inertialsystemen real sein müssen: dies würde für jedes der beiden Systeme die Frage aufwerfen, warum sich in ihm Gegenstände verkürzen und Uhren langsamer gehen, nur weil sich ein anderes Inertialsystem relativ zu ihm bewegt? Ohne physikalische Ursache und Wirkung landet man in einem Reich der Geister und Gespenster.
Solange der Widerspruch zwischen einseitigen realen Effekten und dem Prinzip von Relativität und Reziprozität nicht ausgeräumt werden kann, ist die gesamte Kinematik der SRT ungültig, weil alle angeblichen Folgerungen des Kinematik-Abschnitts der Theorie auf diesen Behauptungen einer Unsymmetrie beruhen: Längenkontraktion, Zeitdilatation, Abschaffung der Gleichzeitigkeit, Zwillingsverjüngung. – Speziell zur Längenkontraktion vgl. die Fehler E 11, E 12, E 13, E 14; zur Zeitdilatation die Fehler D 6, D 7, D 8.
Herbert Dingle hat das Physik-Establishment in Großbritannien spätestens seit 1960 mit der Ungültigkeit der SRT konfrontiert, indem er die Frage stellte („Dingles Frage“), mit welchem Argument aus der SRT die behaupteten einseitigen Effekte einer realen Kontraktion der Körper und einer realen Verlangsamung von Uhren in nur einem (von unendlich vielen möglichen) Inertialsystemen begründet werden sollen. Ein solches Argument aus der SRT gibt es nicht.
Dingle hat darauf keine öffentliche Antwort erhalten und über das Ergebnis seiner jahrelangen Anfragen und über seine Erfahrungen mit den verschiedenen Einrichtungen und Gremien der akademischen Physik in Großbritannien im Jahre 1972 in seinem Buch „Science at the crossroads“ berichtet. Seine Initiative war von besonderer Bedeutung durch seine herausragende berufliche Stellung und die Tatsache, daß er selbst bis in die fünfziger Jahre die SRT als gültig vertreten hatte. Abtrünnige und Ketzer werden, wie in den alleinseligmachenden religiösen, so auch in der physikalischen Kirche der Relativistik gnadenlos verfolgt. Vgl. die Veröffentlichungen von Ian McCausland, der sich nach dem Tod von Dingle für eine sachgerechte Würdigung und Beantwortung seiner Anfrage eingesetzt hat, vergeblicherweise.
Es ist anzunehmen, daß eine öffentliche Anfrage wie die von Herbert Dingle in allen Ländern der westlichen Welt von den Physik-Machthabern mindestens ebenso wie in Großbritannien nicht-beantwortet worden wäre.
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AE 1905. – Dingle, Herbert: Relativity and electromagnetism. In: Philosophy of science. 27. 1960, S. 233-253. – Dingle, Herbert: Science at the crossroads. London: Brian & O’Keeffe, 1972. 256 S. – McCausland, Ian: Why n o t discuss relativity. In: Wireless world. N. Y. 86. 1980, October, S. 55. – McCausland, Ian: Science on the defensive. In: Canadian electrical engineering journal. 5. 1980, Nr. 2, S. 3-4. – McCausland, Ian: The twins paradox of relativity : a composite reply to correspondence arising from Professor Dingle’s October article. In: Wireless world. N.Y. 87. 1981, No. 1546, S. 73 – 74.
(Zitatende)
Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie hier (Seiten 77 bis 78).
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 30. Dezember 2009
- Projekt G.O. Mueller
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