Albert Einstein behauptet, der Zeitbegriff sei eine Zeigerstellung von Uhren
Seit mehr als 100 Jahren streiten sich Wissenschaftler darüber, was Zeit eigentlich ist.
Lesen Sie dazu die Stellungnahme der Forschungsgruppe G. O. Mueller in ihrer Dokumentation
Kapitel 2, Fehler-Katalog. In dieser Dokumentation sind zahlreiche Fehler der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) zusammengestellt.
Zitat:
D: Zeit / Fehler Nr. 1
Albert Einstein behauptet, der Zeitbegriff sei eine Zeigerstellung von Uhren
AE1905, S. 893, gibt als „Definition der ‚Zeit'“ (die Anführungsstriche für „Zeit“ stammen von Einstein), „daß ich an Stelle der ‚Zeit‘ die ‚Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr‘ setze. Eine solche Definition genügt in der Tat, wenn es sich darum handelt, eine Zeit zu definieren ausschließlich für den Ort, an welchem sich die Uhr eben befindet“. Und abschließend (S. 894-895): „Wesentlich ist, daß wir die Zeit mittels im ruhenden System ruhender Uhren definiert haben; wir nennen die eben definierte Zeit wegen der Zugehörigkeit zum ruhenden System ‚die Zeit des ruhenden Systems'“. Damit behauptet Albert Einstein zweierlei: (1) daß die Zeit danach definiert wird, was eine Uhr anzeigt; und (2) daß eine Zeit für einen Ort definiert sein kann, und zwar „ausschließlich“, was immer das heißen soll.
Beide Behauptungen sind falsch: die erste, weil der Zeitbegriff vorgängig ist und schon die Konstruktion der Uhr bestimmt, so daß keine spätere Stellung eines Uhrzeigers mehr den Zeitbegriff verändern kann, wie überhaupt das Abgeleitete nicht auf das Originäre zurückwirken kann; und die zweite, weil der physikalische Begriff der Zeit aus dem Vergleichen von beliebigen physikalischen Vorgängen (Bewegungen) im gesamten Beobachtungsraum gewonnen wird, deshalb für den gesamten Beobachtungsraum gilt und nicht mehr nachträglich willkürlich durch das Vorhandensein eines Instruments (Uhr) auf dessen Ort im Raum beschränkt werden kann.
Wenn die Zeit in der Uhr wäre und sich immer nur dem Ort mitteilen würde, an dem die Uhr steht, dann hinge übrigens, nach der Logik Albert Einsteins, die Zeit am Ort von den Gangstörungen der jeweiligen Uhr ab, und hätte ein Ort, an dem sich keine Uhr befindet, keine Zeit: woraus erhellt, daß die Zeit nicht in der Uhr sein kann, sondern von ihr nur angezeigt wird; auch wo keine Uhr die Zeit mißt, existiert der Zeitbegriff und erfolgen alle Veränderungen in der Zeit.
Den Zeitbegriff aus der Zeigerstellung der Uhr zu definieren, verkennt die logisch gegebenen Abhängigkeiten und stellt die gedankliche Konzeption der Zeit, ihren Begriff, genauso auf den Kopf wie etwa die Behauptungen, das Thermometer definiere den Temperaturbegriff, oder das Metermaß definiere den Längenbegriff. Die Verwechslung von Begriff und daraus abgeleitetem Meßinstrument ist leicht zu diagnostizieren und demonstriert wieder einmal die Ahnungslosigkeit Albert Einsteins im Hantieren mit Begriffen und seine mangelnde gedankliche Analyse der Probleme, die zu lösen er beabsichtigt.
Die angebliche Geltung der Zeit nur für den Ort, an dem sich eine Uhr befindet, könnte probeweise akzeptiert werden, wenn er sich selbst daran gehalten hätte: man würde dann gespannt verfolgen, zu welchen Erkenntnissen er damit gelangt. In den übrigen Aussagen seiner Theorie arbeitet er jedoch wieder mit dem geläufigen physikalischen Zeitbegriff, indem seine Uhren eine Zeit auch über ihren Aufstellungsort hinaus, nämlich für ein ganzes ausgedehntes Bezugssystem anzeigen können. Damit widerlegt er selbst seine Behauptung von der nur lokal gültigen Zeit. Daß einmal die Zeit nur lokal gültig sei und ein anderes Mal auch im Beobachtungsraum, würde zwei verschiedene Zeitbegriffe voraussetzen, die in der SRT nicht entwickelt worden sind.
P. Janich 1969 macht klar, daß der Zeitbegriff etwas Normatives ist, eine protophysikalische Setzung, die nicht durch Gangstörungen der Uhren oder bestimmte Zeigerstellungen nachträglich verändert werden kann.
Auch die Behauptung, Zeit sei, was aus der Uhr kommt, ist ein Akt der Magie: die Uhr als Zeitspender. – Der Wechsel zwischen zwei verschiedenen Zeitbegriffen, einem von ihm selbst eingeführten nur lokalen Begriff und dem geläufigen, im Beobachtungsraum geltenden Zeitbegriff der Physik und Astronomie, beweist schlagend, daß auch Albert Einstein selbst mit dem erfundenen nur lokalen Zeitbegriff nicht auskommt, weil er ohne einen im Raum gültigen Zeitbegriff die Naturvorgänge im Beobachtungsraum überhaupt nicht in eine Reihenfolge einordnen könnte. Allerdings will er seinen raumgültigen Zeitbegriff auf die Ausdehnung eines Bezugssystems einschränken: die Einschränkung wird in der Praxis jedoch durchbrochen von allen anderen Bezugssystemen, die relativ zum ersten Bezugssystem ruhen: da sie untereinander starr verbunden sein könnten, muß in ihnen dieselbe Zeit gelten wie im ersten Bezugssystem, womit die von Albert Einstein vorgesehene Einschränkung hinfällig wird. Es gibt entweder nur den Begriff einer magischen Zeit aus der Uhr für den Aufstellungsort oder den Begriff der physikalischen Zeit für den gesamten Beobachtungsraum; man müßte sich entscheiden. Die Astronomen haben sich entschieden.
Janich, Peter: Die Protophysik der Zeit. Mannheim: Bibliogr. Inst., 1969. 177 S. – Spätere Ausgabe: Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1980. 319 S.
(Zitatende)
Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie hier (Seite 61 bis 62).
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 15. Dezember 2009
- Projekt G.O. Mueller
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