37- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“

Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der  Abschnitt 37  der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl.

Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung).

Wärmeenergie und molekulare Energie:

Barth hebt die molekulare Energie als eine eigene Energieform ganz besonders her­vor. Er bringt das Beispiel des kochenden Wassers: „Bei Atmosphärendruck und 100 Grad Celsius bewirkt die molekulare Energie des Wassers einen Übergang in den gasförmigen Zustand. Die Wärmezufuhr liefert nicht die für die Verdampfung nötige Energie. Der Übergang von der flüssigen in die gasförmige Phase wird primär aus der eigenen molekularen Energie gedeckt.

Die Wärme ist also nicht wirkende, sondern auslösende Ursache. Auch der Funke, der eine Explosion auslöst, liefert nicht die in der Explosion frei werdende Energie“ [Anmerkung 251: G. Barth. „Wirkungsgrad und absolute Temperatur“, Wissen im Werden 11/1975, vgl. S. 83]. Dieses Prinzip wurde ja bereits in der Wärme­pumpe verwirklicht.

Heute, im Jahr 1991 ist Barth der Ansicht, dass ein optimaler Wirkungsgrad nicht dadurch zu erreichen sei, dass man 2 Energieformen direkt ineinander umwandelt, son­dern dann, wenn noch eine dritte Energieform hinzukommt. Das ist ja zum Beispiel bei den elektromagnetischen Maschinen der Fall, wo sowohl elektrische als auch magnetische Energie letztlich in mechanische Energie umgewandelt werden. Entgegen seiner ursprünglichen Absicht, das Phänomen „Wärme“ mit Hilfe des Elektromagnetismus zu erklären, hat Barth schon bald den umgekehrten Weg eingeschlagen: Nach seinen Erkenntnissen aus der Wärmetheorie hatte er versucht, Elektrizität und Magnetismus zu erklären; und danach auch eine neue Licht-Theorie zu entwickeln.

Barth verallge­meinerte also später die Prinzipien seiner Wärmetheorie: „Das ganze Geschehen in der Natur ist ein Wechsel von Potentialen… nicht die Energien werden ausgetauscht und umgewandelt, sondern zwischen zwei wirklichen Dingen gibt es Spannungen der ver­schiedenen Energieformen. „Wenn sich eine Potentialdifferenz ausgleicht, dann entsteht eine neue Potentialdifferenz meist einer anderen Energieform. Das ganze Weltgesche­hen ist also ein energetisches Wechselspiel… so ist auch das Licht eine Potentialdifferenz zwischen Quelle und Empfänger.“ [Anmerkung 252: Im Abschnitt über Barths Lichttheorie wird auf diese Zusammenhänge näher eingegangen werden.]

(Zitatende, Fortsetzung folgt)

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

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