29- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“
Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der Abschnitt 29 der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl.
Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.3.2.3 Dipl. Ing. Ekkehard Friebe (Fortsetzung):
Zitat:
Friebe, 1988: „Was sind Physikalische Gesetze?“, Zeitschrift „Raum und Zeit“, 32/1988: „Zur Wissenschaft und Forschung gehört, dass man alles kritisch hinterfragt. Selbst sogenannte Gesetze.“ Friebe vergleicht in dieser Arbeit die Struktur dreier Fragen miteinander:
1) Gibt es eine experimentelle Betätigung des Ohm’schen Gesetzes
2) Gibt es eine experimentelle Bestätigung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit?
3) Gibt es eine experimentelle Bestätigung der Maxwell’schen Gleichungen?
Friebe zieht den Schluss, dass das Ohm’sche Gesetz überhaupt keine physikalische Gesetzmässigkeit sei, sondern eine Definitionsgleichung, die wie jede Definitionsgleichung a priori und unabhängig von experimentellen Befunden gilt, solange die Fachwelt die damit festgelegte Vereinbarung anerkennt.
Für eine Definitionsgleichung gibt es daher weder ein Verifizierung, noch eine Falsifizierung. „Die Annahme der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist unhaltbar. Schon Einstein hat vorgeschlagen, den Begriff der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aufzugeben. Schon 1907 hat er berechnet, wie stark die Lichtgeschwindigkeit von einem Gravitationsfeld abhängig sein müsste, wenn das Relativitätsprinzip in seiner klassischen Form auch auf Lichtausbreitungsvorgänge angewandt werden könnte.“ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Annahme einer absoluten Konstanz von c im Vakuum in mehrfacher Hinsicht unhaltbar ist. „Viele Theoretische Physiker hielten aber das Postulat von der absoluten Konstanz von c u.a. deshalb für richtig und wichtig, weil dies aus den Maxwellschen Gleichungen zur Elektrodynamik folgerte. Dabei wurde angenommen, dass diese Elektrodynamik in ihrem vollen Umfang experimentell bestätigt sei. Deshalb wurde ganz übersehen, dass die Messungen von Eddington 1919, wenn man sie als schlüssig annahm, bereits ein starkes Indiz gegen die absolute Konstanz darstellten…“ [Anmerkung 85: l. c. S. 90]
Schliesslich zeigt Friebe, dass die Maxwellschen Gleichungen „Definitionsgleichungen“ sind.
Friebe, 1988: „Lichtquanten ohne Beweis“, in: „Raum und Zeit“, Heft 33/1988: Auch in diesem Artikel lautet die Grundfrage: Gibt es einen experimentellen Beweis für die Max Planck zugeschriebene Formel E = h.ny. Neuerlich legt Friebe dar, dass es einen solchen Beweis nicht gibt. Er stellt fest: „Die Untersuchungen von Lenard (1902), soweit sie der Lichtquantenhypothese zugrunde liegen, besagen weder etwas über die Geschwindigkeit oder kinetische Energie der „Elektrizitätsquanten“, noch etwas über die Energie oder „Energie pro Zeiteinheit“ der eingestrahlten „Lichtquanten“, sondern lediglich etwas über die frequenzproportionalen „Leerlaufspannungen“ des photoelektrischen Effektes. Der Übergang auf die Energie von „Lichtquanten“ ist rein hypothetischer Natur und steht mit den Messergebnissen in keinem funktionellen Zusammenhang. Auch spätere, sogenannte „experimentelle Bestätigungen“ [Anmerkung 86: Vgl. insbesondere die Experimente von Millikan, 1916] beziehen sich ausschliesslich auf die vorgenannten ‚Leerlaufspannungen‘.“ [Anmerkung 87: E. Friebe (1988): „Lichtquanten ohne Beweis“ in „Raum & Zeit“, Heft 33/88, S.75f]
Friebe, 1988: „Wie es zur Relativitätstheorie kam“, „Raum und Zeit“, Heft 34/1988: Es handelt sich um eine wissenschaftshistorische Analyse. Friebes Fazit: „Als… die mathematischen Fehler in Einsteins Konzept von 1905 durch die Kritik (insbesondere Strasser 1922) aufgezeigt wurden, gab es kein Zurück mehr; zumal Einstein im Jahre 1921 den Nobelpreis erhalten hatte… es wird daher endlich Zeit, dass die Arbeiten von Einstein aus den Jahren 1905 (nach der „Elektrodynamik bewegter Körper“) bis etwa 1912 aufmerksam gelesen und diskutiert werden.“ [Anmerkung 88: l. c. S. 86ff]
Friebe, 1988: „Die Widersprüche der Thermodynamik“, „Raum und Zeit“, Heft 36/1988.
Friebe, 1989: „Probleme der mathematischen Beschreibung von Bewegungsvorgängen“ in „Raum und Zeit“, Heft 38/1989: Friebe zeigt, dass zur mathematischen Beschreibung von Bewegungsvorgängen „eine zweifelsfreie Methode weder bekannt ist, noch angewandt wird… die Behauptung, die Relativitätstheorie sei experimentell vielfach bestätigt, ist nicht stichhältig“. [Anmerkung 89: l. c. S. 88] Friebe argumentiert dies in derselben Weise, wie in seinen früheren Arbeiten.
Friebe, 1989: „Sind die Axiome der Newtonschen Physik widerspruchsfrei?“ in „Raum und Zeit“, Heft 39/1989
Friebe, 1989: „Wer war der erste Kritiker der Relativitätstheorie?“, in „Das Neue Zeitalter“, Heft 39/1989: Diese Arbeit trägt einen Untertitel: „Ein Dialog mit erstem Hintergrund“, in dem zwei fiktive Akademiker, ein Arzt und ein Jurist miteinander über die Relativitätstheorie diskutieren. Friebe hat offenbar deshalb gerade diese Personen für seinen Dialog ausgewählt, weil er auch dem so genannten „gesunden Menschenverstand“ zu seinem Recht verhelfen will. Dort heisst es gegen Schluss:
„Jurist: ‚Es handelt sich hier um eine Irreführung der Öffentlichkeit, die rechtlich leider nicht angreifbar ist, was ich als Jurist besonders bedaure. Denn wissenschaftliche Aussagen unterliegen keiner gesetzlichen Regelung, sondern nur der Beurteilung von Gutachtern. Gutachter beziehen aber in aller Regel ihr Wissen aus Lehrbüchern, die nur äusserst langsam den tatsächlichen Erkenntnissen der führenden Wissenschafter folgen.
Arzt: Jetzt allmählich geht mir ein Licht auf! Kein anderer als Einstein selbst war – neben Walter Ritz, auf den er sich sachlich stützte und der leider schon 1909 im 31. Lebensjahr gestorben war – der erste Kritiker der Relativitätstheorie…“….
Jurist:…ich frage mich: Wie bringt man die Fachleute dazu, diese Arbeiten auch zu lesen?….“ [Anmerkung 90: l. c. S. 35]
Friebe, ohne Datum: „Wurde Albert Einstein das Opfer der Wissenschafter seiner Zeit?“ in „Erfahrungswissen- schaftliche Blätter“ der Psychophysikalischen Gesellschaft e.V., München. Dort heisst es:
„…was konnte Albert Einstein dafür, dass die Fachwelt von damals die mathematischen Fehler in seiner mit 26 Jahren vorgelegten Arbeit nicht erkannt hat? Aus heutiger Sicht muss man wohl sagen: Albert Einstein wurde das Opfer der Wissenschaftler seiner Zeit!“ [Anmerkung 91: l. c. S. 2]
(Zitatende, Fortsetzung folgt)
Beste Grüße Ekkehard Friebe