25- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“

Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der  Abschnitt 25  der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl

Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.3.2.2 Dr. Wolfgang Schmidt (Fortsetzung):

Zitat:

Im Eigenverlag brachte Schmidt heraus: „Neue Aspekte für Forschung und Ener­gietechnik“. [Anmerkung 58: 0hne Datumsangabe] Schmidt betont auch hier wieder, dass es in der Natur in Wahrheit nur irreversible Vorgänge gebe, die streng kausal zu „hochgradigen Ordnungen führen, die die unabdingbare Voraussetzung dafür sind, dass wir die Natur exakt beschreiben können.“ [Anmerkung 59: W. Schmidt: „Neue Aspekte für Forschung und Energietechnik“, S. 1]

Er zeigt auch an dieser Stelle, dass es in der Natur lediglich Fernwirkungen gebe und „man sollte nicht versuchen, gedanklich Fernwirkungen auf Nahwirkungen zurückzuführen, nur weil letztere der angeborenen menschlichen Vorstellung vertrauter sind. Das führt leicht zu unbeweisbaren Behauptungen…“ Ein wichtiger Kernsatz dieser Arbeit ist. „Axiome, mit denen man die physikalische Wirklichkeit beschreiben will, darf man nicht willkürlich setzen, sie müssen evident sein… All die folgenschweren Trugschlüsse der Lorentz-Transformation, die die gesamte moderne Physik beherrscht, beruhen auf einem Versehen von Albert Einstein oder Mileva Maric“.

Schmidt meint damit einen simplen Rechenfehler, den er in dieser Arbeit nachzuweisen vermeint. Auch an dieser Stelle leugnet der Autor die Möglichkeit der Energieabgabe einer Quelle an den leeren Raum (wie auch bei G. Barth, so ist auch für Schmidt „Energie“ eine Relation zwischen mindestens zwei Körpern, bzw. Energieempfängern). So stellt er die Frage: „Gibt es Beweise für die Energieabgabe an den leeren Raum?“ Schmidt disku­tiert weiters die Frage, wie die „hochgradige Ordnung in der Welt“ zu bewerten sei; „Ist sie ein ‚Wunder‘?“ fragt er. Sodann präsentiert er neuerlich sein „natürliches Regel­prinzip“, das Prinzip der „natural control“, das die in der Natur ablaufenden Vorgänge „irreversibel zur Ordnung steuert.“ [Anmerkung 60: W. Schmidt: „Neue Aspekte für Forschung und Energietechnik“, S. 13]  

Es folgt die „Genaue Herleitung von Naturkonstanten aus dem Regelfaktor“. Schliesslich behandelt Schmidt neue Aspekte für eine „Energieversorgung ohne Umweltbelastung“ und weist zum wiederholten Male auf die Notwendigkeit für alle Verantwortlichen hin, Dogmen, die als falsch erkannt wurden, zu überwinden. Schmidt schliesst diese Arbeit mit der schon des Öfteren gemachten Feststellung: „Unsere Welt ist ein Perpetuum Mobile 2.Ordnung. Diese Ausführungen sollen die Wissenschaftler und Techniker anregen, den Vorgängen bei der Zunahme von Ordnung mehr Beachtung zu schenken.“

Eine andere Arbeit Schmidts trägt den Titel „Irreversible Wechselwirkungen und deren Anwendung – ein Beitrag zu neuen Erkenntnissen über die Steuerungsvorgänge in der Natur“. [Anmerkung 61: Erschienen in „DABEI-Kolloquium“ der „Deutschen Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation“ e.V., 1985, Bonn] Mit dieser Arbeit eröffnete „DABEI“ eine Schriftenreihe unter dem Titel „Neue Perspektiven für Forschung und Technik durch Überprüfung naturwissenschaftlicher Grundlagen“. Das Ziel ist die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten, „die ihre Verfasser in den jeweils zuständigen Fachbereichen zumindest schon andiskutiert haben“. [Anmerkung 62: Erschienen in „DABEI-Kolloquium“, S. 3. Näheres über „DABEI“ im Abschnitt „Publikationsmöglichkeiten für Aussenseiter“]

Im Abschnitt „Aufgabenstellung“ dieser Schrift von Schmidt findet sich die grundsätz­liche Feststellung: „Die Physik versteht sich als eine exakte Wissenschaft, die sich an der Wirklichkeit zu orientieren hat. Willkürliche Behauptungen, die grundsätzlich nicht nachprüfbar sind, gehören nach Newton nicht in die Physik. Die Theorie soll Er­gebnisse von Experimenten und Beobachtungen in einen allgemeinen Zusammenhang bringen und sie so erklären, dass es möglich sein soll, über Vorgänge, zu denen noch keine experimentellen Befunde vorliegen, sichere und eindeutige Aussagen zu machen. Stellt man aber nachher fest, dass irgendeine Aussage nicht zutrifft, so war die Theorie entweder unvollständig oder falsch. Steht eine Theorie aber im Widerspruch zu irgendeinem Sachverhalt, so ist sie revisionsbedürftig.“ [Anmerkung 63: Erschienen in „DABEI-Kolloquium“, S. 1]

Der Autor weist darauf hin, dass es jedoch in der Praxis viele einander widersprechende Theorien gebe, die man aus irgendwelchen Gründen nicht aufgeben will; zum Beispiel deshalb, weil sie einfach sind und sich in bestimmten Bereichen verhältnismässig gut bewährt haben, oder weil sie „schon zu oft von anerkannten Wissenschaftern zitiert worden sind, deren Theorien man dann ebenfalls aufgeben musste. Wird eine Theorie von der Lehrmeinung akzep­tiert, dann ist sie zumeist der weiteren Überprüfung entzogen… Wird eine Theorie von der Lehrmeinung akzeptiert, dann ist sie zumeist jeder weiteren Prüfung entzogen.“ [Anmerkung 64: Erschienen in „DABEI-Kolloquium“]

Schmidt fragt sich nun, wie denn nun die Lehrmeinung mit den vielen im Lauf der Zeit zusammengekommenen, einander widersprechenden Theorien fertig wird: „Am besten und am ehrlichsten wäre es natürlich, die Widersprüche deutlich aufzuzeigen. Da man dieses aus verschiedenen Gründen nicht will oder nicht darf, diskutiert man einfach die Tatsache der Widersprüche weg. indem man die Logik abändert und spezielle Logiken für die verschiedenen Bereiche einführt, zum Beispiel die „relativistische Logik“, die „Quantenlogik“ und weitere andere (Peter Mittelstaedt).“ [Anmerkung 65: Erschienen in „DABEI-Kolloquium“]

Schmidt weist daraufhin, dass man, um mit diesen Problemen fertig zu werden, nicht nur auf eine einheitliche Logik verzichten musste, sondern darüber hinaus auch auf das Kausalitätsprinzip; ohne das es nach M. v. Laue und A. Einstein überhaupt keine Wissenschaft geben könne. „Ferner musste man für die – zur Erklärung irreversibler Vorgänge angenommene – Expansion des Weltalls die Erhaltungssätze von Energie und Masse aufgeben. Und schliesslich musste man den Physikern noch zumuten, daran zu glauben, dass es derzeit bereits ….?…. aufeinander senkrecht stehende Geraden gäbe, von denen jede auf jeder anderen senkrecht stünde… In der Natur gäbe es so etwas, nur das menschliche Gehirn sei dafür nicht programmiert. Wer dieses nicht begreifen kann, sei eben für die Physik nicht intelligent genug. [Anmerkung 66: Siehe auch „Fallstudie Gotthard Barth“]

Da kommt einem das Märchen von Andersen ‚Des Kaisers neue Kleider‘ in den Sinn…“ [Anmerkung 67: Siehe auch „Fallstudie Gotthard Barth“, S. 2] Die Zusammenfassung der verschiedenen sich wider­sprechenden Theorien gleicht nach der Auffassung Schmidts einem „überbestimmten“ System. Daher könnten bereits willkürliche Behauptungen, die nach Newton nicht in die Physik gehörten, zu wesentlichen neuen Erkenntnissen führen. „Falsche und wider­sprüchliche Theorien mit der Gewalt der Zensur durch ein anonymes Gutachtersystem aufrecht zu erhalten, widerspricht nicht nur der Verpflichtung der Physiker, sich für Wahrhaftigkeit, Würde und Freiheit in der Wissenschaft einzusetzen, sondern scha­det darüber hinaus auch der Effizienz der aufwendigen Forschung und behindert die technische Innovation.“ [Anmerkung 68: Siehe auch „Fallstudie Gotthard Barth“, S. 3]

Schmidt führt an, dass etwa Planck, v. Laue, Einstein, Heisenberg und viele andere Nobelpreisträger im fortgeschrittenen Alter diese Problematik erkannt hätten und ihre Bedenken deutlich zum Ausdruck gebracht hätten. „Dennoch ist in den letzten Jahrzehnten nichts Entscheidendes unternommen worden. Man ist sich zwar bewusst, dass sich schwerwiegende Irrtümer wie ein Myzel durch das ganze Lehrgebäude hindurchziehen, aber man scheut sich vor der undankbaren Arbeit, die gesamten Grundlagen neu zu überprüfen und neu gestalten zu müssen.“  [Anmerkung 69: Siehe auch „Fallstudie Gotthard Barth“, S. 3]

Mit der Schrift „Neue Erkenntnisse über die Steuerungsvorgänge…“ beabsichtigt Schmidt so­wohl dieser Sache zu dienen, als auch ganz allgemein das Bemühen um die notwendige Überprüfung wissenschaftlicher Grundlagen zu fördern. [Anmerkung 70: Siehe auch „Fallstudie Gotthard Barth“, vgl. S. 3]

(Zitatende, Fortsetzung folgt)

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

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