24- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“
Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der Abschnitt 24 der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl.
Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.3.2.2 Dr. Wolfgang Schmidt (Fortsetzung):
Zitat:
Schmidt: „Die Grenzen unseres Weltalls – eine neue Deutung des Hubble-Effektes“ [Anmerkung 49: Erschienen in „Extraterrestrische Physik“, März 1974, Garching; zit. nach „Pro Kausalität und Finalität“, S.37] Schmidt berechnet in dieser Schrift den Radius unseres Weltalls mit r = 1.66195.1028cm = 1.7568.1010 Lichtjahre und die „Weltmasse“ mit m = 1.923.1055g. Darüber hinaus publizierte Schmidt auch eine ganze Reihe von Aufsätzen. Hier eine beispielhafte Auswahl: „Das Magnetfeld der Erde und seine Umpolung – ein Deutungsversuch mit Hilfe des optischen Dopplereffektes.“ [Anmerkung 50: Erschienen in „Extraterrestrische Physik“, März 1975, Berlin; zit. nach „Pro Kausalität und Finalität“, S.39] „Ein neuer thermodynamischer Effekt – Wärme und Gravitation“ [Anmerkung 51: Erschienen anlässlich der XXIV Rassegna internazionale elettronica nucleare ed aerospaziale, Rom, März/April 1977; zit. nach „Pro Kausalität und Finalität“, S.40] Besonders charakteristische Aussagen in dieser Schrift sind etwa: „Es gibt keinen Wärmetod und keinen Urknall!“ oder „Die Welt ist ein Perpetuum Mobile 2. Ordnung!“.
„Natürliches Regelprinzip erübrigt relativistische Metrik“: [Anmerkung 52: Erschienen in „Pro Kausalität und Finalität“, S.46] „Die Richtung der Zeit gehört bereits in die Naturgesetze!“, „Die Gesetze von Kepler und Newton erklären, was die Welt in Gang hält; der Regelfaktor erklärt, was die Welt ordnet… Der Unterschied zwischen den allgemeinen Naturgesetzen, die nur reversible Vorgänge beschreiben können, und den irreversiblen „phänomenologischen Gesetzen“, wie ihn die heutige Lehrmeinung autoritär vertritt, entfällt durch das natürliche Regelprinzip!“ Bemerkenswert für Schmidts Denken sind ausserdem vier Vorträge, die er im Jahr 1981 vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Giessen gehalten hatte. Die Vortragsreihe trug den Generaltitel „Quellen des Nichtwissens behindern die Forschung nach neuen Energiequellen“. [Anmerkung 53: W. Schmidt (1981): „Quellen des Nichtwissens“, Neustadt]
Schmidt hat diese Schrift „in Verehrung dem Wissenschaftstheoretiker Sir Karl Popper“ gewidmet. Die Vorträge behandeln „wirklichkeitsfremde Dogmen, die die Forschung behindern.“ [Anmerkung 54: W. Schmidt (1981): „Quellen des Nichtwissens“, Neustadt, S. 1]
Der ‚Autor weist zunächst darauf hin, dass der Begriff „Quellen des Nichtwissens“ von K. Popper stammt, womit wissenschaftliche Dogmen bezeichnet werden, die für lange Zeit verhindern, dass prüfbare Realitäten zur Kenntnis genommen werden können. Als Beweis der „Nicht-Zurkenntnisnahme“ von prüfbaren Realitäten fügt Schmidt in seinen Vorträgen eine Patentbeschreibung und eine ausführliche Erläuterung bei. [Anmerkung 55: Vgl. „Sachsze–Schmidt-Generator“ im Abschnitt über W. Sachsze.]
Schmidt geht es in seinen Vorträgen um die Behandlung dogmatischer Glaubenssätze der theoretischen Physik, die seiner Ansicht nach nie gründlich überprüft wurden und die, wie er zu beweisen glaubt, nicht nur falsch sind, sondern auch ein „echtes Hindernis für… die Forschung“ darstellen. [Anmerkung 56: Vgl. „Sachsze–Schmidt-Generator“ im Abschnitt über W. Sachsze, S. 3]:
„Jeder Physikstudent, der sein Examen ablegen will, und jeder Physiker, der einen Lehrauftrag anstrebt, hat sich kritiklos zu folgenden Glaubenssätzen der Lehrmeinung zu bekennen:
1. Es darf keine prüfbare Definition von absolut gleichen Vorgängen in zueinander bewegten Systemen geben. Es darf keine Definition von absoluter Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen in zueinander bewegten Objekten geben. Diese Sätze sind durch den ersten Vortrag eindeutig widerlegt.
2. Energie breitet sich im leeren Raum… kugelförmig aus. Demnach geht alle Energie im leeren Raum, ohne eine Wirkung zu hinterlassen, verloren. Dieser Satz wird durch den zweiten Vortrag in Frage gestellt.
3. Einsteins Additionstheorem für Geschwindigkeiten soll auch für Entfernungsänderungen pro Zeit von mehreren Objekten gemessen mit gleichen Einheiten gelten. Alle Distanzen auf den Weltlinien, auf denen Licht oder Energie übertragen werden, sind Null. Dieser Glaubenssatz wird durch den dritten Vortrag widerlegt.
4. Die Lorentz-Transformationen von Längen, Zeiten, Masse und Energie seien durch physikalische Fakten belegt. Es wurde durch den vierten Vortrag bewiesen, dass alle bekannten Ableitungen der Lorentztransformation auf ganz triviale Rechenfehler zurückzuführen sind.
Schmidt ist der Überzeugung, dass, obwohl diese „erheblichen Denk- und Rechenfehler allgemein bekannt sind“, nach wie vor jegliche Kritik an diesen seit langem umstrittenen Glaubenssätzen in Publikationsorganen durch die Beiräte der multinationalen Fachpresse wie Springer und Vieweg völlig unterbunden sei. „Nach Karl Popper gilt eine wissenschaftliche Theorie… nur so lange, solange sie nicht durch Tatsachen widerlegt ist. Für Dogmatiker gilt der von Dirac häufig ausgesprochene Satz: „If any experiment contradicts a beautiful idea, let us forget on experiments.“ Und Schmidt weiter: „Wer es wagt, gegen diese Glaubenssätze zu verstossen, hat von vornherein keinerlei Aussicht, dass seine Arbeiten durch öffentliche Mittel gefördert werden. Wer hingegen unter absolut falschen Voraussetzungen kostspielige Versuche durchführt, vergeudet Steuergelder.“ Die Titel der einzelnen Vorträge lauten:
1. „Absolute Gleichzeitigkeit durch Verhältniszahlen definierbar“
2. „Physik ohne Feldtheorie“
3. „Ein Additionstheorem und Strahlungsenergie durch Änderung von Flächengeschwindigkeiten“
4. „Untersuchung über den Gehalt an ‚physikalischer Wirklichkeit‘, der in die Lorentz-Transformation eingegeben worden ist“
Schmidt fügt diesen vier Vorträgen „als ein Beispiel von vielen Folgerungen aus dem Verzicht auf überflüssige Dogmen“ sein bereits mehrfach besprochenes Verfahren zur Energiegewinnung an, sein „Verfahren zur Gewinnung von Energieleistung aus der Masse-Energie-Äquivalenz bei der Entstehung von Protonen“. Im Anhang präsentiert Schmidt das ebenfalls schon besprochene „neue Atommodell“, das er gemeinsam mit Sachsze entwickelt hatte; ein Modell, das, wie Schmidt argumentiert, „ohne irgendwelche Hypothesen allein aus den einfachsten Grundtatsachen entwickelt werden konnte“. Anlässlich der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft im Jahr 1974 hielt Schmidt vier Vorträge unter dem Generaltitel: „Über das natürliche Regelprinzip“: [Anmerkung 57: Erschienen im „Physik-Verlag-GmbH“, Weinheim]
1. „Neues Atom- und Atomkern-Modell“
2. „Neue Deutung des Hubble-Effektes – Rotiert das Universum?“
3. „Mehr Anschaulichkeit in der Physik durch bereinigte Begriffe“
4. „Wann und wo nimmt die Entropie zu und ab?“
Im Anhang stellt sich Schmidt dann die Frage nach dem „realen Sinn der Lorentztransformation“.
(Zitatende, Fortsetzung folgt)
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 18. April 2011
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
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