21- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“
Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der Abschnitt 21 der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl.
Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.3.2.2 Dr. Wolfgang Schmidt:
Zitat:
Nach Schmidt sind es gerade diese nicht aufgeklärten Irrtümer – die Popper’schen „Quellen des Nichtwissens“ – die die Forschung nach neuen Wegen zur Energieversorgung behindern. Die „Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation e.V.“, Friedrich-Ebert-Allee 39, 5300 Bonn l, in der Schmidt ebenfalls aktiv ist, hat sich mit der Schriftenreihe „DABEI-Colloquium“ die Aufgabe gestellt, „neue Perspektiven für Forschung und Technik durch Überprüfung naturwissenschaftlicher Grundlagen“ zu erarbeiten und zu diskutieren. In einem anderen Vortrag, den Schmidt zum Thema „Neue Aspekte für eine Energieversorgung ohne Umweltbelastung“ bei einer Tagung der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“, („Didaktik 87″) gehalten hat, vertritt er ebenfalls die Ansicht, dass es lohnend wäre, sich intensiv mit der Mechanik von Strudeln, Luftwirbeln und Zentrifugen zu beschäftigen:
„Wenn die Entstehung eines Wirbels einmal eingeleitet wurde, macht er sich unter bestimmten Bedingungen selbständig, sammelt Energie von seiner Umwelt durch Erzeugung von Wärmeflüssen von kälteren Zonen zu wärmeren. Ein Taifun erzeugt in den Tropen seine mechanische Energie durch starke Abkühlung der Umwelt und durch Erzeugung von Eishagel. Er kümmert sich nicht um den 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Hierbei ist auf die Entstehung von durch die Geschwindigkeiten modifizierte Coulombkraft zu achten.“ Darüber wird derzeit in der „Werkstatt für dezentrale Energieforschung“ e.V. Prinzessinnenstrasse 20, 1000 Berlin 61, gearbeitet. „Unsere Welt ist ein Perpetuum Mobile 2. Ordnung. Diese Ausführungen sollen die Wissenschaftler und Techniker anregen, den Vorgängen bei der Zunahme von Ordnung mehr Beachtung zu schenken.“
Publikationen:
„Pro Kausalität und Finalität“, zum 16. Weltkongress für Philosophie, Düsseldorf 1978. 3.Aufl.,e.V.:
Gleich zu Beginn dieser Arbeit bezieht sich Schmidt auf A. Einstein: „Seine Prämissen waren richtig, es gibt, keinen Äther, c ist eine invariante Naturkonstante und es gibt keine absoluten Geschwindigkeiten zum leeren Raum. Mit diesen Prämissen erhält man aber, wenn man mathematische Kunstfehler vermeidet, eine Alternative zur Relativitätstheorie mit den Konsequenzen, die Einstein stets vermutete und nach denen er sein Leben lang suchte.
Die Alternative besteht darin, dass nur die realen Kraftvektoren und die Lichtwege von den relativen Geschwindigkeiten der Objekte abhängen und nicht die gedachten Koordinatensysteme, denen keine Realität entspricht. Die Relationen bleiben dabei erhalten, werden aber umgekehrt. Daraus entsteht das natürliche Regelprinzip, nach dem sich die Welt in Richtung auf optimale Grenzwerte ordnet. Die Wirkungsquanten sind solche Grenzwerte von Drehimpulsen, die überall im‘ atomaren Bereich kausal entstehen.“[Anmerkung 36: W. Schmidt (1978): „Pro Kausalität und Finalität“, S.1]
Schmidt stellt sodann 5 Thesen auf:
1) Abstandsänderungen sind kontinuierlich, räumliche Ausdehnungen von Umlaufsystemen zeigen diskontinuierliche Grenzwerte.
2) Impulsübertragungen brauchen die Zeit r/c, während der sich die Entfernungen ändern.
3) Unter Berücksichtigung dieser Übertragungszeiten steuern Kraftgesetze Vorgänge zu optimalen Ordnungen.
4) Kausal entstandene Ordnungen sind weitgehend unabhängig von Ausgangsbedingungen und Störungen.
5) Das akausale Hinsteuern zu optimalen Grenzwerten der Ordnung ist Finalität.
Diese kurzgefassten Thesen enthalten eine grundsätzliche Asymmetrie der Zeit und scheinen daher in krassem Widerspruch zum gegenwärtigen physikalischen Weltbild zu stehen, das nach Ansicht Schmidts heute noch die offizielle Lehrmeinung autoritär vertritt. Der wesentliche Grundgedanke ist folgender: Alle erkennbaren Realitäten sind nur die wechselseitigen Wirkungen der Objekte und Vorgänge untereinander; die Übertragung der Wechselwirkungen braucht Zeit, während der sich ein „negativer Rückkopplungsvorgang“ regelnd und steuernd auswirkt, der irreversibel zu Grenzwerten der Ordnung führt. Überall in der Natur beobachten wir irreversible Vorgänge, die scheinbar „geordnete Ziele“ ansteuern und auf zufällige Störungen zu reagieren vermögen. „Die Zeit zeigt deutlich eine Asymmetrie. Dieses Denkprinzip ist nicht nur für den Makro- und den Mikrokosmos, sondern auch für alle Bereiche der Naturwissenschaften, einschliesslich der Gesellschaftswissenschaften anwendbar.“ [Anmerkung 37: W. Schmidt (1978): „Pro Kausalität und Finalität“, S. 1]
Karl Popper schrieb 1974 über Schmidts Arbeit:
„Ich habe diese Arbeiten mindestens dreimal gelesen, und – sofern die Berechnungen stimmen – liegt hier eine wirklich revolutionäre Reform der ganzen Physik, ja der gesamten Naturwissenschaften vor.“ [Anmerkung 38: W. Schmidt (1978): „Pro Kausalität und Finalität“, S. 3]
(Zitatende, Fortsetzung folgt)
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 12. April 2011
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
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