03 – Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“
Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der Abschnitt 3 des Vorwortes der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl:
Zitat:
Die Wissenschaftsgeschichtsschreibung kennt viele berühmte Aussenseiter oder besser: bedeutende Wissenschafter, die häufig aus verschiedensten Gründen als Aussenseiter klassifiziert werden. An dieser Stelle seien beispielhaft etwa die Namen Faraday, Einstein, Joule, Chladni, Mayer oder Wallace genannt. Da die Gründe dafür, dass ein Forscher als Aussenseiter eingestuft wird, äusserst vielfältig sind, war es zunächst notwendig, im ersten Kapitel den äusserst vielschichtigen Begriff „Aussenseiter“ zu analysieren. Im Anschluss daran, geht es darum, charakteristische Kennzeichen, die zumindest einigen Aussenseitern anhaften, zu bestimmen. Im Einleitungskapitel werden aber zum Beispiel auch grundlegende wissenschaftsoziologische Fragen und ethologische Parallelen behandelt.
Im zweiten Kapitel, dem historischen Teil, versuche ich, auf Grund biographischer Details einiger herausragender Aussenseiter, die durch ihre Leistungen in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen sind, psychologische, soziologische und andere Aspekte aufzuzeigen, um so einen Beitrag zu einer erweiterten Bewertung von „Aussenseitern der Gegenwart“ liefern zu können.
Die Beispiele aus der Wissenschaftsgeschichte wurden aus den Bereichen der Physik, Chemie, Astronomie und Biologie gewählt.
Neueste, bisher weitgehend unbekannte, weil kaum veröffentlichte Forschungsergebnisse wurden im Abschnitt über Joseph Loschmidt berücksichtigt, wobei es um die Tatsache geht, dass Loschmidt zwar als Physiker höchste Anerkennung gefunden hat, aber als Begründer der modernen Strukturchemie bisher völlig übersehen, missachtet und (im negativen Sinne des Wortes) als „Aussenseiter der Chemie“ eingestuft worden war. Im Kapitel Gegenwart lege ich das Ergebnis umfangreicher Recherchen vor, die sich auf die derzeitigen „alternativen Hauptströmungen“ im deutschsprachigen Raum beziehen. Weiters wird aufgezeigt, welche „Aussenseitergemeinschaften“ in Deutschland, Osterreich und der Schweiz zur Zeit existieren, welche Ziele verfolgt werden, welche Kommunikationsformen praktiziert werden und mit welchen (zum Teil recht originellen) Methoden Aussenseiter versuchen, auf ihre wissenschaftlichen Bemühungen aufmerksam zu machen.
In einem persönlichen Gespräch mit dem ehemaligen Präsidenten des „Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung“ Univ.Prof.Kurt Komarek erfuhr ich, dass diese Institution auch die Forschungen einiger echter Aussenseiter finanziell fördert; dies kommt ebenfalls im dritten Kapitel dieser Arbeit zur Sprache.
Sodann gehe ich im Rahmen ausführlicher Fallstudien auf fünf in Österreich lebende, namhafte Aussenseiter ein: auf den Physiker und Philosophen Gotthard Barth, die „Wasserspezialisten“ Viktor und Dipl.Ing.Walter Schauberger, den Physiker Stefan Marinov und schliesslich auf Prof.Dr.Hans Hass, der hier insofern eine Sonderstellung einnimmt, als er nur zu einem Teil seiner wissenschaftlichen Persönlichkeit eine Aussenseiterposition innehat.
Im letzten Kapitel werden schliesslich Fragen der „anderen Sprache“ vieler Aussenseiter und die Themen der „Toleranz“ und der „Gerechtigkeit des Systems Wissenschaft“‚ behandelt.
Während des Verfassens dieser Dissertation lernte ich unter der fürsorglichen Anleitung von Prof. Erhard Oeser und Doz. Gerhard Schwarz, von denen ich stets wertvolle Anregungen erhielt, mich bei einem derart komplexen Thema nicht zu sehr zu verlieren, welche grundlegende Systematik zu befolgen, und welche „grosse Bögen“ zu beachten waren.
Grosse Unterstützung erfuhr ich auch durch die Herren Univ.Prof. Herbert Pietschmann, Univ.Prof. Rupert Riedl, Univ.Prof. Herbert Ballczo, Univ.Prof. Erwin Ringel, Dr. Alfred Bader, Univ.Prof. Christian Noe, weiters durch Univ.Prof. Kurt Komarek und Univ.Prof. Helmut Rauch seitens des „Wissenschaftsfonds“ und in jüngster Zeit durch Prof. Dr. Hans Hass.
(Zitatende, Fortsetzung folgt)
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 24. Februar 2011
- Deutschsprachige Kritik der Relativitätstheorie
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