54- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“

Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der  Abschnitt 54  der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl.
Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.8 BarthsDipoltheorie auf der Basis der griechischen Dialektik“

Zitat:
Zur Entstehung des Lichtes:
Barth definiert: „Das Licht ist eine energetische Relation zwischen physikalischen Körpern,… Zwischen den Körpern, im leeren Raum gibt es kein elektromagnetisches Medium: keinen Lichtäther, kein elektromagnetisches Feld, kein „bevorzugtes Maxwellsches Bezugs-System“. Zwischen den Körpern, zwischen Sonne und Erde zum Beispiel gibt es einen vielfältigen Strom materieller Partikel, die sich mit einer Geschwindigkeit bewegen, die kleiner ist als die Grenzgeschwindigkeit c. Aber das Licht, die elektrische Wechselwirkung zwischen wirklichen physikalischen Körpern, wird weder durch Pho­tonen, noch durch sonstige, sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegenden Partikel übert­ragen. Diese meine Vorstellungen weichen völlig von allen zur Zeit geltenden Theorien ab. Dennoch, die Grundlagen zu dieser Theorie wurden, wie wir gesehen haben, schon von den alten griechischen Dialektikern geschaffen.“

Ebenso abweichend von der Schulmeinung ist Barths Erklärung der Lichtemission: Das Licht entsteht weder durch mechanische Schwingungen von Ladungsträgern und auch nicht durch das Springen von Elektronen, auch nicht durch periodische Veränderung der Wahrscheinlichkeit: „Es ist ein grosses Wagnis, das Verbot der Atomisten zu übert­reten und das Unteilbare zu teilen: die elektrische Elementarladung. Nur wenn sich die elektrischen Ladungen im atomaren Bereich ebenso verhalten wie in den makrophysi­kalischen Hertz’schen Oszillatoren, nur dann kann man die elementare Lichtemission als elektrische Schwingung verstehen. Die elektrische Oszillation im elementaren Be­reich entsteht (wie bei den Hertz’schen Oszillatoren) durch Hin- und Herschwingen elek­trischer Spannungen, aber nicht durch mechanische Pendelbewegung eines geladenen Körpers…

Die elementare Lichtemission besteht in einer stark gedämpften in kürzester Zeit ablaufenden Energieabgabe, ganz wie bei den ursprünglichen Hertz’schen Oszilla­toren mit Funkenentladung, bei denen die abgestrahlte Energie durch die Ladung der Kondensatoren begrenzt ist. Um nun aber die elementare Lichtemission in Analogie zu den Hertzschen Oszillatoren rein elektrisch und nicht mechanisch zu erklären, bedarf es einiger grundlegender Änderungen unserer heutigen dogmatischen Theorie. Es geht im wesentlichen um die Dogmen der alten unkritischen Atomtheorie.“ [Anmerkung 377: G. Barth (1988): „Licht aus den Atomen – Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik“, S. 106].

Barth geht bei seinem Modell selbstverständlich davon aus, dass im Bereich der Atome alle physikalischen Gesetze in derselben Weise gelten, wie in der sogenannten „Makro-Physik“: „Der leere Raum allerdings beeinflusst in messbarer Weise die Wechselwirkungen zwischen wirklichen physikalischen Körpern. Der Raum ist ein we­sentlicher Teil der physikalischen Wirklichkeit. Der räuml. Abstand zwischen Aktion und Reaktion bestimmt die Zeit zwischen Aktion und Reaktion: t = r/c. In der physikalischen Wirklichkeit ist Aktion und Reaktion nur dann gleichzeitig, wenn sie am gleichen Ort stattfinden.“

Barth stellt fest, dass seine Modellvorstellung keinem einzigen Naturgesetz wider­spricht: „…dass auch im Bereich der Atome alle Naturgesetze Geltung haben müssen, widerspricht allein den mechanischen mathematischen Atomtheorien. Das ist kein Fehler.“ Für Barth sind nur die elektrischen Schwingungen in der Quelle, im ele­mentaren Oszillator, und die durch das Licht hervorgerufenen Resonanzschwingungen im Empfänger physikalisch wirkend, physikalisch beobachtbar. Elementarer Oszilla­tor und resonant schwingender Empfänger bilden wieder einen physikalisch wirklichen übergeordneten Dipol-Oszillator. Barth folgt also mit seinen Vorstellungen nicht nur altgriechischem Denken, sondern auch einem Vorschlag Newtons, dass das Licht, was immer es sei, in den getroffenen Körpern Schwingungen erzeugt. „Es ist mehr als eine Analogie, wenn ich zusätzlich feststelle, dass das Licht durch einen Schwingungsvorgang in der Quelle entsteht.“ [Anmerkung 378: G. Barth (1988): „Licht aus den Atomen – Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik“, S. 118].

Wird also das Licht als Schwingung absorbiert, so muss es auch als Schwingung emittiert werden. „Nach unserem heutigen Wissen ist das Licht ein elektrischer Vorgang. Daher müssen auch die Schwingungen im elementaren Os­zillator elektrische Schwingungen sein, und auch der Empfänger kann resonant nur mit elektrischen Schwingungen antworten… Beim Licht haben wir keine fortschreitende Welle von irgendetwas physikalisch Realem. Was durch den Raum fortschreitet, mit der Geschwindigkeit c ist allein die Möglichkeit zu physikalischen Aktionen, die aber nicht aktuell verwirklicht werden kann, wenn sich kein materieller Körper an dieser Stelle des Raumes befindet.“ [Anmerkung 379: G. Barth (1988): „Licht aus den Atomen – Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik“, S. 119].

(Zitatende, Fortsetzung folgt).

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

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