51- Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“

Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der  Abschnitt 51  der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl. 

Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt Barth: 3.8.2.7 Natur als Gesetz

Zitat:

3.8.2.7 Natur als Gesetz

So wie der Ton nach indischer Lehre als Verbindung zwischen Trommel und Schlegel aufgefasst werden kann, so ist „das Licht die Verbindung von Leuchtendem und Beleuchtetem, wie etwa Liebe die Verbindung von Mann und Frau ist.“ [Anmerkung 354: G. Barth: „Rationale Physik“, S. 327]. Gegen Schluss seiner „Rationalen Physik“ bemüht sich Barth um die Verbindung zwischen Altgrie­chischem Denken und modernen Auffassungen: „Wir wollen am Ende der Rationalen Physik keinen Mythos ersinnen.

Nur ein Beispiel sei angeführt. Kinder spielen: ‚Die eine Puppe ist das kranke Kind, die andere Puppe der Onkel Doktor‘, so sagen die Kinder. Ihr Wille gilt für ein Hier und Jetzt und einen kleinen Kreis von Spielenden. Auch in der Physik ist es so: es ist so, weil es so sein soll. Wenn Minkowski sagt: „Von Stund an sollen Raum und Zeit… zu Schatten herabsinken… und nur noch eine Art Union der beiden soll Selbständigkeit bewahren“, so können wir dies nur als einen kleinen menschlichen Scherz bezeichnen… Wir haben hier das, was von der ganzen grossen, so handfesten Welt bleibt: Es soll so sein. In diesem „Es soll so sein“ den Logos Herakleitos, den Sinn, das Gesetz, oder wie Aristoteles aufgliedert, dynamis, energeia und entelecheia, Antrieb, Wirkung, Richtung und Ziel zu erforschen, das ist die Aufgabe der Wissenschaft.“ [Anmerkung 355: G. Barth: „Rationale Physik“, S. 329].

(Zitatende, Fortsetzung folgt).

Beste Grüße Ekkehard Friebe

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