Wigbert Winkler: „INTERVIEW MIT G. O. MÜLLER“

Es folgt nachstehend der zweite, auszugsweise Abschnitt aus der Zeitschrift „Abenteuer Philosophie“  Nr. 124 

Zitat:

INTERVIEW MIT G. O. MÜLLER
Das Interview führte Wigbert Winkler

AP: Welche Art von Fehlern besitzt Ihrer Meinung nach die Relativitätstheorie?

GOM: In unserer Dokumentation haben wir 130 Fehler der Relativitätstheorie bzw. Fehler, die sich aus dem Umgang mit der Theorie ergeben, angeführt. Wir haben sie grob nach Gegenständen gruppiert: Äther, Licht, Raum, Zeit, Bewegung usw. Die Art der Fehler kann man aber unter einem anderen Gesichtspunkt besser darstellen und auf wenige Arten zurückführen.

AP: Welcher Gesichtspunkt wäre das?

GOM: Man muss die Entstehung der Theorie, jeder physikalischen Theorie, in ihren chronologischen und logischen Zusammenhängen analysieren. Keine Theorie beginnt bei null, auch nicht die Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein. Ganz allgemein muss man unterscheiden:
1. Erkenntnisse und Experimente aus der Zeit vor der Formulierung einer Theorie,
2. die aus diesem Bestand gezogenen neuen Schlussfolgerungen und
3. die Suche der neuen Theorie nach Bestätigungen. Den besten Überblick über die Theoriefehler erhält man, wenn man sie diesen Entwicklungsschritten zuordnet.

AP: Was wäre demnach bei der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) im ersten Schritt schiefgelaufen?

GOM: Alle Welt behauptete und glaubte um die Jahrhundertwende (19. auf 20. Jh., Anm. d. Red.), die Michelson-Morley-Versuche (MMV) von 1881, 1887 usw. hätten den gesuchten Ätherwind mit

„Null“ gemessen, das berühmte Null-Ergebnis gehabt. Das war nicht Albert Einsteins Schuld. Aber auch er hat es unkritisch geglaubt und vorausgesetzt.

Hätten die Physiker vor allem die englischen Originalarbeiten gelesen, dann hätten sie die bis 1905 gemessenen Werte gesehen: 8,8 – 10 km/sec.
Der Umgang mit den Messwerten von Michelson gehört zu den seltsamsten Geschichten, die wir kennen: Er misst viel kleinere Werte als die erwarteten 30 km/sec, verwirft deshalb selbst aus Enttäuschung das Ergebnis als negativ und alle Welt redet fortan nur noch vom berühmten „Null-Ergebnis“. Wer später mit den wirklichen Messwerten konfrontiert wurde, erklärte sie schlicht zu „Messfehlern“.

AP: Wie kann es zu solch merkwürdigem Umgang mit Messergebnissen kommen?

GOM: Wir haben den Eindruck, dass die Physiker um jeden Preis den Äther loswerden wollten. Deshalb waren sie mehrheitlich geschlossen „für“ das Null-Ergebnis und behaupteten, der MMV habe die Nicht-Existenz des Äthers bewiesen, was natürlich Unsinn ist: Man hatte halt nur einen geringeren Ätherwind gefunden als erwartet. Die Nicht-Existenz von etwas nachzuweisen gehört ohnehin zu den erkenntnistheoretisch größeren Kunststückchen und war auch nicht der Zweck des MMV.

AP: Und warum wollten die Physiker den Äther unbedingt loswerden?

GOM: Weil man mit ihm nicht rechnen konnte. Er war so schwierig oder gar nicht nachzuweisen. Man kannte nicht seine Substanz, nicht seine näheren Eigenschaften wie Masse und Gewicht usw., vor allem nicht seinen Bewegungszustand. Man brauchte ihn nur, wenn man mit dem Wellenbild die elektromagnetischen Wellen wie das Licht erklären wollte. Deshalb wird er auch „lichttragender Äther“ genannt.

AP: Man liest oft, Einstein habe den Äther abgeschafft.

GOM: Einstein hat 1905 nur erklärt, dass er den Äther für seine Theorie nicht benötige.

Für solche Feinheiten waren die zu allem entschlossenen Fachleute nicht zu haben. Deshalb haben sie sich sehr gewundert, dass derselbe Einstein 15 Jahre später den Äther für die Allgemeine Relativitätstheorie wieder eingeführt hat.
Es wirkt komisch, dass die Physiker mit der Fiktion des MMV-Null-Ergebnisses den höchsten Preis zahlten, indem sie die experimentelle Wahrheit opferten.
Sie sind den Äther aber trotzdem nicht losgeworden: 1920 war er wieder da! Das will die akademische theoretische Physik bis heute nicht wahrhaben. Inzwischen haben die Quantentheoretiker auch noch das „fluktuierende Vakuum“ erfunden, und die Astrophysiker haben die kosmische Hintergrundstrah­lung entdeckt – die Anzeichen dafür, dass der Raum nirgends ganz „leer“ ist, mehren sich.

AP: Und was hat Einstein mit den vorgefundenen Erkenntnissen gemacht?

GOM: Er hat nur den Äther weggelassen.
Damit verloren die entwickelten Erkenntnisse ihre Bedeutung, Einstein gab ihnen neue Bedeutungen. Bei Lorentz z. B. war die Längenkontraktion eine Stauchung der Materie gegen den Äther – bei Einstein gab es einfachheitshalber gar keinen Grund mehr.

AP: Mit dem Weglassen des Äthers sind wir aber schon beim zweiten Schritt, den Schlussfolgerun­gen.

GOM: Richtig. Dieses Weglassen ist die Haupt-Schlussfolgerung Einsteins. Sie gründet auf dem angeblichen Null-Ergebnis.
Da es dieses Null-Ergebnis 1905 aber nicht gab, war das Weglassen des Äthers ein Fehler. Immerhin hat er 1920 selbst den Fehler korrigiert, aber seine Theorie von 1905 hat er nicht korrigiert, sondern so belassen. Seine Korrektur von 1920 war also reine Rhetorik.

AP: Was ist sonst noch im zweiten Schritt passiert?

GOM: Ohne irgendeinen realen Anhaltspunkt hat Einstein behauptet, dass in seiner Welt der relativen Bewegungen nur eine einzige nicht-relativ ist: die Bewegung des Lichts. Das bedeutet, dass alle möglichen, verschieden bewegten Beobachter für ein und denselben Lichtstrahl alle dieselbe Geschwindigkeit relativ zu sich selbst messen sollen. Niemand hatte jemals von verschieden bewegten Beobachtern die Geschwindigkeit desselben Lichtstrahls messen lassen. Das ist auch bis heute nicht berichtet worden.

Deshalb stimmen die allermeisten Kritiker seiner Theorie darin überein, dass diese Schlussfolgerung erst einmal in sich widersprüchlich ist, dann verletzt sie das hehre Relativitätsprinzip und obendrein entbehrt sie jeglicher Begründung. Es gibt noch weitere Schlussfolgerungen, die die großartig verkündete Gleichberechtigung aller Inertialsysteme verletzen, aber das würde zu weit führen.

AP: Und was rechnen Sie zum oben angeführten dritten Schritt, den Bestätigungen für die Theorie?

GOM: Diese fehlen einfach. In 100 Jahren ist die Längenkontraktion nie beobachtet worden, ja, nicht einmal ein Experiment für diesen Beweis ist vorgeschlagen worden. Und alle Welt benutzt die (nicht existierende) Längenkontraktion zur Erklärung des (nicht existierenden) Null-Ergebnisses des MMV – und unterschlägt obendrein, dass diese Längenkontraktion überhaupt nur zur Erklärung des MMV-Null-Ergebnisses erfunden worden ist! Den Trick muss man erst mal durchschauen. Auch die Zeitdilatation wegen der Bewegung von zwei Inertialsystemen gegeneinander ist ebenfalls nie nachgewiesen worden, weil sie bei zwei Inertialsystemen reziprok auftreten müsste! Beide Systeme hätten also doch dieselbe Zeit und keines der beiden Systeme könnte nachweisen, dass physikalisch irgendetwas passiert ist.

AP: Die Zeitdilatation soll aber sogar das verschiedene Alter von Zwillingen begründen, von denen einer eine Raumreise unternimmt und der andere auf der Erde zurückbleibt.

GOM: Das ist Einsteins Kronjuwel, das Zwillingsparadoxon als Zuspitzung der Zeitdilatation. Da die angebliche Zeitdilatation durch die Reziprozität zwischen gleichberechtigten Inertialsystemen aufgehoben wird, haben sich die Relativisten selbst eine Ausrede zurechtgelegt. Sie behaupten einfach, wegen der Beschleunigung des reisenden Zwillings müsse das Problem in der Allgemeinen Relativitätstheorie gelöst werden: Das hat zwei Schönheitsfehler, weil es nämlich in der Allgemeinen Relativitätstheorie erstens eine absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und zweitens eine Zeitdilatation zwischen Inertialsystemen gar nicht gibt, das Problem dort also nicht einmal existiert!

(Zitatende, Fortsetzung folgt

Beste Grüße Ekkehard Friebe

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