17 – Dr. Reinhard Schlögl: „Aussenseiter der Naturwissenschaft“

Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der  Abschnitt 17  der Dissertation von Dr. Reinhard Schlögl

Kapitel 3: GEGENWART, Zitat:

Die Projektgruppe GYMA des Tesla-Institutes hat Konstruktionspläne erarbeitet, nach denen sie eine Maschine für extreme Tourenbereiche bauen will. „Ab etwa 16.000 bis 18.000 UpM dürfte die erzeugte elektrische Leistung des DePalma-Magnetkreiselmodells ausreichen, um die notwendige Leistung des Antriebsmotors aufzubringen. Die theo­retischen Ursachen sind noch ungeklärt. Möglicherweise spielt der „magnetogyroskopische Effekt“ eine Rolle, das heisst, dass es beim extrem hochtourigen Magnetkreiselgenerator zu einer Wechselwirkung mit den natürlichen Feldern, zum Beispiel dem Schwerkraftfeld der Erde kommt.“ [Anmerkung 20: C. Werbik in A. und I. Schneider, Thun/Schweiz (1990): „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.95
Das Tesla-Institut forscht auch auf anderen Gebieten. Etwa im Bereich der Nutzung von Sonnenenergie, Windenergie und der geothermischen Energie. Alternative Ener­gieträger, wie zum Beispiel Wasserstoff sind ebenso Gegenstand der Forschung wie die Untersuchung von Wirbelphänomenen, [Anmerkung 21: Siehe „Fallstudie Schauberger“] „nicht-lineare Prozesse“, ja sogar monetäre Abläufe werden unter energetischen Aspekten untersucht. Dipl.Ing. Christian Werbik, Leiter des Institutes: „Wir haben bewußt Tesla gewählt, um unsere Ausrichtung an­zudeuten, weil er ein Vorkämpfer für Technik und Energie war. Er ist ein Pionier der modernen Elektrotechnik“.

Das Tesla-Institut beschäftigt sich auch zum Beispiel mit den Arbeiten von S. Marinov [Anmerkung 22: Siehe „Fallstudie Marinov“], mit Influenzmaschinen, wie sie etwa bei Marinov beschrieben werden, aber auch mit Energiewandlern, wie sie von der „Gemeinschaft Methernita“ in Linden in der Schweiz unter der Bezeichnung „Testatika“ gebaut wurden. „Die Testatika-Maschinen dürften elektrische Nutzenergie unter thermodynamischer Zuhilfenahme von luftelektrischen Effekten produzieren.“ [Anmerkung 23: C. Werbik in A. und I. Schneider, Thun/Schweiz (1990): „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.96]

Sämtliche Publikationen des Tesla-Institutes sind zwar gratis erhältlich; es wird aller­dings eine Spende erwartet: „Wir fassen alle Leistungen, die wir erbringen, als Gaben und Dienst am Mitmenschen auf.“ [Anmerkung 24: C. Werbik in A. und I. Schneider, Thun/Schweiz (1990): „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.96]. In unregelmässiger Folge veröffentlicht und ver­sendet das Tesla-Institut Broschüren und Informationsblätter über oben angesprochene Themen und den aktuellen Stand der einschlägigen Forschung. „Finanzielle Mittel sind heute noch ein notwendiges Übel, aber eigentlich sekundär… Wir untersuchen ganz ein­fach physikalisch-energetische Phänomene, zum Beispiel beim „Gedächtnismetall“, und im Übrigen alles, was interessante oder neuartige Effekte zeitigt… jedenfalls steht das Experiment bei uns am Anfang.“

Wie bereits zu Beginn dieses Abschnitts angedeutet, hält sich der (materielle) Erfolg des Institutes in Grenzen. Das Finanzierungskonzept dürfte vorderhand noch nicht voll greifen und das Gros der Arbeit bleibt an einigen wenigen Idealisten hängen. Neben Werbik, der als HTL-Lehrer Elektrotechnik unterrichtet, ist es vor allem der Elektroni­ker Ing. Alfred Siegenfeld, der als ehemaliger Mitarbeiter des Wiener Radiuminstitutes und späterer Inhaber einer Entwicklungsfirma für Elektronik eines der wenigen Mit­glieder des Vereines ist, die aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Werbik: „Es ist ein lebendiger Prozess, und es gibt keine Vorschriften für jene, die mitarbeiten… sie sind in ihrer Arbeitsweise völlig frei… es hat sich innerhalb des Institutes eine Art In­formationsbörse entwickelt. Die direkten Mitarbeiter erhalten dadurch mehr interne Informationen als andere, die sich nur am Rande engagieren. Wir geben mit Absicht kein eigenes Publikationsorgan heraus, sondern nur Aussendungen in „loser Blattform“, die in unregelmässigen Abständen erscheinen. Das Tesla-Institut hat im Laufe seiner sechsjährigen Aktivität unter anderem auch das Schicksal von Pionieren auf den angesprochenen Gebieten analysiert: „Es hat sich gezeigt, dass sie als einzelne Individuen irgendwann an Grenzen gelangt sind… gelangen mussten, ohne die subjektiv gefor­derte… Perfektion zu erreichen. In einer Gemeinschaftsarbeit, wie wir sie anstreben, sollte mehr möglich sein.“

Was Tesla betrifft, so konnte er etwa bis 1905 seiner Schaffenskraft freien Lauf las­sen. Die Zuwendungen des Geldgebers Morgan allein war allerdings zu gering. Tesla selbst hat sich um wirtschaftliche Belange kaum gekümmert und dadurch war das wirtschaftliche Ende (sowohl Morgan als auch Westinghouse waren ausgefallen) quasi vorausprogrammiert. „Er war dann ziemlich am Ende… er konnte am Schluss nur noch Tauben füttern… sein letztes Bildnis weist auch gewisse Leidenszüge auf…“ [Anmerkung 25: C. Werbik in A. und I. Schneider: „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.97]

Die Mitglieder des Tesla-Institutes wollen sich jedoch nicht auf das Warten beschränken und wollen versuchen, Teslas Gedanken wieder aufnehmend, sie mit ganzheitlichen Konzepten zu versehen und weiterzutragen: „Dazu gehört, dass wir uns nicht nur mit technischen, sondern auch mit ganz anderen Problemen auseinandersetzen müssen.“ [Anmerkung 26: C. Werbik in A. und I. Schneider: „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.97]

Es geht also bei dem Ansatz dieses Institutes nicht bloss um eine Entwicklung auf tech­nischem Gebiet, sondern um ganzheitliche Entwicklung. Wie dies zu verstehen wäre, kann hier nur angedeutet werden: Es bestehen Kontakte zu verschiedenen esoterischen Kreisen, wie Rosenkreuzern, Illuminaten etc…

Eine Bemerkung am Rande: Man hat im „Tesla-Institut“ auch mit konventionellen Fragestellun­gen und ganz konkreten Problemen zu tun: Zum Beispiel geht es häufig um das Problem der Bezahlung der Miete für die Institutsräumlichkeiten: Werbik: „trotzdem sind diese Dinge für uns sekundär, gemessen an unseren eigentlichen Zielen. Geordnete Finanzen sind wohl Voraussetzung für jede geregelte und effiziente Arbeit. Auch wir können wirtschaftliche Gesichtspunkte nicht völlig ausser Acht lassen… die Erprobung neuer Wirtschaftsformen ist uns ein besonderes Anliegen.“

Bedeutungsvoll erscheint folgende Aussage Werbiks: „Es versteht sich von selbst, dass diese Geräte, deren Funktionsprinzip und Entstehung in keinem Schulbuch enthalten sind, von den Leuten, die sich damit befassen, eine neue Form von Verständnis voraus­setzen. Andere, die sich diesem Verständnis verschliessen, kommen gar nicht an solche Geräte heran, weil sie sie gar nicht für möglich halten… So kommt es von selbst zu einem natürlichen Schirmungseffekt.“ [Anmerkung 27: C. Werbik in A. und I. Schneider: „Interviews im Zeichen der Zeit“, S.98]

(Zitatende, Fortsetzung folgt)
Beste Grüße Ekkehard Friebe

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