Chronologie: „1911 E. Gehrcke: Grenzen des Relativitätsprinzips“

Es folgt nun die 10. Fortsetzung der Chronologie zur Relativitätstheorie von G.O. Mueller 
(Kapitel 3 der Arbeit: “Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie“). 
Sie finden diesen Beitrag ab Seite 221 unter: http://www.ekkehard-friebe.de/kap3.pdf 

Zitat:

1911 E. Gehrcke: Grenzen des Relativitätsprinzips

GEHRCKE, ERNST:
Bemerkungen über die Grenzen des Relativitätsprinzips [Teil 1. 2]
In: Deutsche Physikalische Gesellschaft. Verhandlungen. 13. 1911, S. 665-669. Teil 2: S. 990-1000.
Abgedr. in: Gehrcke: [Sammlung] Kritik der Relativitätstheorie. 1924. 

Bestreitet grundsätzlich die allgemeine Geltung des Relativitätsprinzips, weil absolute Bewegungen nachweisbar sind: alle Rotationen sind absolute Bewegungen; Beweis: Zentrifugalkräfte und der Widerstand der Rotationsachse gegen eine Lagenänderung (Kreisel). Deshalb ist das Relativitätsprinzip nicht allgemein gültig, sondern nur für den seltenen Fall der Inertialsysteme. – Lehnt die rein kinematische Behandlung ab, weil nur die Einbeziehung aller Aspekte die Wirklichkeit erkennen läßt. Verweist auf jederzeit im Labor durchführbare Demonstration: man läßt zwei runde Scheiben nebeneinander rotieren; physikalisch macht es einen großen Unterschied, ob wir die eine oder die andere Scheibe als ruhend annehmen, womit die Ungültigkeit des Relativitätsprinzips für andere als inertiale Bewegungen erwiesen ist. 

1912 M. Abraham: Einstein gibt Unhaltbarkeit der SRT zu

ABRAHAM, MAX:
Relativität und Gravitation: Erwiderung auf eine Bemerkung des Hrn. A. Einstein / Max Abraham.
In: Annalen der Physik. F. 4, Bd. 38 (= 343). 1912, S. 1056-1058.
Erwidert eine Kritik Einsteins, S. 355 u. 443. – Anschließend eine Stellungnahme Einsteins, S. 1059.

Einstein hat bereits 1911 „einen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Lichtgeschwindigkeit“ angenommen und damit „das für seine frühere Theorie wesentliche Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aufgegeben“ (S.1056). – Kürzlich hat Einstein auch die Invarianz der Bewegungsgleichungen bei Lorentz-TF aufgegeben und „damit der Relativtheorie den Gnadenstoß“ versetzt. Abraham begrüßt es „mit Genugtuung .., daß ihr Urheber selbst sich nunmehr von ihrer Unhaltbarkeit überzeugt hat“ (S. 1056). – Wenn Gravitation die Lichtgeschwindigkeit beeinflußt, dann sind auch zwei Bezugssysteme nicht mehr gleichberechtigt, von denen eines in dem Gravitationsfeld ruht und das andere sich gleichförmig bewegt (S. 1057). – Die SRT hat „besonders auf die jüngsten mathematischen Physiker“ eine faszinierende Wirkung ausgeübt und dadurch den Fortschritt der Physik gehemmt (S. 1056).

(Zitatende) Fortsetzung folgt

Beste Grüße Ekkehard Friebe 

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