Die Behauptung der Geltung einer nicht-euklidischen Geometrie im Raum verschweigt den Umstand, daß eine nicht-euklidische Geometrie zur Realisierung ein Krümmungsmaß benötigt, das nur in euklidischer Geometrie gegeben werden kann
Es folgt eine weitere Fortsetzung des Abschnittes Mathematik aus Kapitel 2, Fehler-Katalog der Dokumentation der Forschungsgruppe G. O. Mueller. In diesem Abschnitt werden grundlegende Fehler der Mathematik zur Speziellen Relativitätstheorie (SRT) aufgezeigt.
Zitat:
H: Mathematik / Fehler Nr. 5
Die Behauptung der Geltung einer nicht-euklidischen Geometrie im Raum verschweigt den Umstand, daß eine nicht-euklidische Geometrie zur Realisierung ein Krümmungsmaß benötigt, das nur in euklidischer Geometrie gegeben werden kann
Albert Einstein führt in die ART eine nicht-euklidische Geometrie ein, was grundsätzlich ebenso möglich ist wie die Einführung irgendeiner anderen, widerspruchsfrei aufgebauten Geometrie. Für eine Verwirklichung dieser nicht-euklidischen Geometrie im physikalischen Raum muß jedoch ein Krümmungsmaß angegeben werden: dieses Krümmungsmaß kann nur in euklidischer Geometrie angegeben werden, weil die euklidische Geometrie sich als einzige dadurch auszeichnet, daß sie ohne eine metrische Voraussetzung aufgebaut werden kann.
Der Hinweis auf das Erfordernis eines nur euklidisch zu gebenden Krümmungsmaßes ist z. B. 1969 von Hugo Dingler gegeben worden (S. 164). Damit ist zugleich gezeigt, warum die euklidische Geometrie vorgängig und grundlegend auch für alle anderen denkbaren Geometrien ist: sie ist die einzige Geometrie, die im physikalischen Raum konkret ohne Zusatzbedingungen aus einer anderen Geometrie verwirklicht werden kann; alle anderen Geometrien können nur eingebettet in die euklidische Geometrie entwickelt werden.
Mit dem Krümmungsmaß aus der euklidischen Geometrie können beliebig viele nichteuklidische Geometrien entwickelt und gleichzeitig und nebeneinander angewendet werden, und zwar alle diese Geometrien in demselben, einen und einzig verfügbaren Raum der physikalischen Erfahrung. Damit ist belegt, daß im physikalischen Raum nicht nur eine Geometrie gilt, und daß der Raum, wenn er Eigenschaften besitzt, mit diesen Eigenschaften in allen Geometrien abgebildet werden kann. Der Lieblingsvorstellung aller Relativisten von ganz bestimmten „geometrischen Eigenschaften“ des Raumes fehlt nicht nur jede Begründung, sondern sie wird seit Entstehen der vielfältigen nichteuklidischen Geometrien eindeutig widerlegt.
Dinglers Hinweis auf das erforderliche Krümmungsmaß zur Realisierung einer nichteuklidischen Geometrie beweist nicht etwa, daß im Raum nur die euklidische Geometrie gilt, sondern daß einzig die euklidische Geometrie ohne eine metrische Vorgabe (ein Maß) entwickelt werden kann: darin liegt ihre Überlegenheit gegenüber allen anderen Geometrien.
Die anderen Geometrien sind, sofern sie ein Krümmungsmaß benötigen, nur von der euklidischen Geometrie abhängige Konstrukte, eingebettet in die euklidische Geometrie. Die Relativisten scheinen dies nicht zu wissen oder nicht wahrhaben zu wollen.
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A. R. Forsyth: Geometry of four dimensions. 1930, S. X. – Dingler, Hugo: Die Ergreifung des Wirklichen [Teilausg.] : Kap. 1 – 4. Einleitung v. Kuno Lorenz u. Jürgen Mittelstraß. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1969. 273 S.
(Zitatende)
Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie hier (Seite 105 bis 106).
Siehe hierzu auch:
Hugo Dingler: Gesammelte Werke auf CD-ROM
Beste Grüße Ekkehard Friebe
- 27. Januar 2010
- Projekt G.O. Mueller
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