Ein Mengengerüst über die Betroffenen der Relativitäts-Katastrophe

Es folgt ein weiterer Abschnitt von den Seiten 12 bis 13 aus dem Kapitel 9 (Mai 2009) von G. O. Mueller:

Zitat:

Ein Mengengerüst über die Betroffenen der Relativitäts-Katastrophe

Um das Ausmaß der Relativitätskatastrophe zu ermessen und ihre Größenordnung z. B. im Vergleich zu den politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts zu begreifen, ist es erforderlich, sich eine Vorstellung von der Zahl der Betroffenen zu verschaffen. Dies wäre schon längst die Aufgabe der Sozialgeschichte oder der empirischen Sozialwissenschaften gewesen, wenn sie es denn hätten wollen dürfen (Karl Valentin, ungefähr aus dem Gedächtnis zitiert: Mögen hätten wir schon gewollt, bloß dürfen haben wir uns nicht getraut). Wir wollen ihnen diese Arbeit nicht abnehmen und hoffen nur, daß sie unseren Versuch der Quantifizierung eines Tages auf eine bessere und sicherere Grundlage stellen (nach Einführung der Wissenschaftsfreiheit).

Zunächst müßte klargestellt werden, wer zum Kreis der Betroffenen gehört. Das sind außer den Organisatoren des Traditionsbruchs und des andauernden Betrugs der Öffentlichkeit alle diejenigen in unserer Gesellschaft, die als Komplizen zur Verteidigung dieser Verhältnisse in der theoretischen Physik wenigstens die primitive rhetorische Technik beherrschen, von den gefährlichen physikalischen Fragen der Theoriekritik zuerst auf die heilige Person des Theorie-Urhebers abzulenken und, wenn dies nicht wirkt, zur rassistischen Verleumdung der Kritiker als Antisemiten oder anderen Diffamierungen überzugehen.

Diese Ablenkungsstrategie von Physik – Personalisierung – Rassismus wird von allen populärwissen­schaftlichen und akademischen Propaganda-Autoren der Relativistik vorgeführt und gelehrt, so daß diese Technik auch von denen beherrscht wird, denen die sogenannten berühmten “Erkenntnisse” nur durch Gehirnwäsche eingetrichtert oder vom Hörensagen bekannt geworden sind, ohne daß die Betroffenen in der Lage wären, kritische Argumente zur Theorie selbst sachgerecht einzuordnen und zu beurteilen. Die Entschiedenheit der Überzeugung von der Großartigkeit der Theorie nimmt mit der Entfernung von der Sache naturgemäß noch zu.

Kern der von den Relativisten organisierten Gehirnwäsche ist der Gedanke der Minderwertigkeit, der der Bevölkerung eingetrichtert wird mit der Doktrin, daß man die Spezielle Relativitätstheorie mit dem gesunden Menschenverstand gar nicht begreifen könne, daß man vielmehr einen besonderen Verstand haben müsse, über den nur die Leute von der akademische Relativistik verfügen. Dieses Minderwertig­keitsbewußtsein wird dem Leser z. B. von Paul Davies u. John Gribbin (Auf dem Weg zur Weltformel. Berlin: Byblos 1997) so eingehämmert:

“Beim Umsturz des alten Weltbildes – einem Paradigmenwechsel, der unser Wirklichkeitsverständnis drastisch verändert – ist der “gesunde Menschenverstand” das Opferkalb.” (S. 17). “Einige sind in ihrem Blick auf die Wirklichkeit dem “gesunden Menschenverstand” derart verhaftet, daß sie selbst die Erkenntnisse der modernen Physik anzweifeln.” (S. 24). Man denke nur!

Ein anderes schönes Beispiel liefert E. P. Fischer (Einstein. Ein Genie und sein überfordertes Publikum. Berlin: Springer 1996, S. 73):

“Die zentrale psychologische Einsicht für die Physik lautet, daß man nur verstehen kann, was ihre Theorien besagen, wenn man sich gegen seinen eigenen inneren Schweinehund mit Namen “common sense” wendet.”

Die propagierte geistige Minderwertigkeit der Kritiker ist ein ständig anzutreffender Topos der Propa­gandaliteratur geworden. Natürlich zeigt keiner der Propagandisten, woher er seinen eigenen “nicht gesunden”, aber irgendwie besseren Menschenverstand erwerben konnte. Zur Demonstration der Minderwertigkeit der Kritiker hatte Henri Arzéliès (Relativité généralisée, gravitation. Bd. 1. 1961, S. XXXII) bei der Beurteilung der Kontroverse zwischen Relativisten und Antirelativisten kurzerhand die „Anti­relativisten“, also die Kritiker als Gruppe, generell, ausdrücklich und ernsthaft für behandlungsbedürftig erklärt:

„La discussion sort du domaine de la physique; elle relève de la psychologie experimentale ou de la psychiatrie. Je dis cela très sérieusement, sans aucune ironie.“

Der Kreis der von der Gehirnwäsche Gezeichneten geht also weit über die naturwissenschaftlich Gebil­deten hinaus. Wenn man die Zahlen der jährlichen Studienanfänger in der Bundesrepublik als ersten Anhaltspunkt nimmt, muß man außer den Studenten der naturwissenschaftlichen Fächer auch alle Studenten der übrigen Studienfächer einbeziehen, da sie alle später die Informationswege und Bildungseinrichtungen der Gesellschaft dirigieren und bewachen, sowie alle diejenigen, die später in Politik und allen Verwaltungen für Ruhe und Ordnung sorgen werden und deshalb grundsätzlich gegen den Bürger und gegen jede Äußerung von Kritik eingestellt sind, die die bestehenden Machtverhältnisse in Frage stellen könnte. 

(Zitatende)

Beste Grüße Ekkehard Friebe