{"id":3493,"date":"2013-11-15T03:02:38","date_gmt":"2013-11-15T02:02:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=3493"},"modified":"2013-11-15T03:02:38","modified_gmt":"2013-11-15T02:02:38","slug":"max-planck-und-der-verrat-an-der-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/max-planck-und-der-verrat-an-der-wissenschaft\/","title":{"rendered":"Max Planck und der Verrat an der Wissenschaft"},"content":{"rendered":"<dl class=\"clearfix fotol\" style=\"text-align: justify; width: 135px;\">\n<dt><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image- 1831\" alt=\"\" src=\"http:\/\/kritik-relativitaetstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/muehlelogo7.jpg\" width=\"125\" height=\"160\" \/><\/dt>\n<\/dl>\n<p><strong>Von <span style=\"color: #800000;\"><a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/span>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Beitrag aus dem GOM-Projekt: <strong><span style=\"color: #800000;\"><a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Kap4_Erg_2012.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">2394 weitere kritische Ver\u00f6ffentlichungen <\/span><\/a><\/span><br \/>\n<\/strong>zur Erg\u00e4nzung der <span style=\"color: #800000;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.kritik-relativitaetstheorie.de\/projekt-go-mueller\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dokumentation<\/span><\/a><\/strong><\/span> Textversion 1.2 \u2013 2004, Kapitel 4.\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: large;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Max Planck und der Verrat an der Wissenschaft\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/strong>\u00a0<br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Das GOM-Projekt berichtet in seinem Artikel \u201c<em>Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz<\/em>\u201d (Okt. 2008) , der im Blog von Ekkehard Friebe komplett als <\/span><span style=\"color: #800000;\"><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Zwischenbilanz\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #800000; font-size: medium;\">Fortsetzungsreihe<\/span><\/a><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\"> vorgestellt wird, \u00fcber die historischen Umst\u00e4nden, die ab 1922 bis heute noch zum vollst\u00e4ndigen Abbruch des wissenschaftlichen Meinungsstreits \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorie, sowie zum kompletten Ausschlu\u00df der Kritik dieser Theorie aus der wissenschaftlichen Gemeinde gef\u00fchrt haben:\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\"><!--more-->Die Vorgeschichte seit 1920\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Der Zustand der Diskriminierung jeglicher Kritik an Albert Einsteins Relativit\u00e4tstheorien ist schon vor 1922 eingetreten und z. B. schon 1920 von Ernst Gehrcke in einem \u00f6ffentlichen Vortrag (<em>Die Relativit\u00e4tstheorie eine wissenschaftliche Massensuggestion: gemeinverst\u00e4ndlich dargestellt<\/em> [Vortrag in der Berliner Philharmonie, 24. Aug. 1920]. Berlin 1920. 31 S.) gegei\u00dfelt worden. Seine Diagnose: Die \u00d6ffentlichkeit erliegt einer <strong>Massensuggestion, wenn sie die Propaganda der offiziellen Physik in der Presse schlichtweg glaubt, ohne die Kenntnis und Beachtung der existierenden Kritik.<\/strong> Ohne das Wort \u201c<em>Betrug<\/em>\u201d durch die Wissenschaftler zu verwenden, war \u201c<em>Massensuggestion<\/em>\u201d durch die Presse, von den Wissenschaftlern gesteuert, nur eine vornehme Umschreibung.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Wie hat die \u00d6ffentlichkeit die schon 1920 in Berlin \u00f6ffentlich vorgetragene Warnung vor der \u201c<em>Suggestion<\/em>\u201d und den impliziten Vorwurf des Betrugs aufgenommen? Ganz offensichtlich v\u00f6llig unbeeindruckt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Die offiziellen Relativit\u00e4ts-Physiker wie <strong>Max Planck, Albert Einstein, Max v. Laue und Max Born haben die Theorie f\u00fcr gl\u00e4nzend best\u00e4tigt und jegliche Kritik ohne Diskussion f\u00fcr irrelevant erkl\u00e4rt.<\/strong> Die Presse hat sowohl den Vorredner der Veranstaltung in der Philharmonie am 24. August, Paul Weyland, und mit ihm auch den 2. Redner des Abends, Ernst Gehrcke, als Antisemiten verleumdet und damit jegliche Kritik mit einer Duftnote versehen, die alle anst\u00e4ndigen Leute zu vermeiden suchten. Die Redetexte von Weyland und Gehrcke sind ver\u00f6ffentlicht, und wer sie liest, wird in keinem der Texte auch nur ein antisemitisches Wort finden. Woher also kam die Verleumdung als antisemitisch?\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Am Eingang zum Veranstaltungsort Philharmonie hetzten nach dem verlorenen Weltkrieg die Polit-Aktivisten und Antisemiten der politischen extremen Rechten lauthals gegen Albert Einstein. F\u00fcr die angeblich so \u201c<em>objektiv<\/em>\u201d berichtende Presse war dies ein v\u00f6llig ausreichender und obendrein sch\u00f6ner Vorwand, die im Saal vorgetragene vernichtende Theoriekritik von Weyland und Gehrcke gegen die Relativit\u00e4tstheorien einfach verleumderisch in eine N\u00e4he zu dem Polit-P\u00f6bel zu stellen, wo die Relativisten die Kritik bis zum heutigen Tage gern einsperren und \u201c<em>unsch\u00e4dlich<\/em>\u201d machen m\u00f6chten. Motto: Wo schon am Eingang antisemitisch gehetzt wird, werden die Redner im Saale sicher nichts anderes tun.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Noch heute wird diese <strong>verleumderische Version der Ereignisse von 1920 in der Philharmonie<\/strong> auch von unseren Wissenschaftshistorikern im Dienste der Physik verbreitet. Einfacher und effektiver als mit L\u00fcgen kann man die ungeliebte Kritik nicht entsorgen. W\u00e4hrend sich die allgemeine Historie gern damit br\u00fcstet, eine kritische Wissenschaft zu sein, trampelt unsere akademische Physikgeschichte noch heute auf den Theoriekritikern der Zwanziger Jahre herum, wie die theoretische Physik es verlangt, und hilft damit den Bestand der widerlegten Relativit\u00e4tstheorien sichern: wir nennen das Sozio-Physik.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Die Blamage der Relativisten 1920 in Bad Nauheim\u00a0<br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Nur einen Monat nach Weylands und Gehrckes Vortr\u00e4gen in der Berliner Philharmonie fand in Bad Nauheim die 86. Naturforscherversammlung (Gesellschaft Deutscher Naturforscher und \u00c4rzte \u2013 GDN\u00c4) statt, vom 19.-25. September 1920, in der eine offene und freie Diskussion \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorien stattfand, die die letzte dieser Art in Deutschland bleiben sollte. Nach den Berichten von Teilnehmern dauerte diese Diskussion aber nur etwa eine Viertelstunde und wurde von Max Planck wegen \u201c<em>Zeitmangel<\/em>\u201d abgebrochen. An Quellen \u00fcber diese Diskussion \u2013 im wesentlichen von Lenard und Einstein bestritten \u2013 stehen z. B. zur Verf\u00fcgung:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">&#8211; ein anonymer redaktioneller Bericht in der \u201c<em>Physikalischen Zeitschrift<\/em>\u201d (21. 1920, S. 666-668) (referiert in unserer Dokumentation, Textversion 1.2, S. 252 \u2013 253);\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">&#8211; von H. Weyl, Bericht \u00fcber \u201c<em>Relativit\u00e4tssitzung<\/em>\u201d in der \u201c<em>Umschau<\/em>\u201c. 24. 1920, S. 610;\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">&#8211; eine Erg\u00e4nzung von E. Gehrcke zu Weyl (Die Relativit\u00e4tstheorie auf dem Naturforschertage in Nauheim. In: Umschau. 25. 1921, S. 99);\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">&#8211; von Paul Forman eine detaillierte Darstellung des Ablaufs mit Auswertung aller Quellen: \u201c<em>Die Naturforscherversammlung in Nauheim im September 1920<\/em>\u201c. In: Physiker zwischen Autonomie und Anpassung. Hrsg.: D. Hoffmann. Weinheim 2006, S. 29 \u2013 58.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">In der Sache konnte Einstein den kritischen Fragen Lenards (Warum fliegen nur im abgebremsten Zug alle losen Gegenst\u00e4nde durcheinander, aber der Turm neben dem Gleis bleibt ruhig stehen?) nichts anderes entgegenhalten als die Existenz der Fixsterne. Deshalb mu\u00dfte Planck die Notbremse des \u201c<em>Zeitmangels<\/em>\u201d ziehen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Der Text des anonymen redaktionellen Berichts in der \u201c<em>Physikalischen Zeitschrift<\/em>\u201d ist derart verunstaltet, da\u00df man ihn teilweise nicht mehr versteht: so schwer hatte der Zensor zu arbeiten, bis der wahre Gang der Dinge unkenntlich gemacht war.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong>Max Planck plant den \u201c<\/strong><em><b>Staatsstreich in der Physik<\/b><\/em><strong>\u201d 1922<br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Zwei Jahre sp\u00e4ter drohte die n\u00e4chste gro\u00dfe Gelegenheit f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber die beiden Relativit\u00e4tstheorien Albert Einsteins: im Herbst 1922 sollte n\u00e4mlich die Jahrhundertfeier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und \u00c4rzte (GDN\u00c4) in Leipzig stattfinden. Da einerseits die vernichtende Kritik dieser Theorien nicht aufgeh\u00f6rt, sondern sich eher verst\u00e4rkt hatte, die Theorievertreter andererseits keine \u00fcberzeugenden Argumente zur Abwehr der Kritik gefunden hatten, drohte den Relativisten eine Neuauflage der Blamage von Bad Nauheim.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Um diese zu verhindern, organisierte der \u201c<em>Reichskanzler der Physik<\/em>\u201d Max Planck zusammen mit den anderen Spitzenvertretern der Relativistik bei den Planungen im Fr\u00fchjahr 1922 einen Boykott und vollst\u00e4ndigen Ausschlu\u00df der Kritiker aus dem Programm f\u00fcr Leipzig: <strong>kein Vortrag eines Kritikers zu den Relativit\u00e4tstheorien sollte gehalten werden, eine Diskussion \u00fcber die Theorien wurde nicht vorgesehen. Daf\u00fcr wurden zwei Jubelvortr\u00e4ge \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorie angesetzt:<\/strong> Max v. Laue \u00fcber \u201c<em>Die Relativit\u00e4tstheorie in der Physik<\/em>\u201d und Moritz Schlick \u00fcber \u201c<em>Die Relativit\u00e4tstheorie in der Philosophie<\/em>\u201c.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Damit sollte die bisherige so unbequeme Wissenschaftsfreiheit in der theoretischen Physik abgeschafft und die \u201c<em>Wissenschaftlichkeit<\/em>\u201d und Akzeptanz der Relativistik fortan garantiert werden: nur noch Relativisten sollten zu Wort kommen, Kritik wurde abgeschafft, Kritiker galten gar nicht mehr als ernsthafte Wissenschaftler, sondern sollten fortan gebrandmarkt werden als \u201c<em>Au\u00dfenseiter<\/em>\u201c, als ausgeschlossene und rechtlose Dissidenten.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Die Leitung der GDN\u00c4 hatte sich dazu hergegeben, ihre beabsichtigte Jubelfeier zum Begr\u00e4bnis und zur Totenfeier der Wissenschaftsfreiheit auf einem allgemein interessierenden Gebiet umfunktionieren zu lassen. <strong>Im Jahr 1922 sollte die wirkliche Revolution in der Physik stattfinden: von jetzt an sollte \u00fcber die Richtigkeit von Theorien endg\u00fcltig durch die Mehrheit entschieden werden<\/strong> \u2013 und die Minderheit sollte in dieser \u201c<em>Wissenschaft<\/em>\u201d \u00fcberhaupt nicht mehr existieren.<strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong>Die Reaktion Lenards auf die geplante Machtergreifung: sein \u201c<\/strong><em><b>Mahnwort<\/b><\/em><strong>\u201d Juli 1922\u00a0<br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Sobald die Pl\u00e4ne Plancks f\u00fcr eine kalte Machtergreifung der Relativisten im Fr\u00fchjahr 1922 bekannt wurden, schrieb der prominenteste Kritiker der Relativit\u00e4tstheorien, Philipp Lenard, ein \u201c<em>Mahnwort an deutsche Naturforscher<\/em>\u201c, das er mit \u201c<em>Juli 1922<\/em>\u201d datierte und der 2., vermehrten Auflage seines B\u00fcchleins \u201c<em>\u00dcber \u00c4ther und Ur\u00e4ther<\/em>\u201d mit auf den Weg gab. Darin antwortet er auf den Plan der Machtergreifung zum ersten Mal in kritischen Ver\u00f6ffentlichungen zur Relativit\u00e4tstheorie u. a. mit antisemitischen Vorw\u00fcrfen, die Juden wollten der deutschen \u00d6ffentlichkeit die Theorie des Juden Albert Einstein aufzwingen.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Abgesehen von dem inakzeptablen rassistischen Vorwurf schien Lenard dabei v\u00f6llig zu \u00fcbersehen, da\u00df der Hauptverantwortliche Max Planck und mehrere seiner Mitstreiter gar keine Juden waren, und da\u00df die effektive Parteinahme der Mehrheit der Physiker f\u00fcr die Relativit\u00e4tstheorien gar nichts mit dem Judentum Albert Einsteins zu tun hatte, sondern da\u00df sie Einstein dankbar waren f\u00fcr die \u201c<em>Abschaffung<\/em>\u201d des \u00c4thers, die sie f\u00fcr endg\u00fcltig hielten und als endg\u00fcltig besiegelt sehen wollten.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong>Die unbestreitbare Mehrheit der Physiker, auf die sich die Relativisten bis heute gern berufen, w\u00fcnschte damals wie heute die Abschaffung des \u00c4thers um jeden Preis, selbst um den Preis der Wissenschaftlichkeit ihrer Disziplin, die fortan nur noch eine sektiererische Veranstaltung zur Anbetung ihres Ober-Guru und Weltumw\u00e4lzers und zur Propaganda seiner Dogmen wurde<\/strong> und alle b\u00f6sen Ungl\u00e4ubigen mit Ha\u00df und Verleumdung aus dem Tempel ihrer \u201c<em>Wissenschaft<\/em>\u201d vertrieb.\u00a0<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Es ist eine Ironie des Schicksals und zeigt den Geisteszustand dieser Disziplin, da\u00df zu dem Zeitpunkt der endlichen \u201c<em>Abschaffung des \u00c4thers<\/em>\u201d durch Ausschlu\u00df der Kritiker und \u00c4ther-Anh\u00e4nger im Jahr 1922 ihr Oberguru selbst den \u00c4ther schon 2 Jahre vorher, n\u00e4mlich 1920 (!) in seinem Vortrag in Leiden wieder eingef\u00fchrt hatte. Dieser Vortrag hat die Physiker nie interessiert, viele kennen ihn gar nicht \u2013 wenn man ihre Propaganda-B\u00fccher \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorie liest. Und da\u00df sie selbst inzwischen sogar an ein \u201c<em>fluktuierendes Vakuum<\/em>\u201d glauben, kann sie auch heute noch nicht irritieren.<strong>\u00a0\u00a0<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Die Vorg\u00e4nge in Leipzig im September 1922\u00a0<br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Die Jahrhundertfeier der GDN\u00c4 in Leipzig verlief, wie von Max Planck und seinen Mitstreitern geplant. W\u00e4hrend der 1. Vorsitzende Max Planck in seiner Festansprache verk\u00fcndete: \u201c<em>Sie [die GDN\u00c4] will immerdar sein eine St\u00e4tte der freien wissenschaftlichen Forschung<\/em>\u201d (nach: Verhandlungen \u2026 1923, S. 33), lie\u00dfen die somit nicht mehr \u201c<em>immerdar<\/em>\u201d zur \u201c<em>freien wissenschaftlichen Forschung<\/em>\u201d geh\u00f6renden <strong>Theoriekritiker einen Protest-Handzettel gegen den Ausschlu\u00df jeglicher Kritikm\u00f6glichkeit<\/strong> auf der Stra\u00dfe vor dem Tagungsgeb\u00e4ude verteilen: eine Art erstmaliger \u201c<em>au\u00dferparlamentarische Opposition<\/em>\u201d gegen die dogmatische theoretische Physik. Zu den 19 Unterzeichnern geh\u00f6rten neben Nobelpreistr\u00e4ger Lenard mehrere Professoren und Wissenschaftler; vgl. das Referat \u00fcber den Handzettel in unserer Dokumentation, S. 374 \u2013 375; ferner \u00fcber die Machtergreifung in Leipzig insgesamt, S. 270 \u2013 275.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">In unserer von den Physikern gleichgeschalteten akademischen und akademie-gef\u00f6rderten Wissenschafts-geschichte wird Leipzig 1922 nat\u00fcrlich auch noch im Jahre 2000 als Triumph der Genies und der endg\u00fcltig wahren Relativit\u00e4ts-Lehre \u00fcber den Dumpfsinn gefeiert (vgl. z. B. Sch\u00f6nbeck, Charlotte: Albert Einstein und Philipp Lenard. Berlin 2000. 42 S. [Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Math.-naturwiss. Kl. 8.]; dort auch eine Abbildung des Handzettels).\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Vor diesem Hintergrund ist das Schicksal der Kritiker nicht mehr so verwunderlich: ihre Personen und ihre Ver\u00f6ffentlichungen gelten einfach nicht mehr als existent.\u00a0<\/span>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014-<br \/>\n<strong>Anmerkungen der Redaktion:\u00a0<br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Max Planck versicherte noch 1910, dass f\u00fcr Klarheit im Meinungsstreit \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorie keinen Preis zu hoch sei:\u00a0\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">\u201e<em>Wie dieselbe nun auch fallen m\u00f6ge: ob sich das Prinzip der Relativit\u00e4t bew\u00e4hrt oder ob es aufgegeben werden mu\u00df, ob wir wirklich an der Schwelle einer ganz neuen Naturanschauung stehen, oder ob auch dieser Vorsto\u00df nicht aus dem Dunkel herauszuf\u00fchren vermag, \u2013 Klarheit mu\u00df unter allen Umst\u00e4nden geschaffen werden, daf\u00fcr ist kein Preis zu hoch. Denn auch eine Entt\u00e4uschung, wenn sie nur gr\u00fcndlich und endg\u00fcltig ist, bedeutet einen Schritt vorw\u00e4rts, und die mit der Resignation verbundenen Opfer w\u00fcrden reichlich aufgewogen werden durch den Gewinn an Sch\u00e4tzen neuer Erkenntnis<\/em>.\u201c\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Max Planck: Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung.<br \/>\nIn: Die Umschau. 14. 1910, Nr. 44, S. 870-872; darin: S. 872.\u00a0<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">Der hohe Preis, den er sich 1922 entschlossen hat zu zahlen, ist der Verrat an der Wissenschaft, an der Lehre und an der Forschung, an der Verantwortung und an der Ethik: Abbruch des wissenschaftlichen Meinungsstreits, Zensur, Unterdr\u00fcckung der Kritik, F\u00fchrung der Forschung in eine Sackgasse, Einrichtung eines Propaganda- und L\u00fcgengeb\u00e4udes, Ausschlu\u00df aus der wissenschaftlichen Gemeinde und Verleumdung von kritischen Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. Ein sehr hoher Preis, womit er sich jedoch heute noch mit gigantischen Mitteln postum r\u00fchmen darf. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #000000; font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von G. O. Mueller\u00a0 Beitrag aus dem GOM-Projekt: 2394 weitere kritische Ver\u00f6ffentlichungen zur Erg\u00e4nzung der Dokumentation Textversion 1.2 \u2013 2004, Kapitel 4.\u00a0\u00a0 Max Planck und der Verrat an der Wissenschaft\u00a0\u00a0 Das GOM-Projekt berichtet in seinem Artikel \u201cDas Forschungsprojekt G.O. 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