{"id":3208,"date":"2012-08-08T03:54:22","date_gmt":"2012-08-08T02:54:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=3208"},"modified":"2012-08-08T03:54:22","modified_gmt":"2012-08-08T02:54:22","slug":"materialistische-dialektik-und-burgerliche-naturwissenschaft-1987","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/materialistische-dialektik-und-burgerliche-naturwissenschaft-1987\/","title":{"rendered":"Materialistische Dialektik und b\u00fcrgerliche Naturwissenschaft 1987"},"content":{"rendered":"<dl class=\"clearfix fotol\" style=\"text-align: justify; width: 135px;\">\n<dt><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image- 1831\" src=\"http:\/\/www.mlpd.de\/partei\/literaturtipp\/materialistische-dialektik\/materialistische-dialektik\/image_mini\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"175\" \/><\/dt>\n<\/dl>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><\/strong>\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Von Willi Dickhut<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Beitrag aus dem GOM-Projekt: <strong><a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Kap4_Erg_2012.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">2394 weitere kritische Ver\u00f6ffentlichungen <\/span><\/a><br \/>\n<\/strong>zur Erg\u00e4nzung der <strong><a href=\"http:\/\/www.kritik-relativitaetstheorie.de\/projekt-go-mueller\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dokumentation<\/span><\/a><\/strong> Textversion 1.2 \u2013 2004, Kapitel 4. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Materialistische Dialektik und b\u00fcrgerliche Naturwissenschaft<\/strong><br \/>\nEssen: <a href=\"http:\/\/www.mlpd.de\/partei\/literaturtipp\/materialistische-dialektik\/materialistische-dialektik\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Verl. Neuer Weg 1987.<\/span><\/a> 356 S.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Kritisiert vom Standpunkt der marxistisch-leninistischen Erkenntnistheorie die Relativistik als &quot;b\u00fcrgerliche Naturwissenschaft&quot; und &quot;idealistische&quot; Position. Akzeptiert das behauptete Negativ-Ergebnis des MMV (S. 113-114), spricht allerdings nicht von einem &quot;Null-Ergebnis&quot;; bestreitet jedoch die von Albert Einstein daraus gezogenen Schlu\u00dffolgerungen (S. 114-115):<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&quot;Die Fitzgerald-Lorentz-Kontraktion, wie die Verk\u00fcrzung genannt wurde, will den mi\u00dflungenen Versuch Michelsons erkl\u00e4ren. [&#8230;] Diese Verk\u00fcrzung kann man freilich nie feststellen, denn alle K\u00f6rper, auch Ma\u00dfst\u00e4be, unser Arm, ja selbst das Auge, erleiden dieselbe Verk\u00fcrzung, und das Zeitma\u00df wird verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kann man sich eine Verk\u00fcrzung der K\u00f6rper immerhin noch vorstellen, so ist es doch unwahrscheinlich, da\u00df die Verk\u00fcrzung f\u00fcr alle K\u00f6rper, ganz gleich, welche physikalischen Eigenschaften sie besitzen, dieselben Werte haben soll. Ganz und gar unerkl\u00e4rlich aber ist, da\u00df der \u00c4ther auch das Zeitma\u00df beeinflussen soll, obgleich zwei Amerikaner diese Beeinflussung experimentell nachgewiesen haben sollen (was wohl auf einen Irrtum zur\u00fcckzuf\u00fchren ist).&quot;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">An der behaupteten absoluten C-Konstanz und der daraus gefolgerten Relativit\u00e4t von Raum und Zeit mit der Konstruktion von Minkowskis vierdimensionaler Welt kritisiert er die Undenkbarkeit und Nicht\u00fcbereinstimmung mit der Erfahrung sowie die nichts beweisende Gleichnis-Methode, die von den Relativisten bem\u00fcht wird (S. 117): &quot;Eine solche Raum-Zeit-Welt k\u00f6nnen wir uns freilich nicht vorstellen. Wollen wir etwas anschaulich machen, begrifflich nahe bringen, so arbeiten wir mit zwei, drei Dimensionen. Wir sind dreidimensionale Wesen und denken in drei Dimensionen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine vierdimensionale Welt ist undenkbar. Wenn man sich eine solche Welt auch nicht vorstellen kann, so ist es doch wahrscheinlich, da\u00df sie existiert, sagen die Relativisten, denn &#8218;die Welt ist nach Raum und Masse zwar unbegrenzt, aber nicht unendlich gro\u00df&#8216;. Unbegrenzt und doch endlich? Um das begreiflich zu machen,<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">das hei\u00dft, um eine an sich unvorstellbare Sache dem Verst\u00e4ndnis nahe zu bringen, gebrauchen die Relativisten ein Gleichnis, das trotz seiner Anschaulichkeit ebenso hinkt wie alle Gleichnisse. Nehmen wir an, unsere Erde sei mit winzigen, v\u00f6llig platten K\u00e4fern bev\u00f6lkert, die weder ein Oben noch Unten, Au\u00dfen noch Innen kennen. Es sind zweidimensionale Wesen, denen eine dritte Dimension vollst\u00e4ndig fremd, unvorstellbar ist.&quot; Referiert nun die bekannte Gleichnis-Argumentation der Relativisten.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Verweist auf den Widerspruch zwischen der behaupteten Raumkr\u00fcmmung, die angeblich zur Folge haben soll, da\u00df ein Lichtstrahl im endlichen Kosmos gekr\u00fcmmt an seinen Ausgangspunkt zur\u00fcckkehren soll, und der behaupteten Galaxienflucht in alle Richtungen (S. 119):<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&quot;So uml\u00e4uft also der Lichtstrahl, entsprechend der Relativit\u00e4tstheorie, innerhalb von sechs Milliarden Jahren einmal das All. Die Spiralnebel befinden sich auf der Flucht, sie rasen mit unvorstellbarer Geschwindigkeit.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ringsum streben sie nach au\u00dfen und je ferner, umso schneller. Wie ist das m\u00f6glich, da doch der Raum nach Einstein geschlossen ist, gekr\u00fcmmt wie eine gewaltige \u00dcberkugel, die endlich ist und deren Gr\u00f6\u00dfe man berechnet hat. Nun, sagen die Relativisten, die Spiralnebel jagen nicht durch den Raum, der Raum selbst jagt mit, er dehnt sich aus.&quot;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Zitiert in Kapitel III, 3 &quot;Raum und Zeit&quot; (S. 281 &#8211; 292) zur Unterst\u00fctzung seiner Kritik wiederholt den kritischen &quot;b\u00fcrgerlichen Physiker&quot; E. May, und liefert ein Zitat von J. Jeans als eindruckvolles Dokument eines verwirrten Geistes: &quot;Einsteins gekr\u00fcmmter Raum ist eine spekulative Hypothese, die die verwirrten Gem\u00fcter der b\u00fcrgerlichen Welt noch verwirrter gemacht hat. So erkl\u00e4rt beispielsweise Sir J. Jeans: &#8218;Es mag sein, da\u00df das Raum-Zeit-Kontinuum sich als ein wirkliches, substantielles Eiland erweist, das in etwas schwimmt, das nicht Raum und Zeit ist &#8230;&#8216;.&quot;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8212; <em>Der Autor l\u00e4sst sich von den zwei Relativit\u00e4tstheorien nicht zwei Welten aufschwatzen, f\u00fcr jede Theorie eine andere (als ob wir die Wahl h\u00e4tten), sondern besteht auf der einen Wirklichkeit der Erfahrung, so da\u00df er die angebliche &quot;flache&quot; vierdimensionale Minkowski-Welt zugleich mit der angeblich gekr\u00fcmmten K\u00e4fer-Gleichnis-Welt als nicht real und nicht denkbar und schon gar nicht als Erkl\u00e4rung der einen f\u00fcr die andere dienend zur\u00fcckweisen kann. &#8211; Der marxistisch-leninistische Autor profitiert von der westlichen Publikationsfreiheit und kann die Relativit\u00e4tstheorien nach Belieben kritisieren, was seit ca. 1960 im kommunistischen Ostblock keineswegs mehr \u00fcblich war. Seine Lenin-Zitate sind auch f\u00fcr &quot;b\u00fcrgerliche&quot; Leser interessante Texte. Mit dem H\u00f6hepunkt der Verwirrung bei Jeans hat der Autor den Kritikern eine Trouvaille serviert.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Von Willi Dickhut Beitrag aus dem GOM-Projekt: 2394 weitere kritische Ver\u00f6ffentlichungen zur Erg\u00e4nzung der Dokumentation Textversion 1.2 \u2013 2004, Kapitel 4. Materialistische Dialektik und b\u00fcrgerliche Naturwissenschaft Essen: Verl. 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