{"id":3030,"date":"2011-09-07T10:07:48","date_gmt":"2011-09-07T09:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=3030"},"modified":"2011-09-07T10:07:48","modified_gmt":"2011-09-07T09:07:48","slug":"berndt-rainer-martens-was-vom-einsteinjahr-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/berndt-rainer-martens-was-vom-einsteinjahr-bleibt\/","title":{"rendered":"Berndt-Rainer Martens: &#8222;Was vom Einsteinjahr bleibt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ausz\u00fcge aus einem Artikel von <em>Berndt Rainer-Martens<\/em> aus dem Buch <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/was-von-moderner-physik-bleibt-und-fallt\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">&quot;Die Relativit\u00e4tstheorie f\u00e4llt&quot;<\/span><\/a><\/strong>, Seiten 433 &#8211; 436:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Was vom Einsteinjahr bleibt<br \/>\n<\/strong>&quot;Die spezielle Relativit\u00e4tstheorie Albert Einsteins beruht im Wesentlichen auf den Annahmen, da\u00df alle in gleichf\u00f6rmig gegeneinander bewegten Laborsystemen durch-gef\u00fchrten physikalischen Experimente zu gleichen Ergebnissen f\u00fchren. Die gegenseitige Beobachtung der Experimente erfolgt dabei durch elektromagnetische \u201eRadarwellen\u201c, deren von der Geschwindigkeit der Laborsysteme unabh\u00e4ngige Ausbreitungs-geschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit ist. Die Unabh\u00e4ngigkeit der Lichtge-schwindigkeit von der Geschwindigkeit von Laborsystemen wurde durch von Michelson und Morley durchgef\u00fchrte Messungen nahegelegt, die bei ihren Versuuchen keinen Einflu\u00df der Erdbewegung auf die Lichtgeschwindigkeit feststellen konnten. Dieses Versuchsergebnis wurde vom holl\u00e4ndischen Physiker <strong><a href=\"http:\/\/wissenschaftliche-physik.com\/2011\/09\/das-relativitatsprinzip\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Hendrik Antoon Lorentz<\/span><\/a><\/strong> damit erkl\u00e4rt, da\u00df sich die L\u00e4nge bewegter K\u00f6rper und damit auch die von Michelson verwendete Versuchsanordnung in Bewegungsrichtung verk\u00fcrzen w\u00fcrde (sog. \u201eLorentzkontraktion\u201c).\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Die von Lorentz f\u00fcr die bewegte Erde bzw. f\u00fcr derartige Laborsysteme aufgestellten Transformationsgleichungen (sog. \u201eLorentztransformation\u201c) f\u00fchren auch zu dem Ergebnis, da\u00df die Zeit bei hohen Laborgeschwindigkeiten gedehnt wird (sog. \u201eZeitdilatation\u201c), so da\u00df in den gegeneinander bewegten Laborsystemen durchgef\u00fchrte Experimente zum gleichen Ergebnis f\u00fchren. Allerdings wurde diese Zeitdilatation von Lorentz nicht behauptet oder weiter aufgegriffen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Bis heute sind weder zwingende theoretische Gr\u00fcnde noch irgendein experimenteller Nachweis bekannt, da\u00df der bei hohen Geschwindigkeiten zur Deutung der Ergebnisse des Michelson-Morley-Versuchs behauptete Effekt der L\u00e4ngenkontraktion und der von Einstein zus\u00e4tzlich behauptete Effekt der Zeitdilatation tats\u00e4chlich auftreten. Das Ergebnis des Michelson-Morley-Versuchs ist nach Wesley durch den Voigt-Doppler-Effekt erkl\u00e4rbar [1]. Insbesondere ist das von Einstein behauptete und Laien h\u00e4ufig beeindruckende \u201eZwillingsparadoxon\u201c Unfug, bei dem der von einer mit ann\u00e4hernd Lichtgeschwindigkeit durchgef\u00fchrten Weltreise zur\u00fcckkehrende junggebliebene Reisende seinen auf der Erde verbliebenen, altgewordenen Zwillingsbruder wiedertrifft. Die spezielle Relativit\u00e4tstheorie gilt wie erw\u00e4hnt lediglich f\u00fcr Inertialsysteme, die mit konstanter Geschwindigkeit einen leeren Raum durchqueren. Sie kann auf die bei Start, Umkehr und Landung dieses Weltreisenden notwendigen Phasen extremer Beschleunigung nicht angewendet werden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Gleichung E \u2013 m c<sup>2<\/sup>, mit der die \u00c4quivalenz von Energie und Masse behauptet wird, und die von Einstein in einer Fu\u00dfnote einer 1906 ver\u00f6ffentlichten Arbeit \u201eals Ergebnis weiteren Nachdenkens\u201c (seines eigenen?) angegeben wurde, wurde bereits fr\u00fcher von mehreren, von Einstein nicht zitierten Wissenschaftlern abgeleitet (teilweise mit geringf\u00fcgig von 1 abweichenden Vorfaktoren, was die Schwierigkeit derartiger Rechnungen zeigt, hier aber keine wesentliche Bedeutung hat). [\u2026]<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wie ist der aus heutiger Sicht kaum noch verst\u00e4ndliche Erfolg der speziellen Relativit\u00e4tstheorie erkl\u00e4rbar? Das Problem der Verf\u00e4lschung wissenschaftlicher Erkenntnisse bzw. der Umformulierung von Erkenntnissen, die andere bereits fr\u00fcher hatten und die dann umformuliert als Ergebnis eigener Forschungst\u00e4tigkeit ausgegeben werden, liegt offenbar viel tiefer. So hat Isaac Newton seine klassische Theorie der Gravitation durch Umformulierung der Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung gewonnen. Sein Versuch, auch die von Gottfried Wilhelm Leibniz erfundene Differential- und Integralrechnung unter dem Titel \u201eFluxionsrechnung\u201c als seine Erfindung auszugeben, mu\u00df als gescheitert angesehen werden, obgleich in den Lexika noch meist eine parallele Erfindung durch Newton behauptet wird. Ein \u00e4hnlicher Vorgang ist etwa 150 Jahre sp\u00e4ter zu beobachten, als die von anderen entwickelte Theorie des Elektromagnetismus von Maxwell zu den oben erw\u00e4hnten Gleichungen zusammengefa\u00dft wird. [\u2026]<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine ern\u00fcchternde Schlu\u00dffolgerung aus den geschilderten Vorg\u00e4ngen ist, da\u00df offensichtlich auch im Bereich der vermeintlich reinen Wissenschaft im Hintergrund machtvolle Interessengruppen agieren, die bestimmte Lehrmeinungen f\u00f6rdern und andere unterdr\u00fccken. Danach liegt der Verdacht nahe, da\u00df die von britischer Seite nach dem ersten Weltkrieg massiv einsetzende Propagierung der Einsteinschen Relativit\u00e4tstheorien auch darin begr\u00fcndet ist, da\u00df diese Theorie die Allgemeing\u00fcltigkeit der Lorentztransformation behauptet und da\u00df damit auch die fundamentale Bedeutung der Maxwellschen Gleichungen, die aus nicht weiter bekannten Gr\u00fcnden gegen\u00fcber dieser Transformation invariant sind, gest\u00fctzt wird.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Was bleibt von Einstein im sogenannten \u201eEinsteinjahr 2005\u201c? Eine erste Begr\u00fcndung des Photoeffekts, mit der die von Max Planck entwickelte Hypothese der Quantelung des Lichts gest\u00fctzt wurde, und f\u00fcr die Einstein 1919 den Nobelpreis erhalten hat. Ansonsten die Verwirrung mehrerer Generationen von Physikern, denen die von Einstein \u00fcbernommene Behauptung der L\u00e4ngenkontraktion und die von ihm selbst erfundene Behauptung der Zeitdilatation als gesichertes Wissen vermittelt wurde. Ist das ein \u201eEinsteinjahr\u201c wert?&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausz\u00fcge aus einem Artikel von Berndt Rainer-Martens aus dem Buch &quot;Die Relativit\u00e4tstheorie f\u00e4llt&quot;, Seiten 433 &#8211; 436: Was vom Einsteinjahr bleibt &quot;Die spezielle Relativit\u00e4tstheorie Albert Einsteins beruht im Wesentlichen auf den Annahmen, da\u00df alle in gleichf\u00f6rmig gegeneinander bewegten Laborsystemen durch-gef\u00fchrten physikalischen Experimente zu gleichen Ergebnissen f\u00fchren. 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