{"id":3017,"date":"2011-08-16T11:57:30","date_gmt":"2011-08-16T10:57:30","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=3017"},"modified":"2011-08-16T11:57:30","modified_gmt":"2011-08-16T10:57:30","slug":"61-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/61-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"61- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 61<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<strong><em> <a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a>.\u00a0 <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, <strong>Unterabschnitt: <\/strong><strong>3.8.2.12 <em><a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Barth<\/span><\/a> und seine Auseinandersetzung mit Vertretern der &#8218;etablierten&#8216; Wis<\/em><\/strong><strong><em>senschaft<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:<\/em><\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>3.8.2.12 <em>Barth und seine Auseinandersetzung mit Vertretern der &#8218;etablierten&#8216; Wis<\/em><\/strong><strong><em>senschaft\u00a0<br \/>\n<\/em><\/strong><em><strong>G. Barth und R. Sexl:\u00a0<\/strong><br \/>\n<\/em>Univ. Prof. Roman Sexl schrieb 1974 in \u201ePhysikalische Bl\u00e4tter\u201c <strong><em>[Anmerkung 422: <\/em><\/strong><em>R. Sexl (1974): \u201eAussenseiter der Naturwissenschaften&quot;\u00a0 in \u201ePhysikalische\u00a0 Bl\u00e4tter&quot;, Weinheim, <\/em><em>30. Jg. Heft Nr. 1<strong>]<\/strong>.<\/em> einen kleinen Auf\u00adsatz mit dem Titel \u201eAussenseiter der Naturwissenschaften&quot;. Darin heisst es: \u201eDa es kaum m\u00f6glich ist, Aussenseitern die Sprache konventioneller Wissenschaft nahe zu bringen (dies w\u00fcrde praktisch jahrelangen Einzelunterricht verlangen), da die Autoren aus sachlichen und emotionellen Gr\u00fcnden nicht bereit bzw. in der Lage sind, Standard\u00advorlesungen zu verfolgen&#8230;&quot;\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Anlass f\u00fcr diesen Artikel Sexls war unter anderem die Lekt\u00fcre von Barths \u201eKlassische und Relativistische Physik&quot;. Aussenseiter kommen in Sexls Artikel auch sp\u00e4ter nicht gut weg und er gibt ihnen heutzutage \u201ekaum mehr Chancen, eine allgemeine Idee bis zu jener Reife zu bringen, die f\u00fcr die Anerkennung durch die Wissenschaft notwendig ist.&quot; Sexl passiert in diesem Aufsatz &#8211; nolens-volens &#8211; ein kleiner, jedoch nicht ganz unbedeutsamer Fehler, den Barth zum Anlass nimmt, massiv Stellung zu beziehen. Bei seinen Literaturhinweisen schreibt Sexl als Erschei\u00adnungsort f\u00fcr oben genannte Arbeit Barths nicht, wie es korrekt heissen sollte \u201eUnter Tullnerbach&quot;, sondern f\u00e4lschlich \u201eTullnerfeld&quot;. Das l\u00f6ste nun eine scharfe Reaktion Barths aus:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In \u201eWissen im Werden\u201c <strong><em>[Anmerkung 423: <\/em><\/strong><em>Heft 1, 2\/1974<strong>]<\/strong> <\/em>schrieb dieser: \u201eAbsicht? Irrtum? &#8211; Aus \u201eUnter Tull\u00adnerbach&quot; mach&#8216; \u201eTullnerfeld&quot; &#8230;Jedes Schulkind lernt, &#8230;dass Tullnerfeld, Marchfeld, Wiener Becken, Landschaftsbezeichnungen sind und keine Orte&#8230; Dass der Herr Pro\u00adfessor beim Erscheinungsort meiner Schrift&#8230; absichtlich einen Phantasieort angege\u00adben hat, eine so niedertr\u00e4chtige Gemeinheit muss ich nat\u00fcrlich ausschliessen.&quot; Und Barth weiter: \u201eIn einer Unterhaltungssendung (1974) des \u00d6sterreichischen Fernsehens verk\u00fcndete Sexl als Physikpapst&#8230; seine Verdammungsurteile \u00fcber \u201eAmateurforscher&quot; &#8230;Sexl machte es mit Intuition: &#8218;Man weiss intuitiv, dass diese Theorien falsch sind.&#8216; &#8230;damit erweist sich Sexl als echter Relativist: Wo normale Menschen ihren Verstand gebrauchen, da haben die Relativisten ihre Intuitionen.&quot; Und Barth schreibt weiter in <em>Wissen im Werden <\/em>1,2\/1974: \u201eZu diesen Aussenseitern, vor allem den (von R. Sexl in dessen Artikel in den \u201ePhysikalischen Bl\u00e4ttern&quot; angesprochenen) \u201eWiderleger(n) der Relativit\u00e4tstheorie&quot;&#8230; dazu also geh\u00f6ren 13 Nobelpreistr\u00e4ger (zum Beispiel Michelson,<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wien, Nernst, Compton, Soddy, Lenard, Stark&#8230; Meinen Mitarbeitern <strong><em>[Anmerkung 424: <\/em><\/strong><em>Barth meint jene Autoren, die Beitr\u00e4ge f\u00fcr sein \u201eWissen im Werden&quot; verfasst haben<strong>]<\/strong>, <\/em>zum Beispiel Wilhelm M\u00fcller, Professor f\u00fcr Theoretische Physik\/M\u00fcnchen oder Prof. S. Mohorovicic, Prof. Dipl. Ing. M. Hegedusic\/Zagreb, Univ. Doz. Dr. Brandenberger\/Z\u00fcrich, um nur einige zu nennen, die fachlichen Kenntnisse abzusprechen, w\u00e4re eine Unversch\u00e4mtheit.&quot; Vom 3.11.1975 datiert ein Brief von R. Sexl an G. Barth: \u201eSehr geehrter Herr Barth! Herzli\u00adchen Dank f\u00fcr ihr Buch \u201eEinstein widerlegt&quot;. Wenn ich Ihnen auch in vielen Punkten nicht zustimmen kann, so enth\u00e4lt es f\u00fcr mich doch &#8211; neben der Darstellung Ihres Stand\u00adpunktes &#8211; zahlreiche historische Zitate, die mir wichtig sind. Mit besten Gr\u00fcssen&#8230;. Sexl.&quot;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth reagiert in <em>Wissen im Werden, <\/em>4\/75 so:<br \/>\n\u201eDa Prof. Sexl so entgegenkommend und freundlich gegen mich ist, habe ich diesen Brief abgedruckt&#8230; In seinem Vortrag \u201eWas haben die Leute gegen die Relativit\u00e4ts\u00adtheorie?&quot; hat Prof. Sexl treffende Worte \u00fcber die Idealisten gesprochen, die oft ihr ganzes Leben dem hoffnungslosen Kampf gegen Einsteins Phantastereien widmen. Ich aber hoffe, durch die freundliche Unterst\u00fctzung von Prof. Sexl ein paar meiner Ein\u00adsteinb\u00fccher zu verkaufen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 425: <\/em><\/strong><em>1974 mietete Barth einen Stand am Flohmarkt in der Wiener Innenstadt (Am Hof), um auf diese Weise Propaganda f\u00fcr seine Ideen zu machen und den Verkauf seiner Schriften zu f\u00f6rdern.<strong>]<\/strong> <\/em>In obigem Vortrag bezog sich Sexl \u00fcbrigens ausdr\u00fcck\u00adlich auf die Arbeiten Barths und zitierte aus folgenden Artikeln Barths: \u201eSexl-Galilei, Profi und Aussenseiter&quot; \u201eProf. Sexl in der Zange&quot;, \u201eDer Fall Sexl ein Skandal&quot;. Dazu Barth in \u201eWissen im Werden&quot;,&#8217;4\/1975: \u201eDer Vortrag hat mich in meiner \u00dcberzeugung best\u00e4rkt, dass Prof. Sexl, so gut wie ich, weiss, dass Einsteins Theorien nicht mehr zu halten sind&#8230;&quot; Und an anderer Stelle schreibt er: \u201eSeit 1972 habe ich Prof. Sexl wie\u00adderholt&#8230; aufgefordert, mir den Michelson-Versuch ohne \u00c4ther zu erkl\u00e4ren. Da ich mit meinem minimalen Einkommen&#8230; kein angemessenes Honorar bezahlen kann, wollte ich f\u00fcr diese Erkl\u00e4rung einer karitativen Vereinigung <strong><em>[Anmerkung 426:<\/em><\/strong> <em>Der Name dieser karitativen Vereinigung ist pro mente in sanis<strong>] <\/strong><\/em>\u00f6S 1000.- spenden.&quot; (Schon ein Jahr zuvor hatte Barth in \u201eWissen im Werden&quot;, 2\/74 dazu eingeladen, diesen Be\u00adtrag dann zu spenden, wenn Sexl nicht imstande sei, diese Erkl\u00e4rung zu geben. Sexl ist niemals auf diesen Vorschlag Barths eingegangen. \u201eEine korrekte Ableitung der Lorentz-Transformation konnte Sexl bis heute nicht liefern.\u201c <strong><em>[Anmerkung 427: <\/em><\/strong><em>\u201eWissen im Werden&quot;, 1\/1982<strong>]<\/strong>. <\/em>Die Wiener Theoreti\u00adsche Physik musste \u00fcbrigens schon weit fr\u00fcher \u00e4hnliche \u201eMerkw\u00fcrdigkeiten&quot; mit teils polemischem und teils auch recht pers\u00f6nlichem Charakter \u00fcber sich ergehen lassen: Etwa im Jahr 1950 kam es im Grossen H\u00f6rsaal des 1.Physikalischen Institutes der Wiener Universit\u00e4t zu einer Auseinandersetzung zwischen Prof. Hans Thirring (dem Nachfolger Erwin Schr\u00f6dingers), der zu den Verteidigern der Relativit\u00e4tstheorie z\u00e4hlte und Prof. Felix Ehrenhaft. Dieser Debatte, bei der es um Probleme der Grundlagen\u00adphysik ging, setzte Ehrenhaft ein j\u00e4hes Ende, indem er &#8211; w\u00fctend seinen Schl\u00fcsselbund an einer Kette drehend &#8211; folgende Worte an Prof. Thirring richtete: \u201eDu, Kleiner, was verstehst du denn schon von Physik&#8230;\u201c. <strong><em>[Anmerkung 428: <\/em><\/strong><em>Auf Tonband aufgezeichnete Erz\u00e4hlung des Ohrenzeugen Reg.rat Nezbeda\/Zentralbibliothek f\u00fcr Physik in Wien. Bei diesem Zitat handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Anspielung Ehrenhafts auf eine \u00c4usserung, die Lise Meitner in den 30-er Jahren gegen\u00fcber ihrem Kollegen Otto Hahn gemacht hat: \u201eDu, H\u00e4hnchen, was verstehst du denn schon von Physik&#8230;&quot;<strong>]<\/strong>. <\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\" title=\"Ekkehard Friebe\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 61 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.12 Barth und seine Auseinandersetzung mit Vertretern der &#8218;etablierten&#8216; Wissenschaft Zitat: 3.8.2.12 Barth und seine Auseinandersetzung mit Vertretern der &#8218;etablierten&#8216; Wissenschaft\u00a0 G. Barth und R. Sexl:\u00a0 Univ. 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