{"id":3001,"date":"2011-07-09T08:21:01","date_gmt":"2011-07-09T07:21:01","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=3001"},"modified":"2011-07-09T08:21:01","modified_gmt":"2011-07-09T07:21:01","slug":"52-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/52-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"52- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 52<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation <span style=\"color: #000000;\">von<em> <a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/strong>.<\/span><\/a><span style=\"color: #000000;\">\u00a0 <\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><span style=\"color: #000000;\">Ka<\/span>pitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: <strong>3.8.2.8 <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;name=Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Barths<\/span><\/a> \u201e<em>Dipoltheorie auf der Basis der griechischen Dialektik&#8220;<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:\u00a0<br \/>\n<\/em><\/strong><strong>3.8.2.8 Barths \u201e<em>Dipoltheorie auf der Basis der griechischen Dialektik&#8220;:<br \/>\n<\/em><\/strong>Dies ist der Untertitel seines Buches \u201eLicht aus den Atomen&#8220;, das 1988 nach einigen Schwierigkeiten, auf die ich sp\u00e4ter n\u00e4her eingehen werde, in Barths Verlag \u201eWissen im Werden&#8220; <strong><em>[Anmerkung 356: <\/em><\/strong><em>Als Sonderband Nr. 9<strong>]<\/strong><\/em> in Zwingendorf, N.\u00d6. erschien. Die wesentlichsten Ans\u00e4tze zu der hier ent\u00adwickelten \u201eDipoltheorie&#8220; sind bereits in Barths \u201eRationale Physik&#8220; dargelegt; in dem neuen Werk allerdings in weitaus systematischerer Form. Die Kernaussage, um die es geht, lautet: \u201eLicht ist kein Ding &#8211; Licht ist eine energetische Relation.&#8220; Barth verfolgt zun\u00e4chst die Wurzeln dieser Anschauung bis zur griechische Antike zur\u00fcck und stellt nach historischer Analyse, die \u00fcber Newton und Leibniz f\u00fchrt, fest, dass die \u201eNatur\u00adphilosophie seither kaum einen bedeutenden Namen aufzuweisen (h\u00e4tte)&#8230; Die denke\u00adrische Verarbeitung der grossen Entdeckungen unterblieb&#8230; Die Experimentalphysiker legten sich naive mechanische Modellvorstellungen zurecht&#8230; einen \u00dcberblick \u00fcber das Ganze der Natur hatten sie nicht.&#8220;<\/p>\n<p><!--more-->Den grossen Theorien unseres Jahrhunderts wirft Barth vor, dass sie nur Scheinl\u00f6sungen brachten, \u201eman verzichtete \u00fcberhaupt auf eine rationale Erkl\u00e4rung.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 357: <\/em><\/strong><em>Vgl. auch Barths \u201eRationale Physik&#8220;<strong>]<\/strong><\/em> \u201eAuch die Philosophen am Anfang des 20. Jahrhundert s ver\u00adsagten g\u00e4nzlich. Die Naturphilosophen wurden zu Minnes\u00e4ngern der Physik&#8230;&#8220;<sup> <\/sup><strong><em>[Anmerkung 358: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S.6<strong>]<\/strong><\/em> &#8211; ein Gedanke, der sehr an das alte Wort von der \u201ePhilosophie als der Magd der Theo\u00adlogie&#8220; erinnert. Nach der Methode der logisch-isolierenden Analyse der platonischen Schule, die ja bereits in der griechischen Antike nicht ohne Kritik geblieben war <strong><em>[Anmerkung 359: <\/em><\/strong><em>Im Dialog \u201eSophistes&#8220; sagt der \u201eFremde aus Elea&#8220;: \u201eAlles von allem absondern zu wollen&#8230; geh\u00f6rt denn auf alle Weise nur zu einem von den Musen ganz Verlassenen und Unphilosophischen.&#8220;; zit. nach Barth<strong>]<\/strong><\/em>, geht Barth auf die rational-kritischen \u00dcberlegungen der Pythagor\u00e4er, des Parmenides und des Protagoras ein, die \u201ebis in die Gegenwart hinein nahezu ohne Einfluss auf&#8230; Philosophie und wissenschaftliches Denken geblieben sind.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 360: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 11<strong>]<\/strong><\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine wesentliche Grundlage f\u00fcr Barths Lichttheorie ist \u201eParmenides&#8220; und der Dialog \u201eSophistes&#8220;, in dem nachgewiesen wird, dass, was f\u00fcr sich ist, \u00fcberhaupt nicht ist. <em>Nur was f\u00fcr ein anderes ist, ist wirkend, ist wirklich&#8230; <\/em>der Fremde aus Elea spricht: \u201eIch sage also, was nur irgendein Verm\u00f6gen besitzt, es sei nun, ein Anderes zu Irgendetwas zu machen, oder, wenn auch nur das Mindeste von dem Allergeringsten zu erleiden, und w\u00e4re es auch nur einmal, das alles sei wirklich. Ich setze n\u00e4mlich die Erkl\u00e4rung fest, um das Seiende zu bestimmen, dass es nichts anderes ist als Verm\u00f6gen, Kraft.\u201c <strong><em>[Anmerkung 361: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 11\/12<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In der \u201eerdfernen Scholastik&#8220; sieht Barth einen R\u00fcckschritt zum platonischen Idea\u00adlismus, die das Sein und das Wirken aufgetrennt hat. Isolierung und Substantivierung f\u00fchren in die Ausweglosigkeit: \u201eMan sah schliesslich nur mehr Teile. Das Ganze, in seinem harmonischen Zusammenhang, ging beinahe v\u00f6llig verloren&#8230;\u201c <strong><em>[Anmerkung 362: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 12<strong>]<\/strong><\/em>, die Harmo\u00adnie des Ganzen, die ja wesentliches Element der pythagor\u00e4ischen Lehre gewesen war. Die Folgen f\u00fcr die Physik: \u201eIn unserem Denken gehen wir davon aus, dass auch in der Wirklichkeit jedes Ding von jedem anderen Ding losgel\u00f6st, abgegrenzt sei&#8230; In der Wirklichkeit ist aber alles mit allem verbunden. Ein Getrenntes, f\u00fcr sich Seiendes ist nicht wirklich, nicht einmal denkm\u00f6glich, wie die griechischen Dialektiker erkannt haben&#8230; Die Physik hat zu pr\u00fcfen, welche Wirkungen an verschiedenen K\u00f6rpern be\u00adobachtet werden k\u00f6nnen und in welcher Weise diese Ver\u00e4nderungen an verschiedenen K\u00f6rpern r\u00e4umlich und zeitlich miteinander zusammenh\u00e4ngen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 363: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 18<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Schwerwiegender ist f\u00fcr Barth allerdings die Substantivierung und die daraus resultierende Substanzialisierung aller physikalischen Begriffe. Die Elektrizit\u00e4t, der Magnetismus, die W\u00e4rme wurden zu Substanzen, physikalisch ausgedr\u00fcckt, zu Fluida. \u201eSchliesslich ist das Licht, als elektrisches und magnetisches Fluidum oder als Energiestrom eine Substanz. Die Lichtkorpuskeln sind Substanzen. Aber auch die Schwingungstheorie muss von Schwin\u00adgungen einer Substanz sprechen. \u201eEbenso sind Relationen, die zwei Dinge, zwei phy\u00adsikalische K\u00f6rper miteinander verbinden, keine Substanzen. Ohne eine klare Bestim\u00admung im strengen philosophischen Sinne ist eine neue Grundlegung der Physik un\u00addenkbar.\u201c <strong><em>[Anmerkung 364:<\/em><\/strong> <em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 24. <\/em>Als Beispiel f\u00fchrt Barth die Begriffe \u201eEntfernung&#8220; und \u201eGeschwindigkeit&#8220; an<strong><em>]. <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u201eRelationen sind gedankliche Konstruktionen, Begriffe, die wir aus dem Ganzen der Wirklichkeit heraustrennen. Physikalisch &#8218;wirklich&#8216; ist nach der Schulauf\u00adfassung, was an physikalischen Messinstrumenten Ver\u00e4nderungen hervorruft. Dabei gibt es erstens Dinge, die unmittelbar auf die Instrumente einwirken, es gibt aber eine weit gr\u00f6ssere Anzahl von Begriffen, die wir nur mittelbar erschliessen, wie die Begriffe \u201eKraft&#8220;, \u201eFeld&#8220;, \u201eGravitation&#8220;, \u201eElektrizit\u00e4t&#8220;, \u201eEntfernung&#8220; usf. \u201eWir sehen also, dass es&#8230; nicht so einfach ist, festzustellen, ob etwas physikalisch wirklich ist und in welcher Weise es wirklich ist&#8220;, da uns die physikalischen K\u00f6rper nicht prim\u00e4r gegeben sind. <strong><em>[Anmerkung 365: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1988): \u201eLicht aus den Atomen &#8211; Dipoltheorie des Lichtes auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;, S. 26<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 52 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.8 Barths \u201eDipoltheorie auf der Basis der griechischen Dialektik&#8220; Zitat:\u00a0 3.8.2.8 Barths \u201eDipoltheorie auf der Basis der griechischen Dialektik&#8220;: Dies ist der Untertitel seines Buches \u201eLicht aus den Atomen&#8220;, das 1988 nach einigen Schwierigkeiten, auf die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-3001","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3001"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3001"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3001\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}