{"id":2998,"date":"2011-07-03T00:35:54","date_gmt":"2011-07-02T23:35:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2998"},"modified":"2011-07-03T00:35:54","modified_gmt":"2011-07-02T23:35:54","slug":"schlus-mit-der-ausbildung-der-physikstudenten-als-papageien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/schlus-mit-der-ausbildung-der-physikstudenten-als-papageien\/","title":{"rendered":"Schlu\u00df mit der Ausbildung der Physikstudenten als Papageien!"},"content":{"rendered":"<p>von <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=499\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Jocelyne Lopez<\/span><\/a><\/p>\n<dl class=\"clearfix fotol\" style=\"text-align: justify; width: 134px;\">\n<dt><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1831\" src=\"http:\/\/wissenschaftliche-physik.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/papagai1.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"175\" \/> <\/dt>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Erkenntnistheoretiker und Nobelpreistr\u00e4ger Karl Raimund Popper hat in seinem gemeinsamen Buch mit dem Nobelpreistr\u00e4ger Konrad Lorenz <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Zukunft-offen-Altenberger-Gespr%C3%A4ch-Popper-Symposiums\/dp\/349200640X\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Die Zukunft ist offen<\/span><\/a> mit den Texten des Wiener Popper-Symposiums 1985 \u00e4u\u00dferst bedeutsame Gedanken \u00fcber die Naturwissenschaften ge\u00e4u\u00dfert:<br \/>\n<em>&#8222;Ich m\u00f6chte mit einem Bekenntnis zur Naturwissenschaft beginnen. Die Wissenschaft steht heute unter dem Einflu\u00df von sehr fragw\u00fcrdigen modernistischen Str\u00f6mungen. Sie wird nicht nur von au\u00dfen, sondern auch von innen angegriffen. Aber ich halte die Naturwissenschaft neben der Musik, der Dichtung und der Malerei f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte <\/em><em>Leistung des menschlichen Geistes.<br \/>\nNat\u00fcrlich kann alles mi\u00dfbraucht werden. Auch die Musik kann mi\u00dfbraucht werden, und sie wird mi\u00dfbraucht. Auch die Malerei kann mi\u00dfbraucht werden, und sie wird mi\u00dfbraucht. Und so wird auch die Wissenschaft mi\u00dfbraucht. Trotzdem ist die Naturwissenschaft unsere gr\u00f6\u00dfte Hoffnung. Wenn wir uns aus dem Sumpf, in den wir geraten sind, heraus\u00adziehen k\u00f6nnen, dann sicher nur mit Hilfe der Wissenschaft.<br \/>\n<!--more--><\/em><em>[&#8230;] In der Wissenschaft gibt es kein Wissen in dem Sinn, in dem man normalerweise im Deutschen vom Wissen spricht. Das wissenschaftliche &#8222;Wissen&#8220; ist kein Wissen: Es ist nur Vermutungswissen. Es kann passieren, da\u00df es im Zentrum der Wissenschaft, dort, wo wir es am wenigsten vermuten w\u00fcrden, zu einer \u00c4nderung kommt, so da\u00df sich alles \u00e4ndert. [&#8230;] Wir wissen nicht, an welcher Stelle die Revolution, die Neuentdeckung kommt. Wir k\u00f6nnen es nicht voraussehen.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nWir k\u00f6nnen in der Wissenschaft nach Wahrheit streben, und wir tun das. Wahrheit ist der grundlegende Wert. Was wir nicht erreichen k\u00f6nnen, ist Sicherheit. Auf die Sicherheit m\u00fcssen wir verzichten. Sicherheit, Gewi\u00dfheit k\u00f6nnen wir niemals bekommen. Alles, was wir tun k\u00f6nnen, ist, da\u00df wir unsere eigenen, von uns geschaffenen Theorien selbstkritisch \u00fcberpr\u00fcfen, da\u00df wir selbst versuchen, unsere Theorien zu zerschlagen, zu widerlegen<\/em>.\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft. Zuerst also schaffen wir die Theorien, und dann kritisieren wir die Theorien. Da wir sehr menschlich zu unseren Theorien eingestellt sind und gew\u00f6hnlich unsere Theorien verteidigen, statt sie zu kritisieren \u2013 n\u00e4mlich unsere eigenen Theorien \u2013 gibt es so etwas wie einen freundlich-feindlichen Wettbewerb zwischen den Wissenschaftlern. Wenn ich meiner Theorie nicht kritisch genug gegen\u00fcberstehe, gibt es hundert Leute, die meiner Theorie sehr kritisch gegen\u00fcberstehen. Und diese kritische Einstellung mu\u00df man begr\u00fc\u00dfen<\/em>&#8222;. (Karl Popper)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft. Und doch erleben wir seit \u00fcber 80 Jahren in der theoretischen Physik einen unvorstellbaren und in hohem Ma\u00dfe unwissenschaftlichen Zustand: Der drastische Ausschlu\u00df und die v\u00f6llige Ausblendung jegliche Kritik im \u00f6ffentlichen Bildungs- und Forschungs-system im Zusammenhang mit der als einzig g\u00fcltig und als bestens best\u00e4tigt erkl\u00e4rten Theorie von Albert Einstein aus dem Jahre 1905, die Spezielle Relativit\u00e4tstheorie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei wird \u00fcberall und weltweit im freien Medium Internet seit Jahren die Existenz einer ungebrochenen und vielf\u00e4ltigen fachlichen Kritik dieser Theorie durch qualifizierte Autoren dokumentiert, wie zum Beispiel mit dem <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftliche-physik.com\/projekt-go-mueller\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOM-Projekt Relativit\u00e4tstheorie<\/span><\/a> \u00fcber 95 Jahre weltweite Kritik der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie oder auch zum Beispiel in unserem Blog \u201e<em>Kritische Stimmen zur Relativit\u00e4tstheorie<\/em>\u201c im kleineren Rahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man erlebt auch dadurch seit mehr als 100 Jahren, dass ein Erkenntnisfortschritt in Forschung und Lehre nicht m\u00f6glich ist: Wertvolle kritische Argumentierungen und widerspruchsfreie Alternativmodellen sind vorhanden, die die etablierte Physikgemeinde konstruktiv untersuchen sollte, nicht zuletzt aufgestellt von hochrangigen und hochqualifizierten Wissenschaftlern. Sie werden alle nicht beachtet, sie werden geschm\u00e4ht, totgeschwiegen oder ohne jeglichen wissenschaftlichen Meinungsstreit als wertlos unwiderruflich disqualifiziert, sowie allen Generationen von Physikstudenten vollst\u00e4ndig vorenthalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst wenn das Thema Kritik der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie nicht mehr Tabu in den Universit\u00e4ten und offiziell \u201e<em>freigegeben<\/em>\u201c w\u00e4re, w\u00fcrde sich das Problem des einseitigen und kritiklosen Tradierens eines ungesicherten Wissens von allein l\u00f6sen: etablierte wissenschaftliche Verlage w\u00fcrden kritische B\u00fccher oder Artikel ver\u00f6ffentlichen, in Lehrb\u00fcchern und im Unterricht k\u00f6nnten kritische Einw\u00e4nde untersucht und Quellen genannt werden, die in allen Universit\u00e4tsbibliotheken zu finden sein k\u00f6nnten, kritische Autoren k\u00f6nnten zu Gastvortr\u00e4gen bei Seminaren eingeladen, kritische Thesen von der etablierten wissenschaftlichen Presse behandelt, Experimente von Kritikern in den Universit\u00e4ten vorgef\u00fchrt oder wiederholt werden, die \u00f6ffentliche Diffamierung gegen die Privatpersonen von Kritikern w\u00fcrde verp\u00f6nt sein und aufh\u00f6ren. Die theoretische Physik w\u00fcrde sich im Selbstgang sanieren und ein normaler wissenschaftlicher Betrieb sich von allein einstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt laut dem Direktor vom Albert Einstein Institut <a href=\"http:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/02\/hinter-der-glanzpapier-fassade-liegt-die-relativitatstheorie-schon-am-tropf\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Prof. Dr. Hermann Nicolai<\/span><\/a> gegenw\u00e4rtig \u201e<em>zwei C4 (W3) Professuren an deutschen Universit\u00e4ten<\/em>\u201c f\u00fcr die Relativit\u00e4tstheorie, wobei es kaum noch \u201e<em>N\u00e4hrboden f\u00fcr Einsteins Nachfolger<\/em>\u201c mehr bestehen soll. Man sollte genau gleichberechtigt zwei C4 (W3) Professuren mit allem, was dazu geh\u00f6rt f\u00fcr die Lehre der Kritik der Relativit\u00e4tstheorie ausschreiben und die Sanierung der theoretischen Physik w\u00e4re gew\u00e4hrleistet. Eine kosteng\u00fcnstige und sachgerechte L\u00f6sung, die jedem nur Recht sein kann und die ohnehin als Pflicht f\u00fcr den Staat im Grundgesetz verankert ist, siehe \u201e<em>Bonner Kommentar zum Grundgesetz<\/em>\u201c Art. 5 \u00a7 3 GG \u201e<em>Wissenschaftsfreiheit<\/em>\u201c, zum Beispiel:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\">Unkonventionelle Forschungsrichtungen und \u2013ergebnisse oder auch Lehrmethoden <strong>d\u00fcrfen nicht begrifflich ausgegrenzt werden<\/strong>, denn gerade Au\u00dfenseiter bed\u00fcrfen des Schutzes davor, dass sie durch die \u201eherrschende Meinung\u201c an der wissenschaftlichen Entfaltung gehindert werden (Notwendigkeit von Innovationsoffenheit);<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\">Der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die n\u00e4chstfolgende Generation <strong>durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu erm\u00f6glichen und zu f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\">[<em>Hervorhebungen durch J. Lopez<\/em>]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Physikstudenten stellen in hohem Ma\u00dfe die Zukunft der Forschung und des Erkenntnisfortschritts in der theoretischen Physik dar. Sie sollen die Probleme l\u00f6sen, die noch ungel\u00f6st sind, sie sollen die Fragen kl\u00e4ren, die noch ungekl\u00e4rt sind, man darf ihnen nichts verstuschen und nichts verschleiern, sowie ihnen auch nicht die gewaltige Vorarbeit vorenthalten, die weltweit seit 100 Jahren von qualifizierten Wissenschaftlern in diesem Gebiet geleistet wurde. Eine Ausbildung besteht nicht daraus, dass jeder Student das Rad selbst neu erfinden muss, sondern es bestehen der Anspruch und das Recht darauf, die Leistungen zur Kenntnis zu nehmen, die schon erbracht wurden.<\/p>\n<p>Wir fordern die Einf\u00fchrung der Lehre der Kritik der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie in den Universit\u00e4ten.<br \/>\nSchlu\u00df mit der Ausbildung der Physikstudenden als Papageien!<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jocelyne Lopez Der Erkenntnistheoretiker und Nobelpreistr\u00e4ger Karl Raimund Popper hat in seinem gemeinsamen Buch mit dem Nobelpreistr\u00e4ger Konrad Lorenz Die Zukunft ist offen mit den Texten des Wiener Popper-Symposiums 1985 \u00e4u\u00dferst bedeutsame Gedanken \u00fcber die Naturwissenschaften ge\u00e4u\u00dfert: &#8222;Ich m\u00f6chte mit einem Bekenntnis zur Naturwissenschaft beginnen. 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