{"id":2996,"date":"2011-06-29T08:44:27","date_gmt":"2011-06-29T07:44:27","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2996"},"modified":"2011-06-29T08:44:27","modified_gmt":"2011-06-29T07:44:27","slug":"49-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/49-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"49- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 49<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: <strong>3.8.2.5 <em><a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Barth<\/span><\/a> und das Wirkungsquantum<\/em> <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:<br \/>\n<\/em><\/strong><strong>3.8.2.5 <em>Barth und das Wirkungsquantum<br \/>\n<\/em><\/strong>Barth sieht die Hauptaufgabe der modernen theoretischen Physik in dem Bem\u00fchen, zu ihren mathematischen Weltkonstruktionen eine physikalische Welt zu erfinden; diese Hauptaufgabe \u00fcbersteige allerdings ihre Kr\u00e4fte bei weitem <strong><em>[Anmerkung 338: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 193<strong>]<\/strong>. <\/em>Die Grosse des Planck&#8217;schen Wirkungsquantums wurde nach Barth \u201ezu einem Absoluten gemacht: Sie sollte die absolut kleinste Energiemenge sein, die es in der Natur gibt. Erkenntnism\u00e4ssige \u00a0Bedenken, etwa nach dem Muster der Eleaten, hatte Planck bei dieser Fest\u00adsetzung offensichtlich nicht. Dass es im Kleinen kein Kleinstes gibt, sondern immer noch ein Kleineres, diese Erkenntnis des Anaxagoras ist dem sonst so philosophischen Mathematiker kein Anlass zu Bedenken.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 339:<\/em><\/strong> <em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 194<strong>]<\/strong>.<\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->\u201eNach unserer Auffassung ist die Ener\u00adgie die physikalische Wirkungsform eines jeden materiellen K\u00f6rpers; oder genauer: die Energie ist eine Relation zwischen den K\u00f6rpern, der K\u00f6rper gegeneinander. Da die K\u00f6rper endlich, begrenzt, sind, so m\u00fcssen auch die Energien zwischen ihnen endlich, begrenzt, sein.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 340: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 196<strong>]<\/strong>.\u00a0 <\/em>Barth ist der Auffassung, Planck geb\u00fchre zwar das Verdienst, das Wirkungsquantum entdeckt zu haben, aber er h\u00e4tte \u201eProbleme mit dem philoso\u00adphischen Beiwerk&#8220;. Und Barth beginnt nun seine eigene Deutung des Auftretens von Wirkungsquanten beim elementaren Strahlungsakt. Er stellt fest, dass die rein formale Beziehung zwischen der kinetischen Energie der Elektronen und dem eingestrahlten Licht, die gefundene Gr\u00f6ssengleichheit E = h.v <strong><em>[Anmerkung 341: <\/em><\/strong><em>E&#8230;Energie, h&#8230;Wirkungsquantum, v&#8230;Frequenz<strong>] <\/strong><\/em>zu einer physikalischen Identit\u00e4t gemacht wurde. Einst ein erkl\u00e4rte, dass das Licht von nun ab&#8230; kein Kontinuum sei, sondern aus diskreten unver\u00e4nderlichen Lichtquanten bestehe, aus den Photonen. Dass er damit seine relativistische Feldkontinuumstheorie in Schwierigkeiten brachte, schien nicht von Bedeutung&#8230; Nur kleine Geister sehen darin Widerspr\u00fcche&#8230;&#8220;\u00a0 <strong><em>[Anmerkung 342:<\/em><\/strong><em> G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 199<strong>]<\/strong>. <\/em>Nach Barth ist die Formalisierung zwar notwendig und f\u00fcr den Fortschritt unerl\u00e4sslich; &#8230;doch kann sie nicht am Anfang stehen. Zun\u00e4chst m\u00fcsse in einer Realwissenschaft ein realer Ge\u00adgenstand gegeben sein; sodann m\u00fcsse dieser Gegenstand \u201egeistig erfasst, erworben und verarbeitet werden. Erst nach dieser Rationalisierung kann die zweckm\u00e4ssigste Form gesucht werden&#8230; Eine Formalisierung ohne vorausgehende Rationalisierung ist not\u00adwendig ein Unding.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 343: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 204<strong>]. <\/strong><\/em>Diese Feststellung bildet den lapidaren Schluss dieses Kapitels.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Auch wenn Barth \u00fcber den <em>mechanischen Elektromagnetismus <\/em>spricht, kritisiert er die mathematische Theorie, die stets dazu neigt, \u201eGr\u00f6ssengleichheit und Identit\u00e4t zu vermengen&#8230; Gleich grosse, aber verschiedenartige Dinge, werden gleichartig. Dadurch wird selbstverst\u00e4ndlich die Rechnung wesentlich vereinfacht. Die Natur bleibt davon unber\u00fchrt. Jeder materielle K\u00f6rper kann gegen einen anderen&#8230; ein elektrisches Poten\u00adtial haben. Die elektrische Energie besteht wie jede andere Energie in einer Relation zu einem anderen materiellen K\u00f6rper. Die Elektronentheorie verselbst\u00e4ndigt aber diese Energie, sie wird materialisiert, zu einem Konkretum, das in positiver oder negativer Form auftritt. In Wirklichkeit hat positiv und negativ nur Sinn in bezug aufeinan\u00adder.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 344: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 210<strong>]<\/strong>. <\/em>In Auseinandersetzung mit der modernen Atomtheorie \u00fcbt Barth ebenfalls grunds\u00e4tzliche Kritik: \u201ePostulate, Verbote, Gebote, sind nur&#8230; leere Worte. Sie bedeu\u00adten nicht mehr als: Ich weiss nicht warum. Der anschauliche Zusammenhang zwischen den Bohrschen Postulaten und der Lichtstrahlung bietet nicht mehr Aufkl\u00e4rung als der Zusammenhang zwischen dem Donnergott und Blitz und Donner.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 345: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 224<strong>]. <\/strong><\/em>Zur Be\u00adschreibung der Ph\u00e4nomene muss eine mathematische Funktion, die h\u00e4ufig eine dis\u00adkontinuierliche Reihe ist, gefunden werden, welche den gestellten Bedingungen gerecht wird. Dazu Barth: \u201eEntspricht der eine oder andere Wert nicht der Wirklichkeit, so wird er zun\u00e4chst als verboten erkl\u00e4rt, um dann durch eine neu aufgestellte Funktion zu beweisen, dass es nicht anders sein konnte.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 346: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 225<strong>]<\/strong>. <\/em>Barth meint, dass das st\u00e4ndige Einf\u00fchren immer neuer Quantenbedingungen mit Physik l\u00e4ngst nichts mehr zu tun h\u00e4tte: \u201eNur die Nomenklatur ist physikalisch und selbstverst\u00e4ndlich sind die Rechen\u00adergebnisse mit den physikalischen Beobachtungen in voller \u00dcbereinstimmung.&#8220; Und Barth fordert: \u201eKehren wir zur\u00fcck von diesem phantastischen Hexentanz. Sehen wir ab von dem &#8230;eigenschafts\u00adlosen Atom. Wir kehren damit zur\u00fcck zum wirklichen Atom, einem wirklichen Element der wirklichen Welt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 347: <\/em><\/strong><em>G. Barth: \u201eRationale Physik&#8220;, S. 226<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 49 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.5 Barth und das Wirkungsquantum Zitat: 3.8.2.5 Barth und das Wirkungsquantum Barth sieht die Hauptaufgabe der modernen theoretischen Physik in dem Bem\u00fchen, zu ihren mathematischen Weltkonstruktionen eine physikalische Welt zu erfinden; diese Hauptaufgabe \u00fcbersteige allerdings ihre [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2996"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2996\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}