{"id":2990,"date":"2011-06-17T08:30:38","date_gmt":"2011-06-17T07:30:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2990"},"modified":"2011-06-17T08:30:38","modified_gmt":"2011-06-17T07:30:38","slug":"46-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/46-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"46- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 46<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong><span style=\"color: #800000;\">.<\/span>\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">,<\/span> <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:<br \/>\n<\/em><\/strong>F\u00fcr Barth ist kein Ereignis in der Natur f\u00fcr sich, sozusagen losgel\u00f6st vom \u00dcbrigen, ein Ergebnis des Zufalls, sondern es steht in strengem kausalem Zusammenhang mit dem Gesamtablauf des Weltgeschehens. Und er zieht den Schluss: \u201eGeben wir Naturgesetzlichkeit \u00fcber\u00adhaupt zu, so m\u00fcssen wir auch zugeben, dass das Naturgeschehen gerichtet ist.&#8220; <strong><em>[Anmerkung 310: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 31<strong>]<\/strong>.<br \/>\n<\/em>Mit Platon ist Barth der \u00dcberzeugung, dass die Natur zun\u00e4chst auf das Allgemeine ausgerichtet ist. Daraus folgt, \u201e&#8230;dass uns das Allgemeine, die Begriffe, die Ideen im Sinne Platons von Natur aus gegeben sind. Sie sind uns angeboren, mit uns evolution\u00e4r entstanden. Die Menschwerdung besteht dann nicht darin, dass wir lernen, Begriffe zu bilden, sondern dass uns dieses angeborene Allgemeine bewusst wird.\u201c <strong><em>[Anmerkung 311: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 36<strong>]<\/strong>.<\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Da es nirgends in der Welt streng definierte Grenzen gibt, m\u00fcsse der Mensch, um die Na\u00adtur logisch erfassen zu k\u00f6nnen, erst definieren, also k\u00fcnstliche Grenzen setzen, diese seien notwendig willk\u00fcrlich, \u201e&#8230;sie k\u00f6nnen zweckm\u00e4ssig sein, m\u00fcssen damit aber nicht wahr&#8230; sein. Nur eine solche k\u00fcnstlich definierte Welt k\u00f6nnen wir mit unserem ratio\u00adnalen Denken voll erfassen. Diese rationale Beherrschbarkeit ist der eminente Vorteil der logischen Welt gegen die wirkliche Welt. Dass sich die logische und die wirkliche Welt nicht decken, lag schon den griechischen Denkern offen vor.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth meint, dass &#8211; evolution\u00e4r gesehen &#8211; die klassische Logik selbstverst\u00e4ndlich nicht die letzte, g\u00fcltige Methode zur Erforschung der Wirklichkeit sein k\u00f6nne, da es ja in der Natur keine nach dem Satz des Widerspruches definierte Teile gebe. Das Ganze ist der kontradiktorischen Logik nicht zug\u00e4nglich. Wir sehen aber etwa am Beispiel der Infinitesimalrechnung, dass der menschliche Geist nicht nur intuitiv f\u00e4hig ist, son\u00addern auch durch exakte Methoden f\u00e4hig ist,&#8230; \u00dcberg\u00e4nge zu beschreiben, das Werden und Vergehen, das Wirken in der Natur zu beschreiben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wir beherrschen (heute) den Grenz\u00fcbergang, nach dem Zenon vergeblich suchen musste. Wir k\u00f6nnen ihn nicht ra\u00adtional, logisch verstehen, wir besitzen nur die Technik, ohne ihn mit den Mitteln der noch heute geltenden Logik erfassen zu k\u00f6nnen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 312: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 39<strong>]<\/strong>.<\/em> Und mit Herakleitos ist Barth der \u00dcberzeugung, dass \u201ealles fiiesst&#8220;. \u201eAlles, was wir um uns herum beobachten, sind nur Ver\u00e4nderungen; es gibt nur scheinbar Best\u00e4ndiges&#8230; wir finden (in der Natur) durchwegs die Anschauung des Heraklit best\u00e4tigt, dass stets durch Spannungen und Ausgleich der Spannungen das Geschehen der Natur in Bewegung gehalten wird. Bei jedem Ausgleich bilden sich Spannungen, Potentialdifferenzen neuer Art.\u201c <strong><em>[Anmerkung 313: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 43<strong>]<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dem\u00adnach ist auch \u201eGleichgewicht&#8220;, der Zustand der Ruhe, nur theoretisch von Dauer, in Wirklichkeit nur ein vor\u00fcbergehender Zwischenzustand. Barth stellt fest, dass den\u00adnoch \u201edie Mechanik bis Newton von statischen Vorstellungen ausgeht. Der Mensch steht mitten im Fliessen der Natur, er ist selbst ein Teil dieses \u201eFlusses&#8220; und auch vom \u201eMenschen gilt, dass es in der Natur keine einseitigen Wirkungen eines K\u00f6rpers auf einen anderen K\u00f6rper gibt, sondern nur <em>Wechselwirkungen. <\/em>Wenn wir von Einwirkun\u00adgen der Umwelt auf den Menschen sprechen und umgekehrt&#8230; so geschieht dies, wie schon gezeigt, nur wegen des begrenzten Fassungsverm\u00f6gens des menschlichen Geistes, der nie das Ganze, sondern stets nur mehr oder weniger willk\u00fcrlich begrenzte Teile \u00fcberschauen kann.\u201c <strong><em>[Anmerkung 314: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 58<strong>]<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Zum Problemkreis \u201eMathematik und Physik &#8211; Der Totalit\u00e4ts\u00adanspruch der mathematischen Theorie&#8220; schreibt Barth: \u201eDas kennzeichnende Merkmal unserer Situation ist&#8230; der Totalit\u00e4tsanspruch der mathematischen Theorie&#8230; Der ma\u00adthematische Formalismus wird zur Idealwissenschaft.&#8220; Diese Anklage erhebt Barth st\u00e4ndig. Nicht nur in bezug auf die Relativit\u00e4tstheorie oder Quantentheorie, son\u00addern auch bez\u00fcglich der W\u00e4rmetheorie. \u201eDie richtigen Rechenergebnisse einer Theorie k\u00f6nnen&#8230; niemals die Richtigkeit der Rechnung oder gar die Richtigkeit der Pr\u00e4mis\u00adsen beweisen&#8230;&#8220; Speziell in bezug auf die Relativit\u00e4tstheorie meint Barth: \u201eEs zeigt deutlich die Fragw\u00fcrdigkeit der ganzen Theorie, wenn uns immer wieder versichert wird, die Relativit\u00e4tstheorie k\u00f6nne nur mathematisch widerlegt werden&#8230; Fragw\u00fcrdig sind die Voraussetzungen, fragw\u00fcrdig ist die Notwendigkeit oder die Zul\u00e4ssigkeit des angewandten Algorithmus, nicht seine fachgerechte Durchf\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Fragw\u00fcrdig sind schliesslich die aus dem Rechenergebnis gezogenen Folgerungen. Wenn eine Rechnung negative Apfel ergibt&#8230; wenn heute negative Zeiten oder negative Energien errechnet werden&#8230; so <em>m\u00fcssen <\/em>tats\u00e4chlich negative Zeiten oder negative Energien existieren,&#8230; gegen eine solche Argumentation ist kaum ein Einwand m\u00f6glich&#8230; jedenfalls w\u00e4re er zwecklos.\u201c <strong><em>[Anmerkung 315: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 90<strong>]<\/strong>.<\/em> Dann beruft sich Barth auf B. Russell: \u201eMan kann die Mathematik de\u00adfinieren als Wissenschaft, in der wir niemals wissen, wor\u00fcber wir reden, noch ob das, was wir reden, wahr ist.\u201c <strong><em>[Anmerkung 316: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 94<strong>]<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 46 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: F\u00fcr Barth ist kein Ereignis in der Natur f\u00fcr sich, sozusagen losgel\u00f6st vom \u00dcbrigen, ein Ergebnis des Zufalls, sondern es steht in strengem kausalem Zusammenhang mit dem Gesamtablauf des Weltgeschehens. 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