{"id":2989,"date":"2011-06-15T10:01:45","date_gmt":"2011-06-15T09:01:45","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2989"},"modified":"2011-06-15T10:01:45","modified_gmt":"2011-06-15T09:01:45","slug":"45-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/45-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"45- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 45<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">,<\/span> <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:\u00a0<br \/>\n<\/em><\/strong>Barth wirbt f\u00fcr seine \u201eRationale Physik&#8220; in \u201eWissen im Werden&#8220;(Heft 1988 A): \u201eDie Weite der philosophia naturalis von Newton wurde in den folgenden Jahrhunderten von Mathematikern in der H\u00f6heren Mechanik immer weiter auf wenige Rechenaufgaben ein\u00adgeengt. Vor hundert Jahren begann die Krise der Physik mit dem Michelson-Versuch und mit der Entdeckung der strahlenden Materie. Die enge Basis der mechanistischen Physik musste bei diesen Neuerungen versagen. Unser Jahrhundert, bestimmt durch die totale Zensur der Relativisten, brachte nur immer neue mathematische Konstruk\u00adtionen; jede Verbindung zur physikalischen Wirklichkeit ging verloren. Die Rationale Physik bringt&#8230; eine auf den Grund gehende kritische Auseinandersetzung mit den Problemen der modernen Theorie.\u201c <strong><em>[Anmerkung 303: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1962): \u201eRationale Physik&#8220;, S. 4<strong>]<\/strong> <\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Im Vorwort bedauert Barth, dass Hegel kaum Einfluss auf die Naturwissenschaften der Gegenwart genommen hat: \u201eGerade die Einheit in der Vielheit und umgekehrt, das Zusammenwirken von allem mit allem, &#8230;hat Hegel in den allgemeinsten Katego\u00adrien entwickelt&#8230; Um ein Ding zu erforschen, m\u00fcssen wir es in Teile zerlegen. Doch nicht weil dies die ideale Methode der Forschung ist, sondern weil unser Geist noch nicht imstande ist, ein Ganzes als Ganzes zu erfassen. Aus der Unvollkommenheit unseres Intellekts folgt die Notwendigkeit der Analyse. Dar\u00fcber d\u00fcrfen wir jedoch nicht vergessen, dass die Natur nicht aus Teilen zusammengesetzt ist, sondern dass wir nur k\u00fcnstliche Teile aus dem Ganzen heraustrennen. <strong><em>[Anmerkung 304: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1962): \u201eRationale Physik&#8220;, S.10. Anm.: Dieser Gedanke erinnert an eine \u00c4usserung Nietzsches. In der \u201eFr\u00f6hlichen Wissenschaft&#8220; schreibt der Philosoph vom \u201ezerst\u00fcckelnden Verstand&#8220; und meint, dass \u201ein Wahrheit ein Kontinuum vor uns&#8220; st\u00fcnde.<strong>] <\/strong>..<\/em>&#8230;Wenn man dann \u00fcberdies diese k\u00fcnstlich abgetrennten Teile in ein aussernat\u00fcrliches Jenseits verlegt, wie es die Atomtheorie&#8230; tut, dann ist der Phantasie freier Lauf gegeben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Damit wird die Theorie zur Metaphysik. Die Atome und ihre Teile bleiben davon unber\u00fchrt&#8230;\u201c <strong><em>[Anmerkung 305: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S.10<strong>]<\/strong>.<\/em> Barth ent\u00adwickelt dann Schritt f\u00fcr Schritt &#8211; ausgehend vom Zustand der Physik in der Mitte des 19.Jahrhunderts, wie und warum es nach dem Zusammenbruch der mechanistischen Weltauffassung zur Krise der Theorien kam und er beruft sich auf Planck, der im Jahr 1939 die Auffassung \u00e4usserte, das \u201ephysikalische Weltbild (h\u00e4tte) von vornherein nur eine Bedingung zu erf\u00fcllen, dass es in allen seinen Teilen logisch widerspruchsfrei ist. Sonst ist dem Bildner&#8230; freie Hand gelassen&#8230; und er braucht seiner Einbildungskraft keinerlei Zwang auferlegen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 306:<\/em><\/strong><em> Zitiert nach <\/em><em>G. Barth, Rationale Physik, S.13<strong>]<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth kritisiert nun die \u201ekrasse Unlogik&#8220; der folgen\u00adden \u00c4usserung Plancks, die in \u201eWege zur physikalischen Erkenntnis&#8220; im Jahr 1930 erschienen war: \u201eDie beiden S\u00e4tze: Es gibt eine reale, von uns unabh\u00e4ngige Aussenwelt, und: Die reale Aussenwelt ist nicht unmittelbar erkennbar, bilden zusammen den Ausgangspunkt der ganzen physikalischen Wissenschaft.&#8220; Barth meint dazu: \u201eSolchen unbek\u00fcmmerten K\u00fchnheiten gegen\u00fcber steht die realistische Auffassung, dass die Na\u00adtur objektiv real gegeben ist, dass wir mit unseren Sinnen zwar nicht die ganze Natur, aber doch die Natur selbst erkennen k\u00f6nnen&#8230;unabh\u00e4ngig von unserem Willen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 307: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S.14<strong>]<\/strong>.<\/em> Gelegentlich wird seitens physikalischer Theoretiker derart argumentiert: Da man mit den bekannten Gesetzen die neuen experimentellen Beobachtungen nicht mehr erfassen kann, ist ein rationale Deutung des Naturgeschehens schlechthin unm\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth: \u201eSo wird denn nicht die Physik umgebaut, sondern die Logik \u201eerweitert&#8220;. Die Kausalit\u00e4t, die Begriffe Raum und Zeit, die Naturgesetzlichkeit \u00fcberhaupt werden revolution\u00e4r umgeformt und den jeweiligen Tagesproblemen angepasst.&#8220; Barth ist der Auffassung, man solle nicht so sehr von einer Krise der Physik, als vielmehr von einer Krise der Theorie sprechen und er stimmt Blochinzew zu, der \u00e4usserte: \u201eDie Quantenmecha\u00adnik und die Relativit\u00e4tstheorie hatten einen bestimmten Erfolg bei der Erkl\u00e4rung der Erscheinungen der Physik hoher Energien, aber er war doch sehr begrenzt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 308: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, vgl. S. 23<strong>]<\/strong>.<\/em> Im Ka\u00adpitel \u201eBeginn und Voraussetzungen der Naturwissenschaft &#8211; die Rationalisierung&#8220; geht Barth von den Alten Griechen und ihren Vorl\u00e4ufern aus: \u201eKeinesfalls k\u00f6nnen wir&#8230; den Mythos an den Anfang des menschlichen Denkens \u00fcberhaupt stellen. Dies ist eine Frage, die f\u00fcr gewisse Tendenzen in der modernen Physik besondere Bedeutung er\u00adlangt&#8230; indem sich das Denken vom mittelbar Gegebenen abl\u00f6st und in einer durch die Wirklichkeit unkontrollierten Weise das Gedachte fortentwickelt, entsteht der Mythos. Die Grenze zwischen Wirklichem und Gedachtem wird verwischt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 309: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Rationale Physik, S. 26<strong>]<\/strong>.<br \/>\n<\/em><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt).\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 45 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat:\u00a0 Barth wirbt f\u00fcr seine \u201eRationale Physik&#8220; in \u201eWissen im Werden&#8220;(Heft 1988 A): \u201eDie Weite der philosophia naturalis von Newton wurde in den folgenden Jahrhunderten von Mathematikern in der H\u00f6heren Mechanik [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2989","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2989"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2989\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}