{"id":2984,"date":"2011-06-07T08:34:24","date_gmt":"2011-06-07T07:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2984"},"modified":"2011-06-07T08:34:24","modified_gmt":"2011-06-07T07:34:24","slug":"42-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/42-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"42- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 42<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">,<\/span> <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<br \/>\n<strong><em>Zitat:<br \/>\n<\/em><\/strong>1968 brachte er [Barth] neuerlich eine erweiterte Auflage dieser Schrift unter dem Titel \u201eEin\u00adstein widerlegt &#8211; Rationale Physik gegen magisch-paradoxe Theorie&#8220; heraus, in der der Stil seiner Kritik bereits sch\u00e4rfer ist. Das Vorwort dieses Werkes hat folgende Pr\u00e4ambel: <em>\u201eDu kannst jederzeit eine gewisse Anzahl von Menschen bluffen. Aber die ganze Welt f\u00fcr alle Zeiten zu bluffen, glaube mir, das ist unm\u00f6glich.\u201c <strong>[Anmerkung 272: <\/strong>Barnum, der Erfinder des Bluffs, zit. nach E. Gehrcke (1924): Die Massensuggestion der Relati\u00advit\u00e4tstheorie, Berlin<strong>]<\/strong><\/em> Barth schreibt, dass er durch die Herausgabe seiner Zeitschrift \u201eWissen im Werden&#8220;, die er im Jahr 1958 begonnen hatte, nach und nach einen Kreis von Relativisten kennen gelernt hatte &#8211; einen Teil jener \u201eGarde&#8220;, die noch aktiv am Einsteinrummel der 20-er Jahre teilge\u00adnommen hatte. Nach anf\u00e4nglicher Einsamkeit in seiner Eigenschaft als Einsteinkritiker sah sich Barth nach 1954 in einem kleinen Kreis von Aussenseitern, die \u201esich dem Vor\u00adwurf aussetzten, sie verst\u00fcnden entweder nichts von der Sache&#8220; oder \u201eseien eben zu dumm&#8220;, wie Barth schreibt. <strong><em>[Anmerkung 273: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1968): \u201eEinstein widerlegt&#8220;, S.5<strong>]<\/strong><\/em> und der Autor verweist auf Andersens M\u00e4rchen von des Kaisers neuen Kleidern.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Wie so oft, so kritisiert Barth auch an dieser Stelle das Schulsystem: \u201eEine Kritik des Gelehrten ist v\u00f6llig unerw\u00fcnscht&#8230;eine Ausnahme war mein hochverehrter Lehrer Ehrenhaft, der Physik kritisch vortrug&#8220; Ehrenhaft war, wie erw\u00e4hnt, leidenschaftlicher Einstein-Gegner. Im Vorwort von \u201eEinstein widerlegt&#8220; schreibt Barth weiter: \u201eDie magisch-paradoxe Theorie kann keine rationale Diskussion gestatten. Wie zu Galileis Zeiten verfolgt die moderne Inquisition ihre Gegner.&#8220; An dieser Stelle ist anzumerken, dass Barths Motive seiner Ablehnung rein wissenschaft\u00adlicher Natur waren und sind, und nichts mit so genannter \u201edeutscher&#8220; bzw. \u201eundeut\u00adscher&#8220; Physik zu tun haben. Ein schwerer Vorwurf, der einst auch einer grossen Zahl von Antirelativisten entgegengebracht wurde. Barth zitiert den Astronomen Albrecht Uns\u00f6lt, Kiel <strong><em>[Anmerkung 274: <\/em><\/strong><em>\u201ePhysikalische Bl\u00e4tter&#8220;, 15, 1059, Heft 12<strong>]<\/strong>, <\/em>der von \u201ezwei ehemaligen Nobelpreistr\u00e4gern&#8220; spricht, die versuchten, die ihnen unverst\u00e4ndlichen Neusch\u00f6pfungen der Relativit\u00e4tstheorie und der Quanten\u00adtheorie \u201edurch die stupide Senilit\u00e4t der &#8218;Deutschen Physik&#8216; zu verdr\u00e4ngen.&#8220; Ph. Lenard war f\u00fcnf Jahre \u00e4lter als Einstein und erhielt 1905 den Nobelpreis. Barths Kommen\u00adtar: \u201eSo bleibt notwendig die Zahl der Kritiker bescheiden\u201c <strong><em>[Anmerkung 275: <\/em><\/strong><em>\u201ePhysikalische Bl\u00e4tter&#8220;, 1059, Heft 12, <\/em>S.13<strong><em>]<\/em><\/strong>. P. K. Feyerabend, ein Verehrer Einsteins schreibt: \u201eEinstein hat sich niemals mit dem Sinn physikalischer Behauptungen befasst, sondern nur mit ihrer Richtigkeit.\u201c <strong><em>[Anmerkung 276: <\/em><\/strong><em>Fischer-Lexikon der Philosophie 1959<strong>]<\/strong><\/em> Das im Untertitel seines Buches angesprochene Magische an der Relativit\u00e4tstheorie erl\u00e4utert Barth so: \u201eDie Tendenz zum Magischen, die dem mathematischen Algorithmus innewohnt, hat schon Mach in seiner \u201eMechanik&#8220; gekennzeichnet. Die moderne Theorie insgesamt hat sich in einen ausweglosen Mathematismus verrannt. Die paradoxen Ergebnisse, die Widerspr\u00fcche zur allgemeinen Naturgesetzlichkeit, die Widerspr\u00fcche zu jedem normalen menschlichen Denken \u00fcberhaupt sollen durch den ewig wiederholten Hinweis auf die exakte Methode der Mathematik und auf die angebliche Beschr\u00e4nkung auf \u201eTatsachen&#8220; \u00fcberdeckt werden. Die Folge ist mythisch-magische Willk\u00fcr.\u201c <strong><em>[Anmerkung 277: <\/em><\/strong><em>G. Barth, Einstein widerlegt, S.13<strong>]<\/strong><\/em> Immer sch\u00e4rfer wird also Barths Sprache. \u201eDie Relativit\u00e4tstheorie ist von Mathematikern am Schreibtisch erfunden worden, die den Sinn f\u00fcr die Natur v\u00f6llig verloren haben&#8230;&#8220;, schreibt auch Wilhelm M\u00fcller, der Nachfolger von Sommerfeld in M\u00fcnchen. <strong><em>[Anmerkung 278:<\/em><\/strong> <em>W. M\u00fcller, zit. nach Barth, Einstein widerlegt, S.13. Anm.: W. M\u00fcller war Professor f\u00fcr Theoretische Physik a. d. Universit\u00e4t M\u00fcnchen<strong>]<\/strong>. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt). <strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 42 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl. Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: 1968 brachte er [Barth] neuerlich eine erweiterte Auflage dieser Schrift unter dem Titel \u201eEin\u00adstein widerlegt &#8211; Rationale Physik gegen magisch-paradoxe Theorie&#8220; heraus, in der der Stil seiner Kritik bereits sch\u00e4rfer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2984"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2984\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}