{"id":2980,"date":"2011-06-03T07:55:30","date_gmt":"2011-06-03T06:55:30","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2980"},"modified":"2011-06-03T07:55:30","modified_gmt":"2011-06-03T06:55:30","slug":"41-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/41-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"41- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 41<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a>, <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:\u00a0<br \/>\n<\/em><\/strong>Zum Thema \u201eNaturbeschreibung und Naturerkl\u00e4rung&#8220; f\u00fchrt Barth in Hinblick auf die Vorliebe der Relativisten f\u00fcr \u201ek\u00fchne Behauptungen&#8220; als Beispiel den Newtonschen Eimerversuch an (Newton dreht einen an einer Schnur h\u00e4ngenden, mit Wasser gef\u00fcllten Eimer: dadurch steigt das Wasser infolge der Zentrifugalkraft am Rand in die H\u00f6he); \u201edie Relativisten behaupten dagegen, dass man auch bei diesem Experiment nicht un\u00adterscheiden k\u00f6nne, ob sich das Wasser bewegt oder das Laboratorium. Zum Beweis dieser Behauptung schlagen sie einen Gegenbeweis vor: Man h\u00e4nge wieder einen Ei\u00admer mit Wasser auf. Doch wird diesmal der Eimer festgehalten und daf\u00fcr das ganze Weltall um ihn herumgedreht&#8220; Wieder zeige sich der gleiche Effekt. \u201eZwischen bei\u00adden Versuchen besteht allerdings ein grundlegender Unterschied: Newton hat seinen Eimer wirklich aufgeh\u00e4ngt und gedreht. Die Relativisten drehen das Weltall nur in Gedanken.&#8220;\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Ebenso geh\u00f6re zur Allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie die Behauptung, dass Gravitation und Beschleunigung nicht unterscheidbar seien. Zur .Veranschaulichung der Gleichheit von Beschleunigung und Gravitation wird als Beispiel ein fahrender Aufzug angef\u00fchrt. Barth: \u201eWie will man aber diese Erkl\u00e4rung mit dem Ablauf der Zeit vereinen? Wenn sich der Aufzug mit&#8230; gleicher Beschleunigung bewegt, so w\u00e4chst seine Geschwindigkeit immer weiter. Wo soll das enden? &#8230;Dem gegen\u00fcber ist die Massenanziehung, wenn die K\u00f6rper in gleicher Entfernung von einander bleiben, ein Zustand ohne Energieumsetzungen&#8230; die Gleichsetzung von Beschleunigung und Gra\u00advitation kann auch in der Relativit\u00e4tstheorie, wie Fock gezeigt hat, nur f\u00fcr kleine R\u00e4ume gelten.\u201c <strong><em>[Anmerkung 269: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 93<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth wirft der Relativit\u00e4tstheorie auch vor, dass sie lediglich eine beschreibende Theorie sei, die uns keine Naturerkl\u00e4rung gebe. Sie w\u00fcrde uns z.B. nicht sagen, warum sich L\u00e4ngen und Zeiten je nach der Bewegung des Messenden \u00e4ndern w\u00fcrden: \u201eDie \u00c4nderung der L\u00e4ngen und Zeiten in der Relativit\u00e4tstheorie ist kausal nicht zu begr\u00fcnden, sondern nur final. Die Welt ver\u00e4ndert sich entsprechend der Lorentztransformation zu dem einen Zweck, dass das Postulat der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit erf\u00fcllt werde.\u201c <strong><em>[Anmerkung 270: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 94<strong>]. <\/strong><\/em>Der Einwand, dass die Folgerungen aus der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit jeder Erfahrung und dem gesunden Men\u00adschenverstand widersprechen, hat nach Barth f\u00fcr den Relativisten kein Gewicht. Wenn Theorie und Natur nicht \u00fcbereinstimmen, umso schlimmer f\u00fcr die Natur&#8230; \u201eKommt dann unser Verstand nicht mit, so ist es wieder schlimm f\u00fcr ihn.&#8220; Barth hat in dieser Schrift auch zu zeigen versucht, dass alle durch die Relativit\u00e4tstheorie erkl\u00e4rten Natur\u00aderscheinungen auch ohne die absolut konstante Lichtgeschwindigkeit zu erkl\u00e4ren seien. \u201eDer Zusammenhang zwischen Masse und Energie folgt daraus, dass auch Tr\u00e4ghkeit und Schwere nicht Materie an sich, sondern nur Formen der Energie sind&#8220; Weiters hat Barth Einsteins Behauptung, man k\u00f6nne nur relativistischen Zeiten, und zwar nur durch reversierende Lichtsignale, messen, \u201ewiderlegt durch die Einf\u00fchrung der Zeitmes\u00adsung mit Hilfe der Systembewegung, die von der Lichtbewegung unabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Durch die Systembewegung gelingt es, Zeiten und L\u00e4ngen von einem System in ein anderes zu \u00fcbertragen, ohne jede Kontraktion, Dilatation oder sonstige Ver\u00e4nderung, wie sie f\u00fcr die absolut konstante Lichtgeschwindigkeit gefordert werden. Diese L\u00e4ngen und Zeiten entsprechen vollkommen den Vorstellungen der klassischen Physik, sie gelten \u201eabsolut&#8220;, unabh\u00e4ngig von Bewegungen und Entfernungen. Barth argumentiert, dass es zwar im Raum keine bevorzugten Richtungen gebe, dass aber dagegen die Richtung des Zeitlaufes unabh\u00e4ngig vom jeweiligen Standpunkt, durch die Aufeinanderfolge von vorher und nachher gegeben sei. Beide st\u00fcnden einander nicht mehr gleichwertig ge\u00adgen\u00fcber, denn: \u201e&#8230;nur eine Richtung ist wirklich. Die Gegenrichtung ist nicht wirklich, ja auch nicht denkbar. Da nun jedes Wirken von Kr\u00e4ften, \u00fcberhaupt das gesamte Naturgeschehen eine Funktion der Zeit ist, ist auch jedes Wirken von Kr\u00e4ften, jeder Vorgang in der Natur eindeutig gerichtet&#8230;.hier gibt es keine Relativit\u00e4t. Von keinem Standpunkt aus kann der Donner vor dem Blitz&#8230;geschehen.&#8220; Mit der \u201emathematischen Zeit&#8220; verhalte es sich allerdiings anders, meint Barth. Hier g\u00e4be es kein Hindernis, die Richtung umzukehren.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Zeit wird zu einer rein geometrischen Grosse und kann nach den Gesetzen der Geometrie beliebig transformiert werden: \u201eDie mathematische Zeit ist relativ. Die Relativit\u00e4tstheorie behauptet darum mit Recht di$ uneingeschr\u00e4nkte Relativit\u00e4t aller Naturerscheinungen. Allerdings haben, dies \u00fcbersieht die Theorie, solche mathematischen Setzungen nur G\u00fcltigkeit f\u00fcr den Bereich der Mathematik. Sie sind aber nicht imstande, die Lichtgeschwindigkeit in der Natur konstant zu machen.&#8220; Barth schliesst diese Arbeit mit der Bemerkung: \u201eDieser Relativismus ist der Surrea\u00adlismus in der Wissenschaft, Symptom unserer geistigen Situation. Die Entwicklung der Natur wird auch diese Stufe \u00fcberschreiten.\u201c <strong><em>[Anmerkung 271: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.98<strong>]. <\/strong><\/em>Dies schrieb Barth 1954 im Alter von 42 Jahren.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt). <strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 41 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). 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