{"id":2978,"date":"2011-05-30T07:44:37","date_gmt":"2011-05-30T06:44:37","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2978"},"modified":"2011-05-30T07:44:37","modified_gmt":"2011-05-30T06:44:37","slug":"40-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/40-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"40- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 40<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">,<\/span> <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat:<br \/>\n<\/em><\/strong>Die Relativit\u00e4tstheorie kennt keine absolute Gleichzeitigkeit, da man sie in keiner Weise feststellen kann. Dazu Barth: \u201eEs ist immer gef\u00e4hrlich zu behaupten, dass es etwas <em>nicht <\/em>gibt, ob es sich nun um Bazillen, Dinosaurier oder um die Gleichzeitigkeit han\u00addelt. Beweisen l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich eine solche Behauptung nicht \u2026.. <strong><em>[Anmerkung 263: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 60<strong>].<\/strong><\/em>&#8230;Unsere Aufgabe besteht nun darin, zu zeigen, dass es ausser den relativistischen Uhren, deren Gangun\u00adterschiede wir nicht kontrollieren k\u00f6nnen, und ausser den relativistischen Licht Signalen, deren Geschwindigkeit immer konstant sein soll, dass es also ausser diesen beiden Zeit\u00admessmethoden noch andere&#8230; gibt, die Zeit zu messen.&#8220; Barth bietet sodann eine Alter\u00adnative an und fasst zusammen: \u201eDas Ergebnis dieser \u00dcberlegungen ist einfach. Wenden wir zur Zeitbestimmung nicht die als absolut konstant postulierte Lichtgeschwindigkeit an, sondern die jeweils relative Geschwindigkeit von K\u00f6rpern oder Bezugsystemen, so kommen wir zu absoluten Zeiten, das heisst eben zu Zeiten, die unabh\u00e4ngig sind von der jeweiligen relativen Bewegung zwischen gemessenem Ereignis und Beobachter, und ebenso unabh\u00e4ngig sind von r\u00e4umlichen Distanzen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 264: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 69<strong>]. <\/strong><\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Die Behauptung der \u201eRelativisten&#8220;, es gebe keine andere M\u00f6glichkeit, Zeiten von einem System in ein anderes (dagegen bewegtes) System zu \u00fcbertragen, als durch die Anwendung von Lichtsigna\u00adlen, ist nach Barth unrichtig. \u201eWendet man aber zur Zeitbestimmung Lichtstrahlen mit absolut konstanter Geschwindigkeit an, dann ergibt sich allerdings die Notwen\u00addigkeit, die Zeit zu relativieren. Durch Anwendung der Lorentztransformation wird auf diese Weise mathematisch formell die absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit herbeigef\u00fchrt. Es ist klar, dass sich damit in der Natur selbst noch gar nichts \u00e4ndert. Die Zeit w\u00e4re nur dann relativ, wenn die Lichtgeschwindigkeit wirklich absolut kon\u00adstant w\u00e4re. Aus der Anwendung von Lichtsignalen allein folgt nat\u00fcrlich noch nicht die Relativierung der Zeit. Ist das Einstein&#8217;sche Postulat der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aber unbegr\u00fcndet und&#8230; falsch, dann kann man selbstverst\u00e4nd\u00adlich auch mit Lichtsignalen nur absolute Zeiten messen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 265: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 73<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dass das Einsteinsche Postulat nur zur H\u00e4lfte auf Beobachtung, zur anderen H\u00e4lfte aber auf einer fiktiven Lichtgeschwindigkeit in einem hypothetischen Medium beruht, demonstriert Barth in dieser Schrift ausf\u00fchrlich. Im Abschnitt \u201eKritik der Folgerungen&#8220; des Buches \u201eKlassi\u00adsche und Relativistische Physik&#8220; (also dem Vorl\u00e4ufer von \u201eAntirelativus&#8220;) liefert Barth sein wissenschaftliches Glaubensbekenntnis: \u201eNicht die Zweckm\u00e4ssigkeit kann letztes Kriterium einer Theorie sein, sondern nur ihre <em>Wahrheit, <\/em>ihre \u00dcbereinstimmung mit Vernunft und beobachteter Natur. Wenn wir also die Grundlagen der Relativit\u00e4ts\u00adtheorie f\u00fcr willk\u00fcrlich und daher f\u00fcr falsch erkl\u00e4ren, so w\u00e4re es an sich \u00fcberfl\u00fcssig, ihre Folgerungen im einzelnen zu untersuchen\u2026\u201c <strong><em>[Anmerkung 266: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 73<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nach Aufz\u00e4hlung mehrerer, h\u00e4ufig diskutierter Folgerungen \u00fcbt Barth nun Kritik an der gesamten neueren mathematischen Physik: \u201eWer nicht mitkommt, wird nur bedauert. Psychologisch ist diese Entwicklung \u00e4usserst interessant. Zun\u00e4chst versteht der Sch\u00fcler kein Wort von der Relativit\u00e4tstheorie. Aber schliesslich packt er doch ir\u00adgendwo einen Zipfel. Damit f\u00fchlt er sich als Mitwisser des grossen Arcanums. Wie sollte er auf den Gedanken kommen, dass etwas, das so schwierig zu verstehen ist, dieses Geheimnis, durch das er weit \u00fcber die Menge der Nicht wissenden erhoben ist, falsch sein k\u00f6nnte? Jedes Geheimnis, und sei es noch so unsinnig, hat eine magische Wirkung. Wir haben uns damit abgefunden, dass man die Natur nicht verstehen kann; denn selbst die Wissenden versichern uns, dass sie die Natur zwar berechnen, aber nicht verstehen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 267: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S. 81<strong>]. <\/strong><\/em>Barth ist der \u00dcberzeugung, dass es stets Dinge geben wird, die wir noch nicht wissen, dass es aber keinen Teil der Natur gibt, den wir prinzipiell nicht verstehen k\u00f6nnen. Hier h\u00e4tten wir noch nicht die Grenze des M\u00f6glichen erreicht. Der Relativismus h\u00e4tte uns so sehr erfasst, dass man vielfach eine Unterscheidung zwischen wahr und falsch \u00fcberhaupt f\u00fcr unm\u00f6glich h\u00e4lt. <strong><em>[Anmerkung 268: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, vgl. S. 89<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende,<\/em><\/strong> Fortsetzung folgt). <strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 40 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: Die Relativit\u00e4tstheorie kennt keine absolute Gleichzeitigkeit, da man sie in keiner Weise feststellen kann. 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