{"id":2977,"date":"2011-05-28T07:26:17","date_gmt":"2011-05-28T06:26:17","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2977"},"modified":"2011-05-28T07:26:17","modified_gmt":"2011-05-28T06:26:17","slug":"39-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/39-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"39- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 39<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a>, <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat: <\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wie viele andere Kritiker der Relativit\u00e4tstheorie, so sieht auch Barth das Hauptpro\u00adblem dieser Theorie in der Einsteinschen Annahme, bzw. Forderung nach der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Im Kapitel \u201eFolgerungen der Relativit\u00e4tstheorie&#8220; untersucht Barth die Konsequenzen, die sich aus den Thesen ergeben und beginnt, \u201edie Theorie ihres mathematisch-formalen Gewandes zu entkleiden.\u201c <strong><em>[Anmerkung 257: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.27<strong>]<\/strong> \u00a0<\/em>und er l\u00e4sst sich nicht \u201evon den Relativisten vertr\u00f6sten, dass bei normalen Geschwindigkeiten, im Alltag, in der Technik, schliesslich alles beim Alten bleibt&#8230; Die Relativit\u00e4tstheorie bietet keinerlei Schwierigkeiten f\u00fcr unser t\u00e4gliches Leben. Aber sie ist eine kaum zu \u00fcberwindende Schwierigkeit f\u00fcr unseren Denkapparat. Es kann uns nicht wundem, wenn sich dem nicht relativistisch geschulten Denker die Haare zu Berge stellen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 258: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.27<strong>].<\/strong> <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->1990 sagte Barth in einer Fernsehaufzeichnung: \u201eDie Relativit\u00e4tstheorie ist. ein Beispiel daf\u00fcr (ebenso wie auch die bereits besprochene W\u00e4rmetheorie), wie man un\u00adunterbrochen zu logischen Widerspr\u00fcchen kommt. Wie kann so etwas Irrationales jahrzehntelang als \u201eexakte Wissenschaft&#8220; weitergegeben werden?&#8230; Zun\u00e4chst (als Stu\u00addent) zweifelte ich daran, ob mein eigenes Denken logisch, rational ist&#8230; eigentlich hat mich unser Pfarrer dazu veranlasst, mich n\u00e4her mit der Sache zu befassen.&#8220; Lo\u00adgische Probleme sah Barth zum Beispiel h\u00e4ufig bei der Interpretation des Ergebnisses des Michelson-Versuches: \u201eDer Michelson-Versuch ist negativ, daher nimmt der \u00c4ther das Licht nicht mit; und zwar deshalb, weil es keinen \u00c4ther gibt&#8230; Genau dasselbe gilt&#8230; f\u00fcr das Feld.\u201c <strong><em>[Anmerkung 259: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.45<strong>].<\/strong>\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth setzt fort: \u201eWomit vergleicht nun Einstein die auf der Erde gemessene Geschwindigkeit? Offensichtlich mit der Geschwindigkeit des Lichtes im elektromagnetischen Feld. Ich sehe daher nicht ein, was wir durch diese Umbe\u00adnennung gewinnen. Denn wenn wir den \u00c4ther leugnen und nichts Gleichwertiges an seine Stelle setzen, dann haben wir im Michelson-Versuch nur eine einzige Lichtge\u00adschwindigkeit, die wir mit nichts vergleichen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen daher an einem Weltfeld festhalten, in dem sich das Licht, genau so wie im Maxwellschen \u201eruhenden Welt\u00e4ther&#8220;, nach allen Seiten gleich schnell ausbreitet. Dass die Lichtgeschwindigkeit im Feld genauso hypothetisch ist wie die Lichtgeschwindigkeit im \u00c4ther, ist gewiss. H\u00f6chst sonderbar sind aber die weiteren \u00dcberlegungen Einsteins&#8230; Aus einer Messung der Lichtgeschwindigkeit in einem einzigen Bezugssystem l\u00e4sst sich die absolute Kon\u00adstanz dieser Geschwindigkeit in allen Systemen nicht beweisen. Wir haben keinerlei Anlass, dieses sonderbare Prinzip zu postulieren.\u201c <strong><em>[Anmerkung 260: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.48<strong>].<\/strong>\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth argumentiert, die Rela\u00adtivit\u00e4tstheorie w\u00fcrde den \u00c4ther als das bevorzugte Weltfeld leugnen, jedoch nehme sie den geleugneten \u00c4ther, das nichtvorhandene Weltfeld zum Anlass, das Postulat der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aufzustellen. Die Relativit\u00e4tstheo\u00adrie vergleiche eine real gemessene Lichtgeschwindigkeit mit einer Geschwindigkeit in einem nichtexistierenden Medium und setze diese beiden Geschwindigkeiten einander gleich. \u201eObwohl im Michelson-Versuch nur eine einzige Lichtgeschwindigkeit beobach\u00adtet werden kann, behaupten die Relativisten doch, dass die absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit eine Beobachtungstat\u00adsache sei. Beobachtet ist die eine H\u00e4lfte des Versuches. Die andere ist aus der Theorie erschlossen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 261: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.48<strong>]<\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth analysiert sodann die Lorentz-Transformation, die ja ebenfalls auf Grund des negativen Ausganges des Michelsonversuches \u00a0in die Physik eingef\u00fchrt wurde. Der erste Versuch, den Widerspruch zwischen Theorie und Beobachtung zu l\u00f6sen, war die Lorentz-Kontraktion: \u201eWenn wir von Lorentz-Kontraktion sprechen, dann sind wir dabei der festen \u00dcberzeugung, dass es irgendein Verfahren geben muss, mit dem man diese Verk\u00fcrzung aller L\u00e4ngen nachweisen kann&#8230; Da wir jedoch nur materielle Ma\u00dfst\u00e4be haben, die alle der Lorentzkontraktion unterliegen, k\u00f6nnen wir diese Verk\u00fcrzung vorl\u00e4ufig nicht feststellen. Die L\u00e4ngen sind also verschieden, wir k\u00f6nnen diese Verschiedenheit nur nicht beobachten.&#8220; Barth vergleicht dies mit der Messung der Kanten eines rechteckigen Tisches mit einem Gummiband als Ma\u00dfstab. Eine derartige Messung k\u00f6nnte das Ergebnis haben, dass alle Seiten gleich lang sind (aus einem rechteckigen Tisch k\u00f6nnte durch blosse Messung ein quadratischer werden).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Bez\u00fcglich der Bewegungsgleichung: Geschwindigkeit = Weg : Zeit stellt Barth zun\u00e4chst (trivialerweise) fest, dass es zum Zwecke der Konstanthaltung der Geschwin\u00addigkeit n\u00f6tig sei, bei einer Ver\u00e4nderung des Weges auch die Zeit zu ver\u00e4ndern. Barth meint sodann, das eigentliche \u201eWunder&#8220; der Relativit\u00e4tstheorie sei die Ver\u00e4nderung der Zeiten. \u201eDadurch wird erst die absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ver\u00adwirklicht&#8230; dazu hat Einstein einen neuen Zeitbegriff eingef\u00fchrt, die <em>relative <\/em>Zeit.\u201c <strong><em>[Anmerkung 262: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.53<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 39 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: Wie viele andere Kritiker der Relativit\u00e4tstheorie, so sieht auch Barth das Hauptpro\u00adblem dieser Theorie in der Einsteinschen Annahme, bzw. Forderung nach der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. 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