{"id":2976,"date":"2011-05-26T07:16:22","date_gmt":"2011-05-26T06:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2976"},"modified":"2011-05-26T07:16:22","modified_gmt":"2011-05-26T06:16:22","slug":"38-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/38-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"38- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der <em>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 38<\/span> <\/em>\u00a0der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE<strong><em> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">,<\/span> <\/em><\/strong>(Fortsetzung).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat: <\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>3.8.2.4 <em>Barth und die Relativit\u00e4tstheorie Einsteins<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Breiteren Kreisen wurde Barth als \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220; auf Grund sei\u00adner leidenschaftlichen Ablehnung der Relativit\u00e4tstheorie Einsteins bekannt. Es gibt kaum ein Heft seiner wissenschaftskritischen Zeitschrift \u201eWissen im Werden&#8220;, in dem nicht mindestens ein Artikel zu finden w\u00e4re, der sich kritisch mit der Relativit\u00e4tstheo\u00adrie auseinandersetzt. Schon w\u00e4hrend seines ersten Physikstudiums wollte sich Barth nicht mit den, wie er sp\u00e4ter immer sagt \u201emagischen und paradoxen&#8220; Grundlagen und Folgerungen von Einsteins Arbeiten abfinden. So erscheint es verst\u00e4ndlich, dass Barth nicht nur wegen seiner Ablehnung wichtiger Grundpfeiler der etablierten W\u00e4rmelehre, sondern auch wegen seiner Einsteinkritik und seiner Zweifel an der Rationalit\u00e4t dieser Theorie mit seinen Lehrern in Konflikt kam und sich auf diese Weise &#8211; wohl zu fr\u00fch -in die Rolle des Aussenseiters man\u00f6vrierte.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Einfach nur erlerntes Wissen zu reproduzieren, schien Barth nicht der richtige Weg zu sein, um zu Erkenntnis zu gelangen; aber diese Einstellung versperrte ihm zugleich auch den Zugang zum regul\u00e4ren Wissenschaftsbetrieb. Es w\u00fcrde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, die n\u00e4heren Umst\u00e4nde zu untersuchen, auf welche Weise Barths Universit\u00e4tslehrer im einzelnen auf dessen kritische Position reagierten; einfach d\u00fcrfte es jedoch nicht zugegangen sein; z\u00e4hlte doch zum Beispiel der seinerzeitige Vorstand des Instituts f\u00fcr Physik, Uni v. Prof. D r. Felix Ehrenhaft zu Barths Lehrern und dieser war wohl einer der erkl\u00e4rtesten Einsteingegner. Anderseits war aber Univ. Prof. Hans Thirring \u00a0(ebenfalls einer von Barths Lehrern) sowohl Einsteinfachmann, als auch Ein\u00adsteinfreund.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die erste gr\u00f6ssere Arbeit Barths, die sich systematisch mit der Kritik der Relati\u00advit\u00e4tstheorie auseinandersetzt, ist sein Buch \u201eKlassische und relativistische Physik&#8220;, erschienen in seinem Verlag <em>Wissen im Werden <\/em>und von Barth selbst im Buchdruck in Untertullnerbach hergestellt, erschien in einer sp\u00e4teren Auflage auch unter dem Titel \u201eAntirelativus&#8220;. Mangels eines Verlegers ging Barth also 1954 daran, sein Buch ei\u00adgenh\u00e4ndig zu setzen und mit einer \u201eantiken&#8220; Tiegeldruckpresse auch selbst zu drucken. Im Vorwort schreibt er: \u201e&#8230;auch zu anderen Zeiten war die Wissenschaft in Not&#8220; und erinnert an Galilei; \u201eda habe ich die Sache selbst in die Hand genommen und mir die n\u00f6tigen Buchstaben gekauft (Lettern, Setzkasten)&#8230; Abs\u00e4tze aufnageln und drucken sollte man zumindest in den Gymnasien lehren, um die Not der Wissenschaft doch etwas zu mildern\u201c <strong><em>[Anmerkung 253:<\/em><\/strong> <em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.3<strong>] <\/strong><\/em>und er schreibt weiter: \u201e&#8230;h\u00e4tte Einstein seine Theorie nicht auf\u00adgestellt, w\u00e4re auch dieses B\u00fcchlein (104 Seiten) nicht geschrieben worden.\u201c <strong><em>[Anmerkung 254: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.3<strong>]<\/strong><\/em>. Zum Schluss des Vorwortes heisst es: \u201eEs sind immer die gleichen alten und ewig neuen Fra\u00adgen, die wir immer wieder neu zu l\u00f6sen haben. Licht, Energie und Materie, Raum und Zeit, von unserem heutigen Standpunkt sollte ein Weg in die Zukunft gewiesen werden.\u201c <strong><em>[Anmerkung 255: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.4<strong>]<\/strong>.<\/em> Barth beginnt seine Auseinandersetzung mit dem Aufzeigen der historischen Entwicklung, dass n\u00e4mlich die Relativit\u00e4tstheorie aus dem Problem der Lichtbewe\u00adgung entstanden war. Die Relativit\u00e4tstheorie erscheint Barth zun\u00e4chst ein m\u00f6glicher Ausweg aus der Krise zu sein. Die Schwierigkeit, die Barth mit dieser Theorie hat, bezieht sich auf die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit: \u201eTats\u00e4chlich liegt der Ursprung der Relativit\u00e4tstheorie in dem Einsteinschen Postulat von der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Dieses Postulat geht weit \u00fcber das klassische und somit auch \u00fcber das Einsteinsche Relativit\u00e4tsprinzip hinaus\u201c. <strong><em>[Anmerkung 256: <\/em><\/strong><em>G. Barth (1954): \u201eRelativistische und Klassische Physik&#8220;, S.24]. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der \u00a0Abschnitt 38 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl. Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2.4 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: 3.8.2.4 Barth und die Relativit\u00e4tstheorie Einsteins Breiteren Kreisen wurde Barth als \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220; auf Grund sei\u00adner leidenschaftlichen Ablehnung der Relativit\u00e4tstheorie Einsteins bekannt. 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