{"id":2973,"date":"2011-05-21T08:40:07","date_gmt":"2011-05-21T07:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2973"},"modified":"2011-05-21T08:40:07","modified_gmt":"2011-05-21T07:40:07","slug":"35-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/35-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"35- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 35<\/span>\u00a0 der Dissertation von <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt:<\/em><\/strong><strong><em> 3.8.2 FALLSTUDIE <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/Gotthard_Barth\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">GOTTHARD BARTH<\/span><\/a>, <\/em><\/strong><em>(Fortsetzung). <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat: <\/em><\/strong><em><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Der Joule-Thomson-Effekt: <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das ideale Gas, erl\u00e4utert Barth, folgt der Isotherme von Boyle und Mariotte. Wirkliche Gase zeigen bei Entspannung eine Abk\u00fchlung, den Joule\u2013Thomson-Effekt (1853)&#8230; Dieser Effekt bringt erst unter einer ganz bestimmten Temperatur, der sog. \u201eInversionstemperatur&#8220; eine Abk\u00fchlung. Oberhalb dieser Temperatur erw\u00e4rmt sich das Gas bei seiner Expansion (!) &#8211; entgegen der Theorie. Barth kritisiert auch hier die Schulphysik: \u201eDa geht man diskret \u00fcber diese Tatsache hinweg&#8230; die sch\u00f6ne Geschichte von der adiabatischen Abk\u00fchlung bei Expansion passt gut in die Theorie, sie wird aber durch das Experiment widerlegt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 242: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 52<strong>]. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth setzt seine Kritik fort: \u201eBeim idealen Gas gibt es jedenfalls keine Adiabate &#8230; die mathematischen Kreisprozesse behandeln ab\u00adstrakt ideale Gase. Dennoch verwenden sie die Adiabate, die es beim idealen Gas nicht gibt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 243: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 52<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><!--more-->3.8.2.3 <em>Barth und der 2. Hauptsatz der mechanischen W\u00e4rmetheorie<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u201eDie W\u00e4rme ist &#8230;nicht Abfall aller energetischen Umsetzungen, sondern vielmehr ihre prim\u00e4re Quelle. Nur ein naturfremder Theoretiker kann das Auf und Ab in der Natur \u00fcbersehen, den Wechsel von Vergehen und Entstehen. Energetisch ausgedr\u00fcckt: Potentiale der einen Energie gleichen sich aus, Potentiale einer anderen Energie werden durch den Ausgleich vergr\u00f6ssert&#8230; also wieder: Potentiale gleichen sich aus. Das gilt nach Barth f\u00fcr jede Form der Energie, und speziell eben auch f\u00fcr die W\u00e4rmeenergie&#8230; aber nur ein f\u00fcr die Wirklichkeit der Natur Blinder kann die andere Seite \u00fcbersehen, das gleichzeitige Entstehen und Anwachsen von Potentialen anderer Energieformen&#8230; das vollkommen verlustfreie Funktionieren der kinetischen Gastheorie, nach der die verschiedenartigsten Molek\u00fcle einem abstrakten mathematischen Schema folgen, das die gesamte Mechanik auf die elementaren Gesetze des idealen elastischen Sto\u00dfes re\u00adduziert, das \u00fcbertrifft alles, was je an science fiction erdacht wurde.\u201c <strong><em>[Anmerkung 244: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 54<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zur Kritik der kinetischen Gastheorie:<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nach Barth z\u00e4hlt die kinetische Gastheorie zum Kuriosesten, was die abstrakte ma\u00adthematische Theorie produziert hat. Diese Theorie w\u00fcsste wohl zwischen Fl\u00fcssigkeiten und Gasen zu unterscheiden; worin aber solle ihr \u201eUnterschied bei der kritischen Tem\u00adperatur bestehen, wenn Fl\u00fcssigkeit und Gas die gleiche Dichte haben?&#8220;. Das Problem sieht Barth unter anderem auch darin, dass die Theorie nicht wirkliche Molek\u00fcle be\u00adtrachtet, sondern lediglich \u201eideale Massepunkte&#8220; <strong><em>[Anmerkung 245: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 56f<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Makrophysikalische Atome und Molek\u00fcle:<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth argumentiert, dass dagegen die These, dass Atome und Molek\u00fcle genauso physikalische K\u00f6rper seien, wie alle anderen physikalische K\u00f6rper, sehr einfach sei; dass also nicht von mathematischen Punkten gesprochen werden d\u00fcrfe, denen man, wie Barth sagt, nach Bedarf physikalische Grossen zuordnet. \u201eDer naive mechanisti\u00adsche Atomismus, ebenso wie die kinetische Gastheorie, bewegen das absolut Volle im Absolut Leeren. F\u00fcr diese primitiven mechanistischen Materialisten gibt es nur Druck und Stoss als physikalische Wirklichkeit. Damit wird die Basis der Physik aufs \u00c4usserste reduziert.\u201c <strong><em>[Anmerkung 246: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 58<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">F\u00fcr Barth ist also die Annahme plausibler, dass sich Molek\u00fcle fester K\u00f6rper angen\u00e4hert wie feste K\u00f6rper verhalten, die Molek\u00fcle der Fl\u00fcssigkeiten aber das Verhalten von Fl\u00fcssigkeiten, also keine Formelastizit\u00e4t zeigen. Molek\u00fcle von Gasen zeigen ebenfalls keine Formelastizit\u00e4t und bieten einer Volumsverkleinerung nur gerin\u00adgen Widerstand. Die Ver\u00e4nderungen, die als Funktion der Temperatur vor sich gehen, sind nicht \u00c4nderungen einer mechanischen Bewegungsenergie, sondern \u00c4nderungen der thermischen Energie und ihrer Parameter. \u201eW\u00e4rmeenergie ist nicht mechanische Ener\u00adgie&#8230; Die mathematischen Theoretiker wollten Mayer nicht verstehen.\u201c <strong><em>[Anmerkung 247: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 59<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>W\u00e4rmekraftmaschinen, deren Wirkungsgrad und die Temperatur:<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u201eNach der falschen Formel von Clausius&#8220;, schreibt Barth \u201emit absoluter Nulltem\u00adperatur, war der Wirkungsgrad einer Maschine nur dadurch zu verbessern, dass man die obere Temperatur des Arbeitsmediums erh\u00f6hte\u201c <strong><em>[Anmerkung 248: <\/em><\/strong><em>G. Barth. \u201eWirkungsgrad und absolute Temperatur&#8220;, Wissen im Werden 11\/1975, vgl. S. 70<strong>]<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Temperatur ist aber nach Barth nur <em>ein <\/em>Kriterium f\u00fcr den Wirkungsgrad von W\u00e4rmekraftmaschi\u00adnen, keineswegs jedoch das wichtigste: \u201eEinen entscheiden\u00adden Forstschritt konnte F. L\u00f6sel dadurch erzie\u00adlen, indem er die Treib- und Umlenkr\u00e4der der Dampfturbinen sehr schmal gestaltet&#8230;&#8220; 1923 erh\u00f6hte L\u00f6sel den Dampfdruck seiner Turbinen auf 30 at. Damit konnte eine Brennstoffersparnis von etwa 40% erzielt werden&#8230; Die Maschine arbeitete bei einer Dampftemperatur von 235 Grad Celsius.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt<strong>)<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 Abschnitt 35\u00a0 der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). Zitat: Der Joule-Thomson-Effekt: Das ideale Gas, erl\u00e4utert Barth, folgt der Isotherme von Boyle und Mariotte. 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