{"id":2970,"date":"2011-05-14T09:01:23","date_gmt":"2011-05-14T08:01:23","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2970"},"modified":"2011-05-14T09:01:23","modified_gmt":"2011-05-14T08:01:23","slug":"32-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/32-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"32- Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 32<\/span>\u00a0 der Dissertation von<em> <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt:<\/em><\/strong><strong><em> 3.8.2 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, <\/em><\/strong><em>(Fortsetzung). <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat: <\/em><\/strong><em><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Barth versuchte, seine bis dahin zusammengetragenen Erkenntnisse in seinem Buch \u201eRationale Physik&#8220;(1962) zusammenzufassen.<br \/>\nDas Wesentliche dieser Arbeit war, zusammengefasst, dass die Natur nicht einen materiellen, substantiellen Untergrund hat. Das Sichtbare sind Abfolgen von Ereignissen, die irgendwie miteinander in gesetzli\u00adchem Zusammenhang stehen. Wir sind aber nicht imstande, <em>mehr <\/em>als dies festzustel\u00adlen. \u201eMeine Schwierigkeit war immer, dass ich gegen die Lehrmeinung stand. Und da kamen mir nat\u00fcrlich oft Zweifel, ob mein Denken richtig sei&#8230;deshalb besch\u00e4ftigte ich mich dann mit Logik und Dialektik.&#8220; Barth plante daraufhin mit einer Schrift \u201eDas Eine und das Werden&#8220; in Philosophie bei Prof. E. Heintel zu dissertieren. Bei dieser Ar\u00adbeit\u00a0geht es vor allem um das Problem des Grenz\u00fcberganges; um den \u00dcbergang vom Sein zum Nicht-sein, vom \u00dcbergang von der Null zur Eins und um das Problem der Unendlichkeit.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->\u201eDa ich also mein Studium nicht abgeschlossen hatte, gab es f\u00fcr mich auch keine Hoffnung auf eine wissenschaftliche Bet\u00e4tigung im Rahmen des regul\u00e4ren Wissen\u00adschaftsbetriebes und da ergab sich dann die M\u00f6glichkeit als Fremdenf\u00fchrer, bzw. als Kustos auf Burgen und Schl\u00f6ssern ein kleines Einkommen zu erreichen. Dort hatte ich auch viel mit Kunst zu tun, sodass ich mich auch in diese Richtung weiterentwickeln konnte.&#8220; Wesentlich f\u00fcr Barths Entwicklung war stets auch die Musik. In Barths jun\u00adgen Jahren wurde im famili\u00e4ren Kreis h\u00e4ufig Hausmusik gemacht, wobei zum Beispiel Schubert-Lieder und Loewe-Balladen zur Auff\u00fchrung kamen. Barth begleitete seinen Gesang auf dem Klavier und auch heute noch wirkt Musik auf ihn, wie er sagt, \u201egeistig befruchtend&#8230; Ich werde aber mit zunehmendem Alter immer kritischer &#8211; es gibt nur mehr ganz wenig wirklich Vollkommenes f\u00fcr mich &#8211; dazu z\u00e4hlt etwa Schuberts letztes Streichquintett.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">So war f\u00fcr Gotthard Barth w\u00e4hrend seiner h\u00e4ufigen Umz\u00fcge (insgesamt bis dato 14 mal) sein Fl\u00fcgel nicht nur heikelstes, auch sehr wesentliches \u00dcbersiedlungsgut. Als die wesentlichsten Stationen bez\u00fcglich seiner h\u00e4ufigen Ortsver\u00e4nderungen bezeichnet Barth die Burg Greifenstein: \u201eDa konnte ich mich vor allem im Winter ganz meinen Studien widmen&#8220;. N\u00e4chste bedeutende Station war die Burg Liechtenstein, die Barth gemeinsam mit seiner Ehefrau erst bewohnbar machen musste. Zeitweise wohnten die Barths auch in Untertullnerbach im Wienerwald am Wienerwaldsee. In Hardegg be\u00adwohnten sie als Kustoden das benachbarte Forsthaus und konnten damals \u201esorgenfrei, aber ohne Luxus leben&#8230; Ich hatte gen\u00fcgend Freiheit f\u00fcr meine Arbeit &#8211; das Schlimm\u00adste w\u00e4re geistige Abh\u00e4ngigkeit gewesen:&#8220; L\u00e4ngere Zeit hindurch (in den 60-er und 70-er Jahren) nahmen die Barths Quartier in Hessendorf bei Langau im Waldviertel und leben nun seit 1972 in Zwingendorf im Weinviertel, nahe der CSFR-Grenze in einem ehemaligen 3-st\u00f6ckigen Zollhaus. Dieses Geb\u00e4ude sollte urspr\u00fcnglich abgerissen werden. Die Barths konnten es jedoch vor der Spitzhacke retten.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Hier hat Barth nun gen\u00fcgend Platz zu seiner Verwirklichung: Das \u201eHaus Bradley&#8220;, wie Barth es nach dem englischen Astronomen benannte, bietet mit sieben v\u00f6llig getrennten Wohneinheiten von 70 Quadratmetern Platz f\u00fcr Barths hauseigene Setzerei, Druckerei &#8211; im Wiener Technischen Museum steht die gleiche Tigeldruckpresse, wie jene Barths, ist aber so\u00adgar noch etwas j\u00fcnger &#8211; wobei Barth noch mit Bleilettern setzt und seit 1987 auch die elektronische Datenverarbeitung als Erg\u00e4nzung einsetzt. Die meisten Schriften Barths entstanden im Eigenverlag \u201eWissen im Werden&#8220; mittels dieser Ausr\u00fcstung. Weiters bietet das Haus Platz f\u00fcr eine stattliche Bibliothek, eine Sammlung antiker physika\u00adlischer Messinstrumente und einem Spiegelteleskop f\u00fcr astronomische Beobachtungen. Barth: \u201eJetzt bin ich am Ende der Welt gelandet&#8230; bin der Gro\u00dfstadt f\u00fcr immer ent\u00adflohen&#8230; das ist ein Platz, wo ich in meiner Welt leben kann&#8230; in der Gro\u00dfstadt ist mir kreatives Denken nicht m\u00f6glich &#8211; Ruhe und Abgeschiedenheit von der \u00fcbrigen Welt ist f\u00fcr mich Grundvoraussetzung f\u00fcr sch\u00f6pferisches Denken.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der unmittelbare Kontakt mit der Natur ist f\u00fcr Barth ebenfalls wichtig: Seine Freizeit in Zwingendorf verbringt Barth bei seinen Bienenv\u00f6lkern.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt<strong>)<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 Abschnitt 32\u00a0 der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 3: GEGENWART, Unterabschnitt: 3.8.2 FALLSTUDIE GOTTHARD BARTH, (Fortsetzung). 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