{"id":2946,"date":"2011-03-23T11:23:44","date_gmt":"2011-03-23T10:23:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2946"},"modified":"2011-03-23T11:23:44","modified_gmt":"2011-03-23T10:23:44","slug":"14-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/14-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"14 &#8211; Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 14<\/span>\u00a0 der Dissertation von <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong>. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Zitat: <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Kapitel 3 <\/strong><strong>GEGENWART<\/strong><\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 210px\"><em>\u201eAussenseiter sind die Hofnarren der Wissenschaft!&#8220; <\/em>Ekkehard Friebe<br \/>\n<strong><em>[Anmerkung 1: <\/em><\/strong><em>Dipl.Ing. Ekkehard Friebe (Patentamt\/M\u00fcnchen)<br \/>\nin R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>]<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>3.1 Einleitung<br \/>\n<\/strong>Im historischen Teil dieser Arbeit wurde bereits deutlich, dass das Aussenseitertum im Bereich der Wissenschaft ein bunt schillerndes Kontinuum ist. Ein grundlegender Unterschied zwischen diesen Aussenseitern und jenen, die in diesem Kapitel behandelt werden, ist vor allem der, dass im 2.Kapitel zwangsl\u00e4ufig nur von solchen Wissenschaftern die Rede war, die letztlich erfolgreich warn. Naturgem\u00e4ss sind all jene, die sich nicht durchsetzen konnten, in Vergessenheit geraten und ihre Arbeiten sind entweder verloren gegangen oder nicht mehr zug\u00e4nglich. So ist ein direkter Vergleich zwischen \u201ehistorischen Aussenseitern&#8220; und \u201eAussenseitern der Gegenwart&#8220; praktisch unm\u00f6glich. Es bietet sich also folgender Befund:\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u201ehistorischen Aussenseiter&#8220; sind erfolgreich und ber\u00fchmt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u201eAussenseiter der Gegenwart&#8220; erweisen sich zum Teil als erfolgreich und sind im Gro\u00dfen und Ganzen unbekannt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Bei praktisch allen Aussenseitern, die in diesem Kapitel zur Sprache kommen, zeigt sich, dass sie folgende, gemeinsame Merkmale aufweisen: Sie besitzen Mut, einen aussergew\u00f6hn\u00adlichen Bildungsgang, eine besondere Art des Auftretens bzw. der Pr\u00e4sen\u00adtation ihrer Arbeiten und was speziell den Inhalt ihrer Arbeiten betrifft, eine beson\u00addere Vorliebe f\u00fcr \u201eversch\u00fcttete Weisheiten&#8220;. Der Philosoph G. Schwarz: \u201eVersch\u00fcttete Weisheiten sind oftmals heute wieder revolution\u00e4r, wobei h\u00e4ufig zu Gedankeng\u00e4ngen zur\u00fcckgekehrt wird, die einst verlassen wurden, weil sie unter Umst\u00e4nden in Sackgassen gef\u00fchrt hatten&#8230; nun sind wir aber mit unserem modernen Denken ebenfalls in Sackgassen geraten; &#8230;da kommen wir sicher oft auch mit \u201ealten Weisheiten&#8220; wieder heraus.\u201c <strong><em>[Anmerkung 2: <\/em><\/strong>G. Schwarz <em>in R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">An dieser Stelle ist auf einen grunds\u00e4tzlichen Unterschied zwischen Philosophie und den Einzelwissenschaften hinzuweisen: In der Philosophie der Antike war das Ph\u00e4no\u00admen aufgetreten, dass bereits eine ungeheure Differenzierung des Denkens stattgefunden hatte, wobei dort praktisch alle grundlegenden philosophischen Modelle vorhanden waren. Bei den Naturwissenschaften, zum Beispiel der Physik, ist die Lage anders: hier gibt es \u201eFortschritt&#8220;: Die alten Theorien sind als Sonderf\u00e4lle in den neuen Theorien enthalten. \u201eIch glaube allerdings, dass in der Physik und auch in anderen Einzelwissen\u00adschaften immer wieder Punkte kommen, wo man zur\u00fcckgehen muss &#8211; so zum Beispiel, was das Zahlensystem betrifft&#8230; oder das Problem der Raumabstraktion&#8230; oder das Problem von Masse und Energie&#8230; da gibt es nun das Ph\u00e4nomen&#8230; der Materiebegriff scheint mir ein Beispiel daf\u00fcr zu sein, dass man, wenn man in eine Sackgasse hinein\u00adger\u00e4t, manchmal wieder bis zu jenem Punkt zur\u00fcckgehen muss, bei dem sich die Wege geteilt haben.\u201c <strong><em>[Anmerkung 3: <\/em><\/strong><em>G. Schwarz in R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das Zur\u00fcckgreifen auf alte, heute zum Teil aus dem Bereich der Wissenschaft verbannte Ideen, finden wir etwa bei Viktor Schauberger, dessen Lehre direkt auf der pythagor\u00e4ischen Lehre basiert; dieses Ph\u00e4nomen findet sich aber auch zum Beispiel bei Gotthard Barth und seiner \u201eNeuen Lichttheorie auf der Basis der Griechischen Dialektik&#8220;. Eine gewisse Sehnsucht nach bestimmten antiken Ideen, die in der etablierten Naturwissenschaft kaum Anerkennung finden, wie etwa die Ideen der Klarheit, Einfachheit, Sch\u00f6nheit, kann man freilich auch bei einigen Nicht-Aussenseitern fest\u00adstellen. Albert Einstein hat seinen Fachkollegen bekanntlich den Rat gegeben, aus der Vielzahl m\u00f6glicher Theorien diejenige auszuw\u00e4hlen, die \u201eam sch\u00f6nsten\u201c ist; und zwar \u201esch\u00f6n&#8220; im Sinne einer einfachen Struktur. \u201eObwohl es nat\u00fcrlich auch solche M\u00f6glichkeiten gibt, dass die Wissenschaft durch das Wiederaufleben von alten Ideen im neuen Gewand einen Schritt vorw\u00e4rts tun kann (was ja eigentlich die \u00fcbliche Vorgangsweise der Wissenschaft ist), dass die alten Ideen eben umformuliert werden und sozusagen auf einer \u201eh\u00f6heren Ebene&#8220; wiederkehren. Auch so etwas kann es bei Aussenseitern geben, dass durchaus r\u00fcckblickend auf alte Ideen, die man schon vergessen hat, &#8230;unter dem Gesichtspunkt der gegenw\u00e4rtigen Wissenschaft neue Auslegungsm\u00f6glichkeiten dieser alten Ideen auftauchen, zum Beispiel das Harmonieproblem und Symmetrie\u00fcberlegun\u00adgen, die ja schon seit alters her bekannt sind.\/, also die alten Ideen der Symmetrie, Harmonie, Einheit kehren nat\u00fcrlich in jedem Stadium der Wissenschaft immer wieder&#8230; Anderseits: Wenn der Aussenseiter wirklich relevante Ergebnisse f\u00fcr die Wissenschaft bringen will, dann nur so, dass er wenigstens mit ganz bestimmten Ideen den zeit\u00adgen\u00f6ssischen Ideen voraus ist&#8230; es muss auf jeden Fall ein Vorw\u00e4rtsblicken sein und nicht ein blosses Zur\u00fcckblicken.\u201c <strong><em>[Anmerkung 4: <\/em><\/strong>E. Oeser<em> in R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>] <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es handelt sich also darum, sowohl voraus als auch in die Vergangenheit zu blicken. Wissenschaft als nicht linearer Kumulationsprozess versucht stets, bzw. <em>muss <\/em>versu\u00adchen, auch vergangene Erkenntnisse in stets neuem Licht zu sehen. Nach Oeser erfolgt die Entwicklung der Wissenschaft in Form einer Spirale, die zwar &#8211; von oben gesehen &#8211; als Kreis erscheint, wobei man stets zu demselben Punkt zur\u00fcckkehrt, aber anderseits gelangt man mit jeder Windung der Spirale auf eine h\u00f6here Ebene. Demnach gibt, es also stets ein Voraus-, und ein Zur\u00fcckblicken, wobei das Alte immer wieder auftaucht, aber niemals in derselben Form wie ehedem. Anderseits gilt aber auch, dass neue Ideen die alten sozusagen \u201eumbringen&#8220;, bzw. \u201eausradieren&#8220; \u00a0&#8211; \u00a0der Aufgang einer neuen Idee ist also mit dem Untergang einer alten verbunden. In gewisser Weise wird also eine alte Theorie von der neuen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt<strong>)<\/strong><br \/>\nBeste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 Abschnitt 14\u00a0 der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl. Zitat: Kapitel 3 GEGENWART \u201eAussenseiter sind die Hofnarren der Wissenschaft!&#8220; Ekkehard Friebe [Anmerkung 1: Dipl.Ing. Ekkehard Friebe (Patentamt\/M\u00fcnchen) in R. 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