{"id":2938,"date":"2011-03-04T11:16:42","date_gmt":"2011-03-04T10:16:42","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2938"},"modified":"2011-03-04T11:28:15","modified_gmt":"2011-03-04T10:28:15","slug":"06-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/06-dr-reinhard-schlogl-%e2%80%9eaussenseiter-der-naturwissenschaft%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"06 &#8211; Dr. Reinhard Schl\u00f6gl: \u201eAussenseiter der Naturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Abschnitt 6<\/span> \u00a0der Dissertation von <strong><a href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=Dr.+Reinhard+Schl%C3%B6gl%3A+%E2%80%9EAussenseiter+der+Naturwissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Reinhard Schl\u00f6gl<\/span><\/a><\/strong><span style=\"color: #800000;\">.<\/span>\u00a0<br \/>\n<strong>Kapitel 1: <\/strong><strong>EINLEITUNG<\/strong> \u00a0(Fortsetzung),\u00a0 <strong>Zitat:\u00a0 <\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>1.4 <em>M\u00f6gliche Kennzeichen von Aussenseitern<\/em><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">1.4.1 <em>Die aussergew\u00f6hnliche Haltung mancher Aussenseiter der Wissenschafts- bzw. <\/em><em>der Ideengeschichte gegen\u00fcber\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein Kennzeichen von Aussenseitern kann sein, dass sie (zumindest) einen Teil der Tradition der jeweiligen Wissenschaft ignorieren, also einen mehr oder weniger grossen Teil der wissenschaftlichen Evolution als Irrweg bezeichnen. Wie in den folgenden beiden Kapiteln auszuf\u00fchren und an Hand der konkreten Fallstudien zu belegen sein wird, gehen solche Forscher ab einem bestimmten Punkt in der Wissenschaftsgeschichte ihren eigenen Weg. Es gibt f\u00fcr sie einen bestimmten <em>(Zeit-)Punkt, <\/em>ab dem sie jegliche Weiterentwicklung der Wissenschaft leugnen. F\u00fcr Schauberger zum Beispiel beschreitet die Wissenschaft seit Kepler im Grossen und Ganzen einen Irrweg.<br \/>\nViktor und Walter Schauberger beziehen sich mit ihren Theorien ausdr\u00fccklich auf Pythagoras und Kepler und beschritten seit Kepler sozusagen ihren eigenen wissen\u00adschaftlichen Weg <strong><em>[Anmerkung 16: <\/em><\/strong><em>Vgl. Fallstudie im 3.Kapitel]. <\/em>Auch die Vorstellung von Piazzi Smyth, die alten \u00c4gypter h\u00e4tten sozusagen echte wissenschaftliche Erkenntnisse im Sinne von wahrer Wissenschaft und im Sinne eines ausgearbeiteten System entwickelt und seine \u00dcberzeugung jegliche weitere Entwicklung seither, sei ein Irrweg gewesen, geh\u00f6rt hierher.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->1.4.2 <em>Aussergew\u00f6hnliche Einsatzbereitschaft und Mut<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Weitere m\u00f6gliche Kennzeichen eines Aussenseiters k\u00f6nnen \u00fcberdies seine psychischen Eigenschaften sein; bedarf doch das \u00dcberschreiten von Grenzen wie erw\u00e4hnt, eines gewissen Ma\u00dfes an Mut und Unbek\u00fcmmertheit. In \u00e4hnlicher Weise wie R. Sexl zu Beginn dieses Abschnittes, so \u00e4usserte auch H. Pietschmann bez\u00fcglich des Mutes vieler Aussenseiter: \u201e&#8230;dass die Entwicklung der Physik eben immer Mut voraussetzt, dass jemand sich gegen die allgemeine Meinung stellt&#8230; ich schliesse mich hier der Ansicht meines Freundes (R. Sexl) an\u2026. <strong><em>[Anmerkung 17:<\/em><\/strong><em> Vgl. Fallstudie im 3.Kapitel<strong>]<\/strong>. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das Eintreten f\u00fcr eine neue Idee, Hypothese oder Theorie erfordert stets pers\u00f6nliche Einsatzbereitschaft und Mut, zu verk\u00fcnden, man h\u00e4tte etwas (prinzipiell) Neues entdeckt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein paar Worte zum Begriff der \u201eEntdeckung&#8220;:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Im Bereich der Physik zum Beispiel geht es bei der experimentellen \u00dcberpr\u00fcfung einer Theorie vor allem um die Reproduzierbarkeit des jeweiligen Experimentes.<br \/>\nF\u00fcr den Nachweis eines Ph\u00e4nomens, etwa f\u00fcr den Nachweis eines neuen Elementarteilchens ist nicht die \u201eEntdeckung&#8220; entscheidend \u00a0&#8211; \u00a0sie ist nicht das Kriterium f\u00fcr die Existenz eines Ph\u00e4nomens, sondern erst die Reproduktion dieser Entdeckung ist entscheidendes Kriterium. Zu diesem Punkt \u00e4usserte der Physiker H. Pietschmann: \u201e&#8230;denn es stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass alles, was man entdecken wollte, auch entdeckt worden ist. Deshalb ist die Reproduktion \u00a0&#8211; \u00a0also der Nachweis, dass es sich um eine <em>echte <\/em>Entdeckung handelt \u00a0&#8211; \u00a0durch andere \u00a0&#8211; \u00a0notwendig, damit klargestellt werden kann, ob es sich nicht vielleicht doch um einen Irrtum handelt. F\u00e4lschungen sind die Ausnahme.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass eine physikalische Entdeckung stets mit Instrumenten vorgenommen wird, die ein gewisses \u201eEigenleben&#8220; haben; das heisst, man muss ihre Eigenschaften kennen; man muss wissen, in welchen F\u00e4llen sie Fehlanzeigen liefern&#8230; und je komplexer ein Instrument wird, desto leichter kann es zu Irrt\u00fcmern kommen. Unter Umst\u00e4nden kommt dann jenes Resultat heraus, das man sich w\u00fcnscht\u2026 <strong><em>[Anmerkung 18:<\/em><\/strong><em> Vgl. Fallstudie im 3.Kapitel<strong>]<\/strong>. <\/em>Als Beispiel liesse sich hier etwa die \u201eEntdeckung freier Quarks&#8220; anf\u00fchren. Heute ist man ja allgemein der Ansicht, dass es derartige Quarks nicht gibt. Ein anderes Beispiel: Man hat sogenannte magnetische \u201eMono-Pole&#8220; entdeckt <strong><em>[Anmerkung 19:<\/em><\/strong><em> Vgl. die Theorie von F. Ehrenhaft<strong>]<\/strong>, <\/em>obwohl man sich heute innerhalb der Gemeinschaft der Physiker dar\u00fcber einig ist, dass solche Mono-Pole nicht existieren k\u00f6nnen, dass es sich also um eine Fehl-Entdeckung gehandelt hat.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein weiteres Beispiel: Zwischen Sonne und Merkur wurde mehrmals ein Planet \u201eentdeckt&#8220;, um die Abweichungen der Merkurbahn von den Newtonschen Gesetzen zu erkl\u00e4ren. Und es wurden \u201eGravitationswellen&#8220; \u201eentdeckt&#8220;, jedoch nicht reproduziert. Das bedeutet: all diese Ph\u00e4nomene existieren nicht. Pietschmann: \u201eWenn nun ein Physiker, was auch geschehen ist, zwei oder mehrere Male mit einer derartigen \u201eEntdeckung&#8220; an die \u00d6ffentlichkeit tritt&#8230; und noch dazu mit entsprechendem Nachdruck, und es stellt sich fortw\u00e4hrend heraus, dass es sich um einen Irrtum handelt, dann hat er sich sozusagen aus der Gemeinschaft der Physiker selbst hinauskatapultiert, weil ihm dann nat\u00fcrlich niemand mehr glaubt.\u201c <strong><em>[Anmerkung 20:<\/em><\/strong><em> H. Pietschmann in R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>]<\/strong> <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Auf dem Gebiet der Experimentalphysik kann es freilich der Fall sein, dass eine Entdeckung nicht reproduzierbar ist, dass sie sich also als falsch erweist; die Physik hat jedoch (notwendigerweise) auch eine gewisse Toleranzbreite. Das bedeutet: \u201eWenn jemand solch eine \u201eEntdeckung&#8220; einmal macht, dann wird ihm dies sofort verziehen; denn wir wissen, wie schwierig Experimente manchmal durchzuf\u00fchren sind\u201c <strong><em>[Anmerkung 21:<\/em><\/strong><em> H. Pietschmann in R. Schl\u00f6gl (1988): \u201eAussenseiter der Wissenschaft&#8220;, Radiokolleg<strong>]<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt<strong>)<\/strong><br \/>\nBeste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt in dieser Fortsetzungsreihe der\u00a0 Abschnitt 6 \u00a0der Dissertation von Dr. Reinhard Schl\u00f6gl.\u00a0 Kapitel 1: EINLEITUNG \u00a0(Fortsetzung),\u00a0 Zitat:\u00a0 1.4 M\u00f6gliche Kennzeichen von Aussenseitern 1.4.1 Die aussergew\u00f6hnliche Haltung mancher Aussenseiter der Wissenschafts- bzw. der Ideengeschichte gegen\u00fcber\u00a0 Ein Kennzeichen von Aussenseitern kann sein, dass sie (zumindest) einen Teil der Tradition der jeweiligen Wissenschaft ignorieren, also [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2938"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}