{"id":2878,"date":"2010-11-12T10:28:04","date_gmt":"2010-11-12T09:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2878"},"modified":"2010-11-12T10:28:04","modified_gmt":"2010-11-12T09:28:04","slug":"17-%e2%80%93-das-forschungsprojekt-g-o-mueller-zieht-eine-zwischenbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/17-%e2%80%93-das-forschungsprojekt-g-o-mueller-zieht-eine-zwischenbilanz\/","title":{"rendered":"17 \u2013 Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt der 17. Abschnitt der sehr wichtigen Studie von <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/people\/G._Mueller\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/strong><\/a> unter dem Titel:\u00a0<br \/>\n<em><a title=\"Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?s=G.O.+Mueller+zieht+eine+Zwischenbilanz\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz<\/span><\/strong><\/a><\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat:<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>1963, Juli \u2013 Die Unfehlbarkeit der Relativit\u00e4ts-Physiker soll ins Pressegesetz<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom April 1963 mit der Niederlage der \u201c<em>Physikalischen Bl\u00e4tter<\/em>\u201d und ihres Herausgebers E. Br\u00fcche durch drei Instanzen und der Verurteilung zum Abdruck der Gegendarstellung von K. Nowak hat der \u201c<em>Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften<\/em>\u201d \u2013 also <strong>die vereinigten deutschen Physiker aller Arbeitsgebiete<\/strong> \u2013 auf Anregung des Ober-Relativisten Max Born und seines Kollegen W. Westphal in seinem Vorstand eine Entschlie\u00dfung in 12 Punkten gefa\u00dft.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Zur Autorschaft des Entschlie\u00dfungstextes wird folgendes gesagt; angeregt haben Born und Westphal; Born hat einen Entwurf vorgelegt; es hat \u201c<em>Anregungen und Hinweise von physikalischer und juristischer Seite<\/em>\u201d gegeben; die endg\u00fcltige und beschlossene Fassung hat E. Br\u00fcche unter \u201c<em>weitgehender Anpassung an den Entwurf von Prof. Born formuliert<\/em>\u201c. Die Sache wurde also von den gr\u00f6\u00dften Experten unter allseitiger Zustimmung auf den Weg gebracht.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Der Inhalt der Entschlie\u00dfung in K\u00fcrze: Das BGH-Urteil gegen die \u201c<em>Physikalischen Bl\u00e4tter<\/em>\u201d hat einen \u201c<em>fundamentalen Mangel \u2026 f\u00fcr die wissenschaftliche Literatur aufgezeigt<\/em>\u201c. Der Verband mu\u00df auf eine \u00c4nderung des Gesetzes dringen in dem Sinne, da\u00df \u2013 anders als bisher \u2013 Gegendarstellungen nichts Unwahres enthalten d\u00fcrfen, und die Feststellung der Wahrheit oder Unwahrheit von Gegendarstellungen ist schlie\u00dflich Sache der obersten Wissenschaftler. <strong>Die \u201c<\/strong><em><strong>angestrengte Arbeit zahlloser ernsthafter Forscher<\/strong><\/em><strong>\u201d darf nicht mehr der Gefahr ausgesetzt werden, von Pseudowissenschaftlern kritisiert oder gar abgelehnt zu werden.<\/strong> Wenn einem Redakteur einer wissenschaftlichen Zeitschrift Fehler unterlaufen (dies wird immerhin f\u00fcr m\u00f6glich gehalten), so sollen sie korrigiert werden. Gegendarstellungen mit \u201c<em>offenkundig falschen Angaben tats\u00e4chlicher <\/em><strong><em>oder wissenschaftlicher Art<\/em><\/strong>\u201d d\u00fcrfen nicht abgedruckt werden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Beurteilung der Richtigkeit oder Falschheit wissenschaftlicher Angaben (Punkt 8 ) \u201c<em>ist <\/em><strong><em>Sache der wissenschaftlichen Welt. Nur sie ist in der Lage, zu sagen, was nach dem Stand der Wissenschaft offenkundig falsch ist, nicht der wissenschaftliche Laie und auch nicht der Jurist. In Zweifelsf\u00e4llen k\u00f6nnte der Vorstand des Verbandes oder eine von ihm ernannte Kommission zust\u00e4ndig sein \u2026 oder ein Gutachten des Patentamtes eingeholt werden \u2026<\/em><\/strong>\u201d Im n\u00e4chsten Punkt 9 wird der Anla\u00df und zugleich des Pudels Kern ausdr\u00fccklich genannt: die Relativit\u00e4tstheorie ist eine \u201c<em>allgemein anerkannte Lehre<\/em>\u201c. Nach diesem Rezept w\u00fcrden allein die Relativisten aus \u201c<em>der wissenschaftlichen Welt<\/em>\u201d mit Gesetzeskraft bestimmen k\u00f6nnen, was richtig ist. Alles Abweichende w\u00e4re dann falsch und d\u00fcrfte in Gegendarstellungen nicht abgedruckt werden. Diese Posse erreicht ihren H\u00f6hepunkt im letzten Punkt 12, der auf die \u201c<em>ausdr\u00fcckliche Erw\u00e4hnung der Wissenschaft und Forschung<\/em>\u201d im Grundgesetz Art. 5, III hinweist und auf den Bonner Kommentar, der die wissenschaftliche Forschung als lebenswichtige Grundlage und <strong>\u201c<\/strong><em><strong>Existenzfrage des gesamten deutschen Volkes<\/strong><\/em><strong>\u201c.<\/strong> Der Art. 5 GG scheint die Zensur zu begr\u00fcnden (anstatt die Wissenschaftsfreiheit). Mit diesen Hinweisen wird <strong>die Relativit\u00e4tstheorie in die Existenzgrundlagen des deutschen Volkes hineingemogelt<\/strong> \u2013 wenn das kein H\u00f6hepunkt ist!<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dieser Traum aller Relativisten (und gleichgelagerten Propagandisten in anderen Fachgebieten) ist gl\u00fccklicherweise nur w\u00e4hrend einer Vorstandssitzung getr\u00e4umt worden. Die Entschlie\u00dfung wurde etwas gek\u00fcrzt in den \u201c<em>Physikalischen Bl\u00e4ttern<\/em>\u201d abgek\u00fcrzt, ein vollst\u00e4ndiger Abdruck f\u00fcr die \u201c<em>Physikalischen Verhandlungen des VDPG<\/em>\u201d angek\u00fcndigt. \u00dcber die Pflicht der Physiker, \u201c<em>gegen die gesetzlichen Grundlagen dieses Urteils zu k\u00e4mpfen<\/em>\u201d (Punkt 9), und den Fortgang dieses Kampfes haben wir keine weiteren Nachrichten. Man sollte gelegentlich bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft nachfragen.\u00a0\u00a0 (G.O. Mueller)<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende,<\/strong> Fortsetzung folgt<strong>)<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt der 17. Abschnitt der sehr wichtigen Studie von G. O. Mueller unter dem Titel:\u00a0 Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz Zitat: 1963, Juli \u2013 Die Unfehlbarkeit der Relativit\u00e4ts-Physiker soll ins Pressegesetz Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom April 1963 mit der Niederlage der \u201cPhysikalischen Bl\u00e4tter\u201d und ihres Herausgebers E. 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