{"id":2844,"date":"2010-09-07T07:46:57","date_gmt":"2010-09-07T06:46:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2844"},"modified":"2010-09-07T07:46:57","modified_gmt":"2010-09-07T06:46:57","slug":"chronologie-%e2%80%9edie-substantivierung-der-verhaltniszahl%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/chronologie-%e2%80%9edie-substantivierung-der-verhaltniszahl%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"Chronologie: \u201eDie Substantivierung der Verh\u00e4ltniszahl\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ich bringe jetzt die 7. Fortsetzung der<strong> Chronologie zur Relativit\u00e4tstheorie <\/strong>von<strong> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G.O. Mueller<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong>(Kapitel 3 der Arbeit: \u201c\u00dcber die absolute Gr\u00f6\u00dfe der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie\u201c).\u00a0<br \/>\nSie finden diesen Beitrag ab Seite 215 unter:<strong> <a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap3.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap3.pdf<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Die Substantivierung der Verh\u00e4ltniszahl<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Konstruktion einer Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen ist und bleibt eine Abstraktion, die nicht in die Wirklichkeit des Raumes zur\u00fccktransportiert werden kann. Die Verh\u00e4ltniszahl ist nirgendwo im Raum anzutreffen.\u00a0 &#8211;\u00a0 Die Versuchung dazu ist dennoch gro\u00df, weil der Umgang mit Abstraktionen eine gewisse geistige Anstrengung verursacht, und wir zu unserer Entlastung den Sprachgebrauch eingef\u00fchrt haben, den Wert der Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen als \u201edie Zeit\u201c zu bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Mit dem Substantiv kommt die T\u00e4uschung, wir h\u00e4tten es mit einer Sache zu tun, von der wir mehr oder weniger gro\u00dfe St\u00fccke abtrennen und \u00fcber sie verf\u00fcgen k\u00f6nnen, als eine Sache, die, wie alle Gegenst\u00e4nde, eine Dimension hat.\u00a0 &#8211;\u00a0 Wer von einer \u201e Reise in die Zeit\u201c schwadroniert, kann nur eine \u201e Reise in eine Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen\u201c meinen: damit entweicht die hei\u00dfe Luft aus \u201eder Zeit\u201c.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Wer von einer \u201eZeit an einem Punkt\u201c spricht, \u00fcbersieht, da\u00df die Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei bestimmte Bewegungen nur aus dem Raum gewonnen wird; sie kann deshalb (1.) physikalisch nicht mehr auf einen Punkt im Raum beschr\u00e4nkt werden, und (2.) aus einer Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber dieselben zwei Bewegungen k\u00f6nnen sich logischerweise nicht unterschiedliche Werte f\u00fcr verschiedene Punkte im Raum ergeben. Es kann daher keine \u201elokalen Zeiten\u201c f\u00fcr verschiedene Punkte (Orte) im Raum geben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Aus denselben Gr\u00fcnden, die eine \u201eZeit an einem Punkt\u201c nicht zulassen, folgt unmittelbar die Geltung der \u201eGleichzeitigkeit\u201c im gesamten Raum. Da die Wahl der zu vergleichenden Bewegungen im Beobachtungsraum grunds\u00e4tzlich frei ist, wird auch im Horizont unseres kosmischen Beobachtungsraumes durch Wahl nur einer allgemeinen Bezugs-Bewegung f\u00fcr die Gewinnung der Verh\u00e4ltniszahl eine \u00fcberall geltende Gleichzeitigkeit konstituiert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Die Technik der Zeitmessung<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Technik der Messung erfordert die Wahl einer Einheit: sie ist zweckm\u00e4\u00dfig, f\u00f6rdert aber zugleich noch die irrige Substantivierung und die Interpretation als Dimension in allen physikalischen Betrachtungen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die technischen Fragen der Identifizierung m\u00f6glichst regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrender Bewegungen als Einheit, der Konstruktion von Uhren nach verschiedenen Prinzipien und ihrer Synchronisierung \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen k\u00f6nnen nur nach dem jeweils besten Kenntnisstand gel\u00f6st werden. Unvollkommenheiten und Fehler der technischen L\u00f6sungen sind grunds\u00e4tzlich nicht zu vermeiden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der Zeitbegriff als Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen, der aller physikalischen Praxis zugrunde liegt, ist grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig von der angewandten Technik der Messung: die Beobachtung der Bewegungen kann die Bewegungen selbst und damit ihre Verh\u00e4ltniszahl nicht ver\u00e4ndern. Unvollkommenheiten in der Technik der Zeitmessung k\u00f6nnen daher keine R\u00fcckwirkung auf die Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen haben: diese Verh\u00e4ltniszahl k\u00f6nnte nur ver\u00e4ndert werden durch Ver\u00e4nderungen der Bewegungen selbst oder durch die Wahl von zwei anderen Bewegungen f\u00fcr die Bildung der Verh\u00e4ltniszahl.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u201eDie Zeit\u201c als Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen ist grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig von Geschwindigkeiten anderer Bewegungen oder sonstigen Vorg\u00e4nge als der beiden miteinander verglichenen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>1. \u201eDie Zeit\u201c ist eine dimensionslose Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei frei w\u00e4hlbare, aber bestimmte Bewegungen und ausschlie\u00dflich von ihnen abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>2. Aus dem Vergleich von zwei Bewegungen im Raum entsteht kein neuer Raum, keine neue Bewegung und keine neue Dimension.<\/p>\n<p>3. In Bezug auf die Zeit ist die Rede von ihrer \u201eDimension\u201c ein rein metaphorischer Gebrauch in der Sprache der Poesie und allenfalls im Poesiealbum zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>4. Jede Behauptung von einer \u201eVer\u00e4nderung\u201c der Zeit m\u00fc\u00dfte eine Einwirkung auf die miteinander verglichenen Bewegungen nachweisen.<\/p>\n<p>5. Der aus dem Vergleich von Bewegungen im Raum gewonnene Zeitbegriff gilt im Beobachtungsraum ohne Einschr\u00e4nkungen, weil es auch f\u00fcr die verglichenen Bewegungen keine prinzipiellen Einschr\u00e4nkungen gibt.<\/p>\n<p>6. Jede Behauptung von einer Einschr\u00e4nkung der Zeit auf Regionen oder Punkte im Raum arbeitet mit einem anderen als dem hier analysierten Zeitbegriff und m\u00fc\u00dfte diesen anderen Zeitbegriff vorzeigen und als plausibel rechtfertigen.<\/p>\n<p>7. Solange kein anderer Zeitbegriff vorgestellt und als plausibel und widerspruchsfrei gerechtfertigt ist, haben alle Behauptungen von<\/p>\n<p>(1) einer \u201eDimension\u201c der Zeit,<br \/>\n(2) einer Einwirkung anderer Vorg\u00e4nge wie zum Beispiel der Lichtausbreitung auf die gemessenen Zeitwerte,<br \/>\n(3) insbesondere R\u00fcckwirkungen der Me\u00dfger\u00e4te auf den Zeitbegriff und seine Geltung<\/p>\n<p>keine Grundlage, sondern k\u00f6nnten nur auf Zauber und Magie beruhen.<\/p>\n<p>8. Real sind nur der Raum und in ihm die Bewegungen zu einem Zeitpunkt, in einem Augenblick. Der Augenblick vorher ist nicht mehr real, der kommende Augenblick ist es noch nicht. Die Natur f\u00fcr sich ist nur ihr jeweiliger Zustand. \u201eDie Zeit\u201c ist nur eine sinnvolle Konstruktion auf der Grundlage eines Ged\u00e4chtnisses, eine kulturelle Errungenschaft; in der Natur trifft man sie nicht an.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong>Fortsetzung folgt<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe<strong> <a href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bringe jetzt die 7. Fortsetzung der Chronologie zur Relativit\u00e4tstheorie von G.O. Mueller\u00a0 (Kapitel 3 der Arbeit: \u201c\u00dcber die absolute Gr\u00f6\u00dfe der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie\u201c).\u00a0 Sie finden diesen Beitrag ab Seite 215 unter: http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap3.pdf\u00a0 Zitat: Die Substantivierung der Verh\u00e4ltniszahl Die Konstruktion einer Verh\u00e4ltniszahl \u00fcber zwei Bewegungen ist und bleibt eine Abstraktion, die nicht in die Wirklichkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2844","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-projekt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2844"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2844"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2844\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}